Naturkatastrophe

01 Juli 2017

Mexiko will mit Hilfe von Delfinen bedrohten Kalifornischen Schweinswal retten

Von der US-Marine trainierte Delfine sollen die seltenen Meeressäuger in ein Schutzgebiet lotsen, wie Mexikos Umweltminister Rafael Pacchiano am Freitag ankündigte.

Außerdem gilt im Lebensraum der Tiere im Golf von Kalifornien nun ein dauerhaftes Verbot von Stellnetzen, in denen immer wieder Schweinswale als Beifang verenden.

Weltweit gibt es nur noch 30 Kalifornische Schweinswale. Der auch Vaquita genannte Kalifornische Schweinswal wird ausgewachsen bis zu anderthalb Meter lang und gehört damit zu den kleinsten Walen der Welt. Er bewohnt nur ein kleines Gebiet im Golf von Kalifornien.

 

Wissenschaftlern zufolge gibt es nur noch knapp 30 Vaquitas. Im Jahr 2014 waren es noch fast hundert, 2012 doppelt so viele. Bereits im Jahr 2022 könnte die Spezies demnach vollständig ausgestorben sein.

Ausgebildete Delfine sollen helfen. Um die Schweinswale in das Schutzgebiet zu lotsen, will die mexikanische Regierung nun ab September die ausgebildeten Delfine einsetzen.

Die Delfine seien von der US-Marine trainiert worden, um vermisste Taucher aufzuspüren, sagte Pacchiano im Radiosender Formula. „Um die Schweinswale zu retten, müssen wir die größtmögliche Anzahl der Tiere einfangen“, fügte der Minister hinzu.

 

DiCaprio forderte Mexikos Präsidenten zur Rettung der Wale auf
Die Umweltschutzorganisation WWF und Hollywoodstar Leonardo DiCaprio begrüßten die Pläne. DiCaprio hatte den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto im Mai über die Onlinedienste Twitter und Instagram aufgefordert, mehr zur Rettung der Schweinswale zu tun.

Peña Nieto antwortete mit einer für ihn ungewöhnlichen Salve von sieben englischen Twitter-Nachrichten, in denen der die Anstrengungen seiner Regierung verteidigte. Im Juni einigten sich DiCaprio und Peña Nieto auf ein gemeinsames Vorgehen.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch.

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15 Juni 2017

Tag des Meeres: Meeressäuger zunehmend durch Meereslärm und Schiffskollisionen bedroht

Jedes Jahr am 8. Juni bietet der Tag es Meeres die Gelegenheit, die Weltmeere und deren Biodiversität zu würdigen, zu bewahren und zu deren Schutz beizutragen.

Unsere Ozeane bilden den Lebensraum für geheimnisvolle und wunderbare Geschöpfe. Leider sind heutzutage zahlreiche Meerestiere mehr als je zuvor gefährdet, wobei viele Bedrohungen vom Menschen verursacht werden. Zwei der größten Gefahren stehen in Verbindung mit der Schifffahrt: Unterwasserlärm und Schiffskollisionen.

Unterwasserlärm ist eine wachsende und beunruhigende Bedrohung, vor allem, da er sich schleichend und unsichtbar ausbreitet. Wale, Delfine und zahlreiche andere Meereslebewesen sind in erster Linie auf ihr Gehör angewiesen, um zu überleben; sie nutzen Töne zur Kommunikation, für die Paarung, zur Orientierung, zur Nahrungssuche und um Feinden auszuweichen. Die Zunahme menschlicher Aktivitäten auf der Meeresoberfläche und unter Wasser führt nun dazu, dass natürliche Meeresgeräusche übertönt werden. Meerestiere müssen täglich den Lärm von Millionen lauter Schiffe und andere von Menschen verursachte Lärmbelastungen aushalten, und sie können nicht einfach die Lautstärke herunterdrehen.

 

Zusammenstöße mit Schiffen sind eine weitere enorme Bedrohung für marine Arten, vor allem für Wale. In den letzten Jahrzehnten stieg sowohl die Anzahl der Schiffe, als auch die Geschwindigkeit, mit der sich diese fortbewegen. Somit hat sich auch die Gefahr von Kollisionen mit Schiffen und Verletzungen für Wale stark erhöht, vor allem in Fischereigebieten mit hohem Walbestand. Kollisionen mit Schiffen führen oftmals zu schrecklichen und ernsthaften Verletzungen. Wale, die schwer verletzt und nicht sofort getötet werden, sterben einen langsamen und qualvollen Tod.

Wir setzen uns dafür ein, die Lärmbelastung der Ozeane und das Risiko von Zusammenstößen von Schiffen mit Walen zu verringern:

Dank erfolgreicher Aufklärungsarbeit trugen wir dazu bei, dass Unterwasserlärm in der im Mai 2008 erlassenen EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie als eine Art der Belastung anerkannt und reguliert wird. Diese Richtlinie war das erste internationale Rechtsinstrument, um Unterwasserlärm ausdrücklich als Schadstoff einzustufen, der von Mitgliedsstaaten kontrolliert werden muss, um bis 2020 einen guten Umweltzustand in EU-Gewässern zu erzielen.

Wie erörtern derzeit mit Reedereien und Häfen, wie die Belastung durch Unterwasserlärm reduziert werden kann, indem man den Bau leiserer Schiffe und den Betrieb mit besonders geringer Geschwindigkeit fördert und indem die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) aufgestellten Richtlinien für die Reduzierung von Unterwasserlärm eingeführt werden. Um die Gefahr von Kollisionen mit Schiffen einzudämmen, fordern wir Reedereien auf, ihre Routen um bestimmte Gebiete mit besonders großem Kollisionsrisiko mit Walen herum zu führen und - sollte dies nicht möglich sein - in diesen Gebieten die Geschwindigkeit zu reduzieren. Außerdem schärfen wir das Bewusstsein für dieses Thema innerhalb der Schifffahrtsindustrie.

Gesunde Ozeane bedeuten eine gesunde Menschheit: Nie zuvor war es so dringend notwendig, unsere Ozeane und deren Lebensräume zu schützen. Denken wir am heutigen Tag des Meeres daran, dass die Meereslebewesen auf unsere Hilfe angewiesen sind!

 

Für diesen Tag des Meeres haben die Vereinten Nationen die Ozeankonferenz einberufen, um den Meeresschutz während des nächsten Jahrzehnts voranzutreiben , so wie es in den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN bei ihrer Generalversammlung 2015 formuliert wurde.

Die Regierungen aller UN-Mitgliedsstaaten haben den 17 Zielen zugestimmt, um Armut zu beenden, unsere Erde zu schützen und sicherzustellen, dass die Menschen in Frieden und Wohlstand leben können.

Diese Ziele beinhalten auch die Verminderung der Meeresverschmutzung und den Schutz der Meeresökosysteme. Diese Woche setzt sich das Team des IFAW bei der Konferenz in New York mit aller Kraft dafür ein, Erfolge für den Schutz von Meereslebewesen zu erzielen. Während das Hauptaugenmerk auf wichtigen Themen wie der Verschmutzung mit Plastikmüll und nachhaltiger Fischerei liegt, wollen wir sicherstellen, dass auch andere für Meeressäuger wichtige Themen, wie die Lärmbelastung unter Wasser und Kollisionen mit Schiffen die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

 

Wir arbeiten mit gleichgesinnten Organisationen zusammen, um sicherzustellen, dass diese Themen in der Erklärung berücksichtigt werden, die zum Abschluss der Konferenz von den Regierungen verfasst wird. Die Konferenz ist außerdem eine Gelegenheit für NGOs, internationale Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Industrie, ihre eigenen Verpflichtungen zum Schutz der Ozeane festzulegen. Als Teil dieses Prozesses haben wir uns zu einigen Initiativen verpflichtet, einschließlich der Zusammenarbeit mit Partner-NGOs und Industrie, um die Belastung durch Unterwasserlärm einzuschränken und außerdem die Entwicklung der IFAW Whale Alert App, die dazu beiträgt, Kollisionen mit Schiffen zu verhindern.

