Politik

13 Juni 2017

G7-Gipfel endet im Streit mit Trump - Nur Mini-Kompromisse möglich
Nach zähem Ringen lässt sich Trump im Handelsstreit von den G7 einbinden. Es bleibt der einzige Kompromiss auf dem G7-Gipfel. Sonst bleibt er bei seinem Konfrontationskurs - vor allem beim Klima.

 

Taormina (dpa) - Beim ersten G7-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump haben die großen Industrienationen nur in letzter Minute ein Fiasko abwenden können. Zum Abschluss des Treffens in Taormina auf Sizilien am Samstag gab Trump seinen Blockadekurs in Sachen Freihandel auf und ermöglichte eine leichte Annäherung. Die Einigung konnte aber nicht über die massiven Differenzen mit ihm hinwegtäuschen, die die Staats- und Regierungschefs sonst zur Untätigkeit verurteilte, wie Kritiker bemängelten.

 

In der Klimapolitik stand Trump völlig isoliert da. Die sechs anderen G7-Partner appellierten eindringlich an den US-Präsidenten, dem Klimaabkommen von Paris treu zu bleiben. Trump will nächste Woche über den Verbleib entscheiden, wie er erst nach den Beratungen mit seinen Kollegen über Twitter bekannt gab.

Nach dem Gipfel bezeichnete Trump seine erste Auslandsreise als vollen Erfolg. Trotz der Uneinigkeit mit seinen G7-Kollegen sprach der US-Präsident in einer Rede auf einem US-Stützpunkt auf Sizilien von «großen Fortschritten». Nicht nur mit den G7, sondern auch auf dem Nato-Gipfel habe er «großartige Gespräche» geführt.

Er stimmte zumindest einer Formulierung zum Kampf gegen den Protektionismus zu. So konnte der Handelsstreit entschärft und ein schweres Zerwürfnis mit den USA abgewendet werden. Dies war nach dem Blockadekurs des US-Präsidenten bis zuletzt fraglich gewesen.

 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte die Vereinbarungen zur Handelspolitik als «vernünftige» Lösung. «Wir werden gemeinsam unsere Märkte offen halten und gegen Protektionismus vorgehen, gleichzeitig aber auch dafür Sorge tragen, dass unfaire Handelspraktiken intensivst bekämpft werden.» Dies sei auch im deutschen Interesse. In sechs Wochen empfängt Merkel eine noch größere Runde zum G20-Gipfel in Hamburg - die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrie- und Schwellenländer.

 

Die Differenzen mit den USA «sind