 

Die Industrie spielt beim Schutz von Walen und anderen Meereslebewesen vor Bedrohungen durch die Seeschifffahrt eine unglaublich wichtige Rolle. In den USA haben wir ein Programm zur Unternehmensverantwortung eingeführt, um die gefährdeten Glattwale im Nordatlantik vor Kollisionen mit Schiffen zu schützen. Anlässlich des diesjährigen Tags des Meeres stellen wir die erfolgreichen Reedereien COSCO und MSC als großartige Beispiele für Branchenführer heraus, die diese Probleme angehen.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch.

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20 April 2017

?Hai-Alarm – Mensch gefährdet Hai!

Auch in Nord- und Ostsee gibt es zahlreiche Haiarten (wie hier im Bild: den Dornhai). Ein Großteil davon ist vom Aussterben bedroht: Fischerei, Schadstoffe im Meer, Veränderungen des Lebensraums und der Klimawandel machen den Haien das Überleben schwer. Deshalb setzen wir uns beispielsweise für einen besseren Schutz der Meere und eine schärfere Regulierung der Fischerei in Meeresnaturschutzgebieten ein.

Eine neue Studie des Bundesamt für Naturschutz BfN gibt erstmals umfassend Aufschluss über Vorkommen und Gefährdung von Haien, Rochen und Chimären in Deutschland.

 

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15 Februar 2017

Explosionsgefahr: Wale werden vom Strand entfernt

Die in Neuseeland gestrandeten Wale werden abtransportiert. Sie sind nicht nur unschön anzusehen – sie können sogar gefährlich werden.

 

Wellington:  Aus Sorge vor "Fäulnisbomben" sind die Kadaver von etwa 350 in Neuseeland gestrandeten Grindwalen von der Küste weggebracht worden. Die toten Tiere wurden mit Baggern in ein abgesperrtes Dünengebiet transportiert, wo sie nun in den Dünen verwesen sollen.

Die Naturschutzbehörde DOC begründete dies am Dienstag damit, dass die Kadaver aufquellen und durch Fäulnisgase sogar explodieren könnten. Dies könne auch für Menschen zur Gefahr werden.

 

Sicherheitshalber schnitten Helfer auch tiefe Löcher in die Kadaver, damit das Gas entweichen kann. Es wird Monate dauern, bis die riesigen Tiere – manche bis zu acht Meter lang – schließlich zu Skeletten geworden sind.

Der Strand von Farewell Spit, wo seit Freitag vergangener Woche insgesamt etwa 650 Wale gestrandet waren, ist mittlerweile für Besucher gesperrt. Mehr als die Hälfte der Tiere konnten nicht gerettet werden. Mehreren hundert freiwilligen Helfern gelang es aber, etwa 280 Wale zurück ins offene Meer zu treiben. Was genau das Massensterben verursacht hat, ist weiterhin unklar.

 

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 31 Juli 2016

Ungewollter Beifang: Hunderttausende Wale und Delfine sterben im Netz Bulgarien untersagt Fischerei wegen zu vieler toter Delfine

Wie "MDR Wissen" berichtet, hat die bulgarische Regierung die Fischerei in Gebieten, in denen sich viele Delfine aufhalten, vorsorglich untersagt. Sofia setzte diese Sondermaßnahme in Kraft, weil in diesem Jahr bereits mehr als 108 Delfine tot an Bulgariens Küsten strandeten. An einigen Stränden hat es aber auch Lebend-Strandungen gegeben.

 

So sollen allein an den Stränden des beliebten Urlaubsortes Burgas bereits 77 tote Delfine gefunden worden sein, so die Behörden. Man hofft, dass die Todesursache noch geklärt werden kann.

 

Zweites Delfin-Massensterben im Schwarzen Meer
Bereits 2012 waren im Schwarzen Meer 200 Delfine und Schweinswale verendet und an der südöstlichen Krim-Küste gestrandet. Ukrainische Meeresbiologen gingen damals auch von einer Vergiftung als möglicher Ursache aus, da bei höchstens der Hälfte der gefundenen toten Meeressäuger die üblichen, durch Fischernetze verursachten Verletzungen festgestellt wurden.

Die drei im Schwarzen Meer isoliert lebenden Kleinwal-Unterarten, Gemeiner Delfin, Großer Tümmler und Schweinswal, sind vom Aussterben bedroht und streng geschützt. In Bulgarien wird ihr Töten mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet.

 

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14 Juni 2016

Durchbruch in der Tierhaltung US-Aquarium beendet Delfin-Haltung in Wasserbecken

Es ist ein bisher einmaliger Schritt in der Welt der Unterwasser-Attraktionen: Das National Aquarium Baltimore hat angekündigt, die Haltung von Delfinen in Wasserbecken zu beenden. Bis 2020 will dass Aquarium ein eigenes Wasserschutzgebiet einrichten, das die bisherige Beckenhaltung ersetzen soll.

 

Die acht Meeressäuger, die derzeit im Aquarium leben und von denen sieben in Gefangenschaft geboren wurden, sollen dann an einem tropischen oder subtropischen Ort als Kolonie in echtem Meerwasser untergebracht werden. Zwar werden sie nicht in Freiheit entlassen, der neue Lebensraum soll dem natürlich Lebensraum jedoch so nah wie möglich kommen, so die Aquariumbetreiber. „Es gibt, soweit wir wissen, nirgendwo ein Modell dafür“, sagte Aquariumsleiter John Racanelli gegenüber der Presseagentur AP.

„Wir sind auf diesem Gebiet Pioniere, und wir wissen dass wir weder die einfachste noch die preiswerteste Option gewählt haben.“ Im neuen Wasserschutzgebiet soll die Beobachtung des natürlich Verhaltens der Tiere im Fordergrund stehen.

 

Das National Aquarium Baltimore, das eine Einheit mit dem National Aquarium in Washington bildet, zählt zu den größten der Welt. Es beheimatet rund 750 Tierarten in mehr als 8 Millionen Liter Wasser.

 

Delfinarien weltweit in der Kritik

Delfinarien weltweit stehen seit Jahren stark in der Kritik. Tierschützer fordern ein Ende der Haltung von Meeressäugern auf engem Raum und in künstlich aufbereitetem Wasser. Im März hatte die Meeres-Themenparkkette Seaworld bekanntgegeben, sein umstrittenes Orca-Zuchtprogramm zu beenden. Der Kette gehören 29 Orca-Wahle und knapp 200 Delfine.

 

In Deutschland halten der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg weiter an Delfinarien fest.

 

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1 März 2016

Ein Schweinswal wurde hinter einem Auto festgebunden und wurde von dem Fahrzeug hinter her gezogen. Dem Tier fehlten sowie der Kopf als auch die Eingeweide.

Das meldet die Tierrettung, welche den Schweinswal an der Leeuwarder Courant aufgespürrt hatte. Am Tatort sind Reifenspuren von einem Geländewagen gefunden worden. Das Tier war außerdem trächtig, der ungeborenen Tümmler lag neben der Mutter.

Es ist noch unklar, ob das Säugetier tot oder lebendig war, als es so misshandelt wurde. Das Weibchen wird derzeit an der Universität Utrecht untersucht, die Polizei ermittelt ebenfalls an dem Fall.

 

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22 März 2016

Das brutale Geschäft mit den Haifischflossen

Fast die Hälfte des globalen Haifischflossen-Handels läuft über Hongkong. Tierschützer kämpfen erfolgreich gegen das Geschäft. Jetzt fühlen sich die Hai-Händler bedroht.


Yang Hei Shen ist Händler in Hongkong. Sein richtiger Name lautet anders. Doch Yang möchte nicht, dass er veröffentlicht wird, denn sein Geschäft ist heikel: Der 74-Jährige handelt mit Haifischflossen. Sein Arbeitsplatz liegt im Stadtviertel Sheung Wan, in der Straße Bonham Strand West. "Mein Chef sitzt in den USA", sagt Yang. "Ich bin sein bester Mitarbeiter. Seit über zehn Jahren bin ich in der Firma."

 

Das Unternehmen hat schon bessere Zeiten gesehen. Um die Jahrtausendwende hat es acht bis zehn Tonnen Haifischflossen verkauft; 2011 nur noch gut drei Tonnen. In ganz Hongkong fallen die Umsätze. Jahr für Jahr gehen sie der örtlichen Marine Products Association zufolge um rund fünf Prozent zurück.

 

Nirgendwo werden so viele Haifischflossen gehandelt wie in Hongkong. Ungefähr die Hälfte des globalen Handels mit der Flosse läuft über die Häfen der Stadt. Zwar gibt es keine exakten Statistiken darüber. Aber die Umweltorganisation Oceana, die sich seit 2001 für die Konservierung der Weltmeere einsetzt, gibt an, dass im Jahr 2008 knapp 10.000 Tonnen Haifischflossen die chinesische Sonderverwaltungszone passiert und 87 Länder die Delikatesse der chinesischen Küche nach Hongkong exportiert haben. Die Hongkong Shark Foundation schätzt den Umsatz mit den Flossen für das Jahr 2010 auf rund 2,6 Milliarden Hongkong Dollar, rund 260 Millionen Euro.

Der Handel ist lukrativ: Eine einzelne Haifischflosse kann bis zu 1.000 Euro kosten, für einen Teller Haifischflossensuppe zahlt man umgerechnet rund 80 Euro.

Brutales "Finning"

 

Umweltschutzorganisationen kritisieren das Geschäft schon seit Langem. Manche Hai-Arten sind vom Aussterben bedroht oder zumindest in ihrem Bestand gefährdet. Genaue Daten gibt es nicht, aber die Weltlandwirtschaftsorganisation FAO geht davon aus, dass im Jahr 2006 etwa 760.000 Tonnen Haie und verwandte Arten gefangen wurden. Die Hongkong Shark Foundation gibt an, jährlich würden über 70 Millionen Haie getötet.

 

Die Tiere werden direkt gefischt, meist mit langen Leinen, oder sie verenden als Beifang in den Netzen. Besonders qualvoll ist das "Finning": Dabei ziehen die Fischer die Haie direkt aus dem Wasser, schneiden ihnen die Rückenflosse ab und werfen das Tier zurück ins Meer. Die verletzten Fische verenden.

 

Doch das Geschäft schrumpft. In den Restaurants von Hongkong ist das zu spüren. Große Hotelketten wie das Island Shangri-la oder das Peninsula Hotel servieren seit einigen Monaten keine Haifischflossensuppe mehr. Das Shangri-la will keine Zahlen dazu nennen, doch auf Nachfrage bestätigt die Pressesprecherin Leanne Chan, dass die Suppe einen großen Anteil an den Einnahmen mit Banketten gehabt habe. Dennoch habe man sich entschlossen, keine Haifischflossen mehr anzubieten. Stattdessen gebe es nun andere Angebote. "Unsere Gäste unterstützten den Schritt voll und ganz."

 

Es sind vor allem die jungen Leute, die der teuren Delikatesse entsagen. Paare verzichten auf Hochzeiten in Hongkong und zunehmend auch in Festlandchina darauf, Haifischflossensuppe auf die Speisekarte zu setzen. Oft wird ihnen dafür ein Rabatt eingeräumt.

 

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02 März 2016

Wie gelangt der Müll in das Meer?

Plastikmüll in den Ozeanen ist zu einem immer größeren Problem geworden. Doch woher stammt der ganze Abfall eigentlich? Und wie gelangt er ins Meer? Diese Infografik stellt die Wege des Mülls in die Weltmeere dar und welche Folgen er dort haben kann.

 

 

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19 Februar 2016

Das ist ein trauriger Rekord Artikel vom 19.2.2016

An den Küsten der Nordsee strandeten so viele Wale wie nie zuvor. Über die Ursachen sprachen wir mit dem Biologen David Pfender von der Walschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation

In den letzten Wochen sind insgesamt 29 Pottwale an den Küsten der Nordsee gestrandet. Ist so etwas schon mal vorgekommen? David Pfender: Nein, das ist ein trauriger Rekord. Und es sind ja nicht nur die Pottwale, sondern auch noch ein Orca, ein Zwergwal, ein Gemeiner Delfin und zwei Streifendelfine.

 

Können Sie schon etwas zu den Ursachen sagen? Leider noch nicht. Wir warten noch auf die Untersuchungsergebnisse. Nur bei dem jungen Orca kann man annehmen, dass er im Sturm von seiner Mutter getrennt wurde und gestrandet ist . Für alle anderen Strandungen kommt ein ganzes Bündel von Ursachen in Betracht.


Eine mögliche Ursache ist Unterwasserlärm. Wale haben einen sehr empfindlichen Hörsinn, und Druckwellen, wie sie bei Sprengungen, Erdöl- und Erdgas-Erkundungen oder Sonarübungen der Marine entstehen, können, wenn sie nicht tödlich sind, ihr Gehör stark schädigen. Und damit wäre auch ihre Orientierung beeinträchtigt. Es gab im vergangenen Dezember auch ein Erdbeben in der Nordsee. Auch das könnte Stress und Desorientierung verursacht haben.

Eine etwas esoterisch anmutende These bezieht sich auf Sonnenwinde ...
Es gab im vergangenen Jahr eine besonders heftige Sonneneruption. Solche Eruptionen führen regelmäßig dazu, dass durch geomagnetische Stürme das Magnetfeld der Erde abgeschwächt wird. Es gibt wissenschaftliche Autoren, die einen Zusammenhang mit den Strandungen immerhin für möglich halten. Denn Wale orientieren sich auf ihren Wanderungen sehr wahrscheinlich auch am Magnetfeld der Erde.

 

Aber auch an ihrer Nahrung ...
Richtig. Pottwale sind in der Nordsee nicht heimisch. Wir wissen aber, dass sich ihre Hauptnahrung, die Kalmare, in Richtung Nordsee ausbreiten. Es könnte also sein, dass die Wale einfach ihrem Futter gefolgt sind und dann in den unbekannten Gewässern die Orientierung verloren.

 

Aber warum schwimmen so viele dieser klugen Tiere in die falsche Richtung?
Bei den gestrandeten Pottwalen handelte es sich um eine Junggesellengruppe im Alter von ungefähr 10-20 Jahren. Pottwale bilden von Zeit zu Zeit engere Verbände, die sich zeitweilig gegenüber einem Anführer loyal verhalten. Wenn der sich, aus welchen Gründen auch immer, verirrt, oder eben falsch in die Nordsee abbiegt, folgen ihm die anderen.

 

Was muss passieren, um solche Massenstrandungen in Zukunft zu verhindern?
Man kann schwer Maßnahmen fordern, wenn man die Ursachen nicht genau kennt. Grundsätzlich ist aber die Lärmbelastung in der Nordsee viel zu hoch. Und die Belastung durch Müll. In den Mägen der Pottwale wurden Fischernetze gefunden, und weil die Tiere am Ende der Nahrungskette stehen, sammeln sich in ihnen Schadstoffe an. Das schwächt ihr Immunsystem und ihre Reproduktionsfähigkeit. Diese Probleme müssen wir jetzt anpacken.

 

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17 Februar 2016

Überfischung:
Mit Überfischung bezeichnet man die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes in einem Gewässer durch Fischfang. Überfischung liegt vor, wenn in einem Gewässer dauerhaft mehr Fische gefangen werden als durch natürliche Vermehrung nachwachsen oder zuwandern. Es gilt als typisches Beispiel für ein soziales Dilemma im Sinne der Tragik der Allmende.

 

Merkmale der Überfischung:
Überfischung ist, vor allen anderen menschlichen Eingriffen in marine Ökosysteme, die wichtigste Ursache für den derzeit zu beobachtenden massiven Rückgang der Bestände vieler Arten (Spezies) in den Meeres- undKüstenökosystemen. Bei einigen Arten kann es sogar zum Aussterbenkommen. Weitere tiefgreifende ökologische Störfaktoren in Meeresökosystemen sind unter anderem Schadstoffeintrag, Überdüngung, Abbau von Bodenschätzen und anthropogene Klimaänderung. In Zeiten vor der menschlichen Einflussnahme gab es von den betroffenen Fischarten, im Vergleich zu heute, sehr viel mehr Exemplare.

 

Paläoökologische, archäologische und historische Daten zeigen, dass es vom Beginn der Überfischung bis zu den zwangsläufig folgenden dramatischen Änderungen in den ökologischen Lebensgemeinschaften (Biozönosen) eine zeitliche Verzögerung von Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gibt. Dies erklärt sich daraus, dass nicht befischte Spezies derselbentrophischen Ebene (Stellung in der Nahrungskette) die ökologische Nische der überfischten Spezies einnehmen – solange, bis sie ihrerseits überfischt oder an epidemischen Krankheiten als Folge ihrer Überbevölkerung (verursacht durch das Wegfallen der konkurrierenden Spezies) dezimiert sind.

 

Laut dem Zweijahres-Bericht (The state of World Fisheries and Aquaculture 2006) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) zum Fischfang, der im März 2007 veröffentlicht wurde, sind 52 % der Meeresfisch-Bestände so intensiv befischt, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist. Von allen beobachteten Beständen befinde sich ein Viertel in bedenklichem Zustand. Dieser Teil sei entweder übernutzt (92 ± 1 %), stark zurückgegangen (7 %) oder erhole sich langsam (1 %). Betroffen sind vor allem Arten, die zwischen nationalen Hoheitsgewässern wandern oder außerhalb dieser Zonen gefischt werden. Dazu zählen mehr als die Hälfte der wandernden Hai-Arten und zwei Drittel der wandernden Hochseebestände, wie Kabeljau, Heilbutt, Blauflossen-Thunfisch, Granatbarsch oder Riesenhai. Die Zahl der nur moderat ausgebeuteten Fischbestände ist seit den 1970er Jahren bis 2006 von 40 % auf 23 % gesunken. Überfischte Meere sind der Studie zufolge vor allem der Südost-Atlantik, der Südost-Pazifik, der Nordost-Atlantik (und damit die Nordsee) sowie die Lebensräume der Hochsee-Thunfischarten im Atlantik und im Indischen Ozean. In diesen Gebieten betrage der Anteil der überfischten Bestände bereits 46−66 %. Laut Greenpeace Schweiz (Broschüre "Stoppen wir die Plünderung der Meere", August 2009) hat sich die totale Fangmenge seit 1950 verfünffacht, und dies ohne die illegalen Fang-Aktivitäten. Der Restbestand an Blauwalen betrage nur noch 1,7 %, derjenige an Thunfisch 10 %. Man müsse deshalb, so Greenpeace, 40 Prozent der Meere unter Schutz stellen und vor allem den bisherigen Fischbestand halten.

 

In der EU-Fischereipolitik werden Quoten festgelegt, welche die Empfehlungen der ICES jedes Jahr durchschnittlich um 48 % überschreiten. Dies ist einer der wesentlichen Gründe, warum inzwischen 88 % der Fischbestände in den EU-Gewässern überfischt sind, während es in den 1970er Jahren lediglich 10 % waren. Überfischung kann auch zur Ursache von Konflikten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werden. So nennt der Kenianer Andrew Mwangura, dessen Seafarers Assistance-Programme in 90 Prozent aller Kaperungen zwischen somalischen Piraten und Reedern vermittelt, illegales Fischen als Wurzel der Piraterie.

 

Maßnahmen gegen Überfischung:
In vielen traditionellen Gesellschaften wurde der Fischfang durch Allmende- oder Tabu-Regeln begrenzt, wobei die Erträge in einigen Fällen höher lagen als heute. Heutige Maßnahmen gegen die Überfischung sind z. B. supranationaleFischereiabkommen, selektiver Fischfang, die Einrichtung von Meeresschutzgebieten und Fischerei-Schutzzonen, mit denen der freie und ungehinderte Fischfang zeitlich begrenzt bzw. dauerhaft eingeschränkt oder durch Fangquoten festgeschrieben werden. Auch die Festlegung von ausreichenden Mindestmaßen von Maschenbreiten der Netze hilft gegen Überfischung.

 

Verbraucherinformationen:
Ratgeber von Umweltschutzorganisationen wie beispielsweise von Greenpeace oder dem WWF und Umweltzeichen auf Produkten, wie beispielsweise das des MSC (Marine Stewardship Council), das Label Friend of the Sea (FOS), das Label fair-fish für tierschonende, nachhaltig und fair bezahlte Fischerei oder das vom US-amerikanischen Earth Island Institute ins Leben gerufene Programm SAFE für delfinsicher gefangenen Thunfisch, versuchen Verbraucher auf das Problem aufmerksam zu machen.

 

Umweltschutzorganisation:
Eine Umweltschutzorganisation ist eine Organisation, die gegen aus ihrer Sicht schädliche Veränderungen der Biosphäre vorgeht und die Lebensgrundlagen des Menschen möglichst unversehrt erhalten will bzw. sich für nachhaltige Entwicklungen einsetzt. Die größten deutschen Umweltverbände sind der BUND und der NABU. Eine der bekanntesten Umweltschutzorganisationen ist Greenpeace. Einige Umweltaktivisten wenden auch Aktionen des zivilen Ungehorsams an und riskieren häufig Geldstrafen, manchmal gar ihre körperliche Unversehrtheit. Für aufsehenerregende Aktionen in diesem Sinne sind vor allem die Anti-Atomkraft-Bewegung, Greenpeace,Sea Shepherd Conservation Society und Robin Wood bekannt. Bekannte Umweltaktivisten sind Al Gore, Monika Griefahn, David McTaggart und Wangari Muta Maathai.

 

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17 Februar 2016

Plastikmüll in den Ozeanen

Ist ein globales Umweltproblem. Nach einer Anfang 2015 im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Studie gelangten im Jahr 2010 etwa 8 Millionen Tonnen dieses Mülls in die Ozeane, wobei das Konfidenzintervall mit 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr angegeben wurde.
Plastikteile, Mikroplastik sowie deren Zersetzungsprodukte sammeln sich insbesondere in einigen Meeresdriftströmungswirbeln an und führen zu einer erheblichen Verdichtung in manchen Meeresregionen; demNordpazifikwirbel (englisch North Pacific Gyre) brachte das den Beinamen Great Pacific Garbage Patch (deutsch Großer Pazifikmüllfleck) ein (erstmals 1997 beschrieben).


Mitte 2014 wurde gemeldet, dass Geologen an der Küste der Insel Hawaii Gebilde aus geschmolzenen Kunststoffen, Vulkangestein, Korallenfragmenten und Sandkörnern entdeckt hätten, die sie aufgrund ihrer Festigkeit als eine eigene Art Gestein bezeichneten, als´Plastiglomerat. Plastik-Einlagerungen in Gestein werden unter anderem auch beim so genannten Beachrock beobachtet.


In den Meeren treibender Plastikmüll wird durch Wellenbewegung und UV-Licht auf Dauer zerkleinert, wobei ein immer höherer Feinheitsgrad bis hin zur Pulverisierung erreicht werden kann. Bei einem hohen Feinheitsgrad wird das Plastikpulver von verschiedenen Meeresbewohnern sowie unter anderem auch von Plankton statt oder mit der üblichen Nahrung aufgenommen. Angefangen beim Plankton steigen die Plastikpartikel, an denen ggf. auch giftige und krebsverursachende Chemikalien wie DDT und Polychlorierte Biphenyle anhaften können, in der Nahrungskette immer weiter auf. Auf diesem Weg gelangt der Plastikmüll mit den anlagernden Giftstoffen auch in die für den menschlichen Verzehr bestimmten Lebensmittel. In den 1980er Jahren gingen Wissenschaftler noch davon aus, dass die Plastikteilchen nicht weiter umweltrelevant seien, da sie ähnlich wie treibende Tangpflanzen eine Besiedlung durch Algen und Kleinstlebewesenaufweisen. Das wissenschaftliche Fachjournal Environmental Science & Technology berichtete von einer Untersuchung an vielen Stränden auf allen sechs Kontinenten, welche überall Mikroplastikteilchen nachwies; dazu gehören wohl auch Fasern aus Fleece- und anderen Kleidungsstücken aus synthetischen Materialien: Im Abwasser von Waschmaschinen wurden bis zu 1900 kleinste Kunststoffteilchen pro Waschgang gefunden. Laut der Science-Studie von Anfang 2015 entspräche das Ergebnis des errechneten Eintrags von schätzungsweise durchschnittlich jährlich ca. acht Millionen Tonnen „fünf Supermarkt-Tüten voller Plastik pro 30 Zentimeter Küstenlinie“,laut einem Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) von Ende 2014 gelangen jedes Jahr rund 6,4 Mio. t Plastik-Abfälle in die Ozeane.

 

Ende 2014 berichtete eine internationale Forschergruppe im Fachmagazin PLOS ONE nach ihrer Auswertung von Zahlen aus 24 Untersuchungen mit über 1.500 einzelnen Datensammlungen, darunter erstmals auch für Plastikteile > 5 mm, dass sich in den Weltmeeren: den fünf subtropischen Meereswirbeln, an belebten Küstengebieten Australiens, im Golf von Bengalen sowie im Mittelmeer mehr als 269.000 Tonnen bzw. mehr als 5,25 BillionenTeilchen Plastikmüll befänden. Die kleinsten Teilchen hätten sich abseits nahe dem Nordpol gefunden. Laut Informationen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und Wissenschaftlern der Sea Education Association (SEA) gab es lange keine präzise Schätzung der Größe der von Plastikmüll verseuchten Gebiete. Laut deutschem Umweltbundesamt befanden sich 2013 100 bis 150 Millionen Tonnen Abfälle in den Meeren, 60% davon aus Plastik. 70% des Abfalls sänken auf den Meeresboden, 15% schwämmen an der Wasseroberfläche und 15% würden an Strände gespült. Auf Fotografien vom arktischen Tiefseeboden zwischen Spitzbergen und Grönland fanden sich hochgerechnet „83 Müllteile pro Fußballfeld“ 2010 hatte sich dort in 2.500 Metern Tiefe nach zehn Jahren die Menge des abgesunkenen Plastikmülls verdoppelt. Eine Studie unter der Leitung des Spanish National Research Council (CSIC) hat, basierend auf einer mehrmonatigen Expedition (2010/2011) und Probenentnahmen an über 300 Orten der Weltmeere berechnet, dass 88% der weltweiten Meeresoberflächen mit Mikroplastik verschmutzt sind.


Nach Informationen des United Nations Environment Programme (UNEP) von 2005 schwimmen durchschnittlich bis zu 13.000 Plastikteilchen auf jedem Quadratkilometer Ozean. Die NOAA weist jedoch darauf hin, dass UNEP zu dieser Angabe keine wissenschaftliche Quelle anführt.

Mittelmeer:
Im Mittelmeer kommt Schätzungen zufolge auf zwei Plankton-Lebewesen ein Teil Mikroplastik bzw. es wurden bis zu 300.000 Teilchen pro Quadratkilometer gefunden.

 

Nord- und Ostsee:
Ca. 20.000 Tonnen Müll, vor allem aus Schifffahrt und Fischerei, gelangen jährlich in die Nordsee. Entlang untersuchter Strandabschnitte der Wattenmeerküste Deutschlands und Hollands machten Plastik und Styropor über 75 Prozent des angespülten Abfalls aus; auf dem Grund der Nordsee sollen 2012 rund 600.000 Kubikmeter Plastikmüll gelegen haben.
An der Küste der Ostsee befinden sich an manchen Strandabschnitten bis zu sieben Abfallteile pro Meter,[15] an den Küstenlinien des Nordostatlantiks (OSPAR-Region) fanden sich in den Jahren 2000 bis 2006 durchschnittlich 712 Müllteile pro 100 m. Rund um Großbritannien wurden durchschnittlich 12.000 bis maximal 150.000 Mikroplastik-Partikel pro Quadratkilometer gefunden.

 

Nordpazifik:
Besonders bekannt für seine erhöhte Konzentration von Plastikteilen ist das Gebiet des Nordpazifikwirbels zwischen Nordamerika und Asien, das auch als Great Pacific Garbage Patch bezeichnet wird. In englischsprachigen Medien wurde das von Plastikmüll betroffene Gebiet als doppelt so groß wie Texas oder doppelt so groß wie die Vereinigten Staaten beschrieben. Eine Wissenschaftlerin der Oregon State University kommt zu dem Schluss, dass sich die höchsten bisher veröffentlichten Werte hochgerechnet zu einer geschlossenen Fläche addieren würden, die nur einem Prozent der Größe von Texas entspräche. Deutsche Medien vergleichen es mit der Größe Mittel- bzw. Westeuropas. Tatsächlich lässt sich die Größe kaum angeben, da die Grenzen diffus sind - lediglich die Partikelkonzentration ließe sich quantifizieren. Für den Great Pacific Ocean Garbage Patch werden eine Million Teilchen Kunststoff pro Quadratkilometer angenommen, also ein Teil pro Quadratmeter. Anfang 2008 wurde berichtet, dass etwa 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll (mit steigender Tendenz) in dem Müllstrudel zirkulieren.[26] Die Plastikteile sind laut Informationen der NOAA bis zu 16 Jahre in dem Kreisel zu finden. Unter anderem von Charles Curtis Ebbesmeyer stammen verschiedene Strömungsmodelle zur Anlandung im Küstenbereich. Nach einer im Oktober 2015 im Magazin Polar Biology online veröffentlichten Mitteilung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) fänden sich Plastikabfälle auch bereits auf der Wasseroberfläche der Arktis (Nordpol). Die Herkunft sei unklar; entsprechende Daten wurden erstmals bei einer Expedition 2012 zwischen Grönland und der östlich davon liegenden Inselgruppe Spitzbergen erhoben.

 

Weitere Müllstrudel:
Der subtropische Wirbel des Nordpazifiks ist der größte der fünf großen Strömungskreise in den Ozeanen. Doch das Müllproblem hat bereits andere Gebiete erreicht: In der Sargassosee im Nordatlantik wurden ebenfalls hohe Konzentrationen von Plastikmüll nachgewiesen. Auch im nördlichen Atlantik gibt es zwischen 22 und 38 Grad Nord eine große Menge Plastikmüll. Die maximale Dichte der Kunststoffteilchen beträgt 0,2 Teilchen pro Quadratmeter. Diese Menge ist mit der im Great Pacific Garbage Patch enthaltenen vergleichbar. Im Oktober 2015 warnten Wissenschaftlers des Alfred-Wegener-Instituts vor der Möglichkeit der Entstehung eines weiteren (weltweit des sechsten) Müllstrudels in der Barentssee, dessen Teilchen bis in die Framstraße verfrachtet werden könnten. Die Teile stammten von den nordeuropäischen Küsten.

 

Herkunft:
Laut einer Anfang 2015 von Science veröffentlichten Studie sind die Hauptverursacher des jährlichen Mülleintrags die Länder China, Indonesien, Vietnam und die Philippinen.[2] In den Ländern mit den untersuchten 192 Küstenregionen seien 2010 275 Mio. t Plastikmüll produziert worden, 99,5 Mio. t davon seien aus der Bevölkerung gekommen, die innerhalb eines 50-Kilometer-Streifens an der jeweiligen Küste lebe und woher vermutlich der größte Teil der Kunststoffreste stamme, 31,9 Mio. davon seien unsachgemäß entsorgt worden, was schließlich zum errechneten Ergebnis führe. „Die 20 Länder mit der höchsten Verschmutzungsquote seien für 83 % aller unsachgemäß behandelten Plastikabfälle verantwortlich“. Plastikflaschen benötigen laut Umweltbundesamt 450 Jahre für ihre Zersetzung, ein Fischfang-Nylonnetz sogar 600 Jahre - von ihnen geraten jährlich ca. 25.000 Stück unkontrolliert in die Meere. Plastikmüll wird über die Flüsse ins Meer geschwemmt. Vielfach werden auch Mülldeponien und wilde Müllkippen im Ödland an Flüssen, Sümpfen oder Meeresküsten aufgeschüttet.


Ladungsverluste dürften den kleinsten Teil ausmachen. Bekannt wurde der Fall des Frachters Hansa Carrier, der am 27. Mai 1990 über 60.000 Turnschuhe verlor. Auf derselben Route wie die Hansa Carrier verlor das Frachtschiff Tokio Express auf dem Weg vonHongkong nach Washington 29.000 bunte Spielzeugtiere (gelbe Plastik-Enten), die als Friendly Floatees bekannt wurden. Seitdem werden etwa alle drei Jahre Teile dieser verlorenen Ladung in Alaska angespült. Demnach bewegt sich der Müll mit elf Zentimetern pro Sekunde (entspricht 0,4 km/h) in einem riesigen Kreis.Auch ausgediente, weggeworfene oder verloren gegangene Kunststoff-Fischernetze haben einen gewissen Anteil am Plastikmüll in den Ozeanen und Auswirkungen auf die maritime Umwelt, insbesondere in Form der „Geisternetze“. Eine weitere große Quelle von Müll im Nordpazifik war der Tsunami infolge des Tōhoku-Erdbebens im Jahr 2011, der große Mengen von Gegenständen aller Art ins Meer spülte, die seitdem im Nordpazifik umhertreiben. Die Größe des dadurch entstandenen „Müllteppichs“ wird mit einer Fläche größer als die Bundesrepublik Deutschland angegeben.

 

Bestandteile:
Der Meeres-Plastikmüll besteht aus ausgedienten Plastiktüten, Wasserflaschen, Einwegrasierern, CD-Hüllen, Eimern, Kabeltrommeln, Zahnbürsten, Feuerzeugen und anderen Gegenständen: Die Kunststoffe werden durch Gezeiten und die Wirkung der Wellen teilweise in immer kleinere Stücke zerteilt. Im Lebensraum der Wattwürmer an der Nordsee macht beispielsweise der Kunststoff Polyvinylchlorid mehr als ein Viertel der Mikroplastikpartikel aus; dieser wird u. A. für Fensterrahmen, Rohre, Fußbodenbeläge, Kabelummantelungen, verschiedene Foliensorten und Kreditkarten verwendet.


Einige Kunststoffe werden durch die Lichteinwirkung und Freisetzung der enthaltenen Weichmacher spröde und brechen auseinander; so entstehen unter anderem 3–5 mm große so genannte Pellets, die von Meerestieren mitPlankton verwechselt und aufgenommen werden. Noch kleinere Bruchstücke und freigesetzte Chemikalien werden auch von Planktonorganismen selbst aufgenommen und besiedelt.

 

Wirkung und Verbleib:
in Getränkekästen stecken oder Fische und Delfine in aufgegebenen oder verloren gegangenen Fischernetzen, sogenannten Geisternetzen.
„Von 136 maritimen Arten ist bekannt, dass sie sich regelmäßig in Müllteilen verstricken und strangulieren“

 

Absinken:
Einige Algenarten binden Mikroplastikpartikel an sich und könnten diese von der Meeresoberfläche in tiefere Wasserschichten der Ozeane und damit in die dortigen Biosphären und Nahrungsmittelkreisläufe transportieren.
Aus dem Vergleich der sich in den Meeren befindenden Mengen großen Plastikmülls mit den daraus entstehenden kleinen Fragmenten ergab sich, dass ein großer Teil des Mikroplastiks von der Meeresoberfläche verschwindet, mutmaßlich aufgrund Absinkens in tiefere Meeresregionen dortige Zersetzung.
Biologische Wirkung Darüber hinaus provozieren schwimmende wie auch am Meeresgrund lagernde Plastikteile den Ansatz sessiler Tiere oder derer Larven, zum Beispiel Seepocken, Entenmuscheln, Hydrozoen und Pflanzen wie (Algen oderTange) (vergleiche Riffball); so können sie Ausgangspunkte von künstlichen Biotopen werden. Durch die Meeresströmungen können auf diese Weise Organismen in fremde Ökosysteme eingeschleppt werden und dort unter Umständen einheimische Arten verdrängen. Chemische Reaktionen
Plastikfragmente können (an ihrer Oberfläche) Giftstoffe anreichern. Einige nehmen treibendes Rohöl aus natürlichen und menschlichen Quellen auf und erhalten so eine teerhaltige Oberfläche.


Laut einem Bericht von 2009 kommt es beim Abbau von Polystyrol zur Freisetzung von Giftstoffen. Verwechslung mit Nahrungsmitteln
Albatrosse und Eissturmvögel verwechseln die Abfallstücke mit Futter und fressen sie. Sie fühlen sich satt, verhungern jedoch schließlich mit müllgefülltem Magen. Auch Wale und Delfine fressen den Abfall.[49] Charles Curtis Ebbesmeyer fand in einem verendeten Albatros-Jungtier an die 100 Plastikteile, mit denen es von den Elterntieren gefüttert worden war (National Geographic 10/2005).

 

Fishing for Litter:
Das Projekt Fishing for Litter der KIMO zielt darauf ab, die Nord- und Ostsee von Plastikmüll zu säubern; beim „International Coastal Cleanup Day“ am 25. September jedes Jahres treffen sich weltweit mehrere Hunderttausend Freiwillige, um Küsten, Gewässer und Flussufer von Müll zu säubern. 2010 beteiligte sich in Deutschland erstmals auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Rahmen seines Projekts „Meere ohne Plastik“. Unter dem Motto Beach Cleanup unterstützt Sea Shepherd Müllsammelaktionen nicht nur begrenzt auf Meeresgebiete, sondern auch im Binnenland an Fluss- und Seeufern, in Zusammenarbeit mit Tauchern auch direkt in Gewässern.


„The Ocean Cleanup“:
Das Projekt The Ocean Cleanup wurde im Oktober 2012 von dem 19-jährigen niederländischen Studenten Boyan Slat bei der Veranstaltung TEDx Delft[55] an der TU Delft als Möglichkeit vorgestellt, Millionen Tonnen Plastikabfall aus den Meeren zu sammeln und zu recyceln. Die Technologie befindet sich in der Erprobungsphase und basiert auf dem Einsatz mehrerer Manta-Rochen-förmiger Plattformen, die mit rohrförmigen, auf der Meeresoberfläche treibenden Pontons verbunden sind. Die Technik macht sich die natürliche Meeresströmung zu Nutze sowie die Tatsache, dass ein Teil des zu sammelnden Plastiks auf der Meeresoberfläche treibt. Dies habe den Vorteil, dass Plankton und andere Meeresbewohner nicht mit eingefangen würden.[56] Für die Reinigung veranschlagt er etwa fünf Jahre pro großem ozeanischen Wirbel. Im Juni 2014 wurde durch die von Slat gegründete Ocean Cleanup Foundation eine Machbarkeitsstudie des Reinigungsvorgangs vorgestellt. Insbesondere wurde die Akkumulation des Plastikmülls in den Auffangapparaturen sowie die effiziente Entfernung des Mülls durch die Plattformen untersucht. Hierfür wurden Anlagen in kleinem Maßstab verwendet, sowie umfangreiche Computersimulationen durchgeführt. Die Studie bestätigte die grundsätzliche Machbarkeit des Konzepts. Öffentlich vorgebrachte Kritikpunkte aus wissenschaftlichen Kreisen konnten gemäß Slat durch die Studie entkräftet werden. Im Sommer 2014 wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne die Summe von 2,15 Mio. USD aufgebracht, um eine Pilotanlage zu realisieren.

 

Hausmüll:
Die Entsorgung von Hausmüll über die Flüsse ins Meer zu verbieten, ist ein weiteres wesentliches Anliegen.

Kostenfreie Entsorgung:
Die kostenfreie Entladung des Mülls muss in allen Häfen möglich sein und der Müll an Land fachgerecht entsorgt werden. Die kleine NGO Green-Ocean begann 2006 mit einem Pilotprojekt im Hafen von Livorno: Man kaufte Fischern aufgefischten Plastikmüll ab.[62]Das soll beweisen, dass es durchaus möglich ist, kostengünstig und effektiv Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Bei anderen Projekten werden Fischer dazu motiviert, Plastikmüll einzusammeln und in Häfen abzugeben. Gerade die Fischer sollten ein Interesse daran haben, dass ihre Produkte gesund bleiben.

 

Verbot des Eintrags über Schiffe:
Plastikmüll durch Schiffe in die Ozeane einzubringen, ist bereits 1988 mit dem Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) im Annex V verboten worden: Die Schiffsführung kommerzieller Schiffe ist verpflichtet, in einem sogenannten Mülltagebuch über den gesamten an Bord anfallenden Müll Buch zu führen. Die Abgabe an Land ist mittels einer Quittung nachzuweisen. Verstöße gegen diese Bestimmungen können empfindliche Bußgelder nach sich ziehen; in Deutschland können gemäß Verordnung über Zuwiderhandlungen gegen das Internationale Übereinkommen von 1973 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe und gegen das Protokoll von 1978 zu diesem Übereinkommen (MARPOL-Zuwiderhandlungsverordnung) Bußgelder von bis zu 50.000 € verhängt werden.

 

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9 Februar 2016

Schwertwalstrandung auf Sylt

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung gibt erste Ergebnisse bekannt.
Am Montag, den 8. Februar fand Seehundjäger Claus Dethlefs gegen 9.30 Uhr am Strand von Rantum auf Sylt einen Schwertwal. Das Tier wurde ins Büsumer Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) gebracht und am selben Tag von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersucht.


„Es handelt sich um ein Kalb, das erst seit kurzem tot war“, erklärt ITAW-Leiterin Professorin Dr. Ursula Siebert, „möglicherweise ist es lebend gestrandet.“ Der Schwertwal ist ein 2,46 Meter langes und 185 Kilogramm schweres Männchen. Ausgewachsene Schwertwalbullen können bis zu 9,8 Meter lang werden. Da die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Magen des Tieres Milch fanden, gehen sie davon aus, dass es sich um ein Neugeborenes handelt. Soweit die Obduktion bisher gezeigt hat, war der Schwertwal gesund. „Die Mutter muss das Kalb kurz bevor es strandete verloren haben. Es ist möglich, dass sich eine Gruppe von Schwertwalen in der Nähe der Nordsee aufhielt. Vielleicht ist das Tier durch den Sturm von der Mutter getrennt worden“, vermutet Siebert.


Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellten mit Unterstützung CT- und MRT-Aufnahmen und nahmen zahlreiche Proben, die jetzt im Labor untersucht werden müssen. Mit ersten Ergebnissen ist in zwei bis vier Wochen zu rechnen. Schwertwale sind auch unter dem Namen Orca bekannt und gehören zur Familie der Delfine. Sie sind weltweit verbreitet, in der zentralen und südlichen Nordsee gibt es aber keine feste Population. Die größten Populationen befinden sich im Nordpazifik, im Nordatlantik und den Polarmeeren. „An den deutschen Küsten kommen Schwertwale sehr selten vor, seit 1940 ist dieser Fund das fünfte registrierte Tier. Ob das Tier zur norwegischen Population gehört, müssen genetische Analysen klären“, so Siebert.


Das Skelett des Schwertwales soll im Multimar Wattforum in Tönning ausgestellt werden. Das Multimar ist ein Informationszentrum für den Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein.
Seit Anfang Januar wurden insgesamt 30 Pottwale lebend oder tot an verschiedenen Abschnitten der holländischen, englischen, französischen und deutschen Nordseegewässer gefunden. Erst in der vergangenen Woche strandeten insgesamt zehn Pottwale an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ITAW schlossen die Obduktion der Tiere am vergangenen Sonntag ab.

 

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01 Februar 2016
Acht Pottwale in Dithmarschen gestrandet

Im Wattenmeer vor dem Kaiser-Wilhelm-Koog in Dithmarschen sind acht Pottwale gestrandet. Es handelt sich um junge Bullen von neun bis zwölf Metern Länge. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) hatte gestern eine erste Meldung erhalten. Die Tide und die anbrechenden Dunkelheit ermöglichten es den Mitarbeitern des LKN und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning erst heute früh mit einem Raupenfahrzeug zu den Tieren zu gelangen. Eines der Tiere lag zu diesem Zeitpunkt im Sterben, die anderen waren tot.

 

Alle Tiere liegen dicht beieinander in der nicht zugänglichen Zone 1 des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, etwa fünf Kilometer südlich des Hafens Friedrichskoog und zwei Kilometer vor dem Deich. Trotz absehbar erhöhter Wasserstände und stürmischer Winde soll morgen mit der Bergung der toten Tiere von Land aus begonnen werden.

 

Erst vor drei Wochen waren insgesamt zwölf Pottwale im Wattenmeer tot aufgefunden worden, drei davon in Schleswig-Holstein. Seit den 1990er Jahren strandeten damit 82 Pottwale an der Wattenmeerküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande.

 

Die gelegentlich in der Nordsee vorkommenden Pottwale werden dem Azorenbestand zugerechnet. Die Männchen dieser Population verbringen den Winter im Nordatlantik. Auf ihrer Wanderungen gelangen einzelne Tiere irrtümlich in die für sie zu flache und nahrungsarme Nordsee. Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sie sich dort schlecht orientieren. Wenn die schweren Tiere ins Flachwasser geraten und auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass die Tiere an akutem Herz-Kreislauf-Versagen sterben.

 

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01 Februar 2016
Acht Pottwale in Dithmarschen gestrandet

Im Wattenmeer vor dem Kaiser-Wilhelm-Koog in Dithmarschen sind acht Pottwale gestrandet. Es handelt sich um junge Bullen von neun bis zwölf Metern Länge. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) hatte gestern eine erste Meldung erhalten. Die Tide und die anbrechenden Dunkelheit ermöglichten es den Mitarbeitern des LKN und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning erst heute früh mit einem Raupenfahrzeug zu den Tieren zu gelangen. Eines der Tiere lag zu diesem Zeitpunkt im Sterben, die anderen waren tot.

 

Alle Tiere liegen dicht beieinander in der nicht zugänglichen Zone 1 des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, etwa fünf Kilometer südlich des Hafens Friedrichskoog und zwei Kilometer vor dem Deich. Trotz absehbar erhöhter Wasserstände und stürmischer Winde soll morgen mit der Bergung der toten Tiere von Land aus begonnen werden.

 

Erst vor drei Wochen waren insgesamt zwölf Pottwale im Wattenmeer tot aufgefunden worden, drei davon in Schleswig-Holstein. Seit den 1990er Jahren strandeten damit 82 Pottwale an der Wattenmeerküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande.

 

Die gelegentlich in der Nordsee vorkommenden Pottwale werden dem Azorenbestand zugerechnet. Die Männchen dieser Population verbringen den Winter im Nordatlantik. Auf ihrer Wanderungen gelangen einzelne Tiere irrtümlich in die für sie zu flache und nahrungsarme Nordsee. Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sie sich dort schlecht orientieren. Wenn die schweren Tiere ins Flachwasser geraten und auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass die Tiere an akutem Herz-Kreislauf-Versagen sterben.

 

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13 Januar 2016

Tote Pottwale: Erstes Tier liegt im Hafen

Vor Schleswig-Holsteins Nordseeküste sind inzwischen drei tote Pottwale gesichtet worden - der letzte am Mittwoch vor der zum Kreis Dithmarschen gehörenden Vogelinsel Trischen. Die Bergung der Kadaver gestaltet sich aufgrund des Verwesungszustandes als schwierig. Inzwischen schafften es ein Spezialschiff und ein Schlepper, eines der toten Tiere ins Hafenbecken von Nordstrand zu befördern. Dort sollen Experten am Donnerstag mit ihrer Untersuchung beginnen. Insgesamt sind an der Nordseeküste in den vergangenen Tagen nun schon mindestens elf tote Pottwale angeschwemmt worden. Sie verirrten sich offenbar in der Nordsee - und verendeten im flachen Wasser. Ein Zusammenhang zwischen den Strandungen gilt als wahrscheinlich, da die Tiere in Gruppen auftreten. Schlepper zieht Wal an der Schwanzflosse in den Hafen


So verlief die Bergung eines der bis zu zwölf Meter langen Jungbullen am Mittwoch auf offener See vor Helgoland: Mit Seilen, einem Tragegestell und einem Kran hievten Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) den mehrere Tonnen schweren Kadaver an Bord des Mehrzweckschiffes "Neuwerk". In Küstennähe übergaben sie ihn an die Crew des Schleppers "Odin". Dieses wesentlich kleinere Schiff des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz zog den Wal an der Schwanzflosse, der Fluke, zum Hafen Holmer Siel auf Nordstrand im Kreis Nordfriesland. Der zweite vor Helgoland treibende Wal soll am Donnerstag folgen, ebenso wie das vor Trischen entdeckte Tier. Der bislang letzte tote Pottwal wurde am Mittwochabend in der Wesermündung entdeckt. Am vergangenen Freitag waren bereits vor der Insel Wangerooge zwei tote Pottwale angespült worden. Vor der Küste der niederländischen Wattenmeer-Insel Texel verendeten - trotz Rettungsversuchen - fünf Pottwale. Nach Angaben des Walexperten Jan Herrmann ist es wahrscheinlich, dass die Tiere zusammen von der Arktis in Richtung Äquator schwammen. "Offenbar hat sich eine ganze Gruppe von Jungbullen in der Nordsee verirrt". Sind die Wale erst einmal im flachen Wasser, ist das meist ihr Todesurteil. "Wenn die schweren Tiere ins Flachwasser geraten und auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass die Tiere an akutem Herz-Kreislauf-Versagen sterben," sagt Hendrik Brunkhorst vom Landesbetrieb für Küstenschutz.

 

Nach Angaben eines Sprechers des Nationalparks Wattenmeer sind seit 1990 insgesamt 80 Pottwale an den Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande gefunden worden. In aller Regel handle es sich um Jungbullen, die auf ihrer Wanderung durch den Atlantik zwischen November und März vom Kurs abkommen. 1996 und 1997 waren vor der dänischen Insel Röm 16 beziehungsweise 13 Pottwale gestrandet.

 

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10 Jamuar 2016

AM STRAND VON WANGEROOGE ANGESPÜLT

Woran starben die Pottwale in der Nordsee?
Wangerooge – Tödliches Tier-Drama in der Nordsee.
Den am Freitag auf der Nordseeinsel Wangerooge angeschwemmten zwei toten Pottwalen sind am Samstag Proben entnommen worden.

Im Auftrag des Veterinäramtes solle so die Todesursache ermittelt werden, sagte Inselbürgermeister Dirk Lindner am Samstag. Er wollte am Nachmittag mit Niedersachsens Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz und Vertretern vom Nationalpark Wattenmeer erneut zu den Pottwalen an der Ostspitze der Insel fahren.

 

Die Tiere sind nur bei Niedrigwasser zu erreichen. Sie lägen vor dem Strand auf einer Sandbank, die bei Hochwasser überspült sei, sagte ein Sprecher der Naturschutzgemeinschaft Mellumrat.


„So wie es sich darstellt, sind die Tiere schon tot dort angetrieben worden”, sagte Lindner, der die Pottwale schon am Freitagnachmittag in Augenschein genommen hatte. „Sie haben sich wohl verschwommen. Sobald sie in die Nordsee abbiegen, haben sie keine Chance.


Die verendeten männlichen Tiere sind 12,80 und 11,70 Meter lang. Nach Angaben der Polizei weisen sie lediglich geringe Verletzungen auf, die offenbar nicht zum Tod beigetragen haben.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch.

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Meeressäugern in Gefangenschaft & die Abschlachtungen von Meeressäugern

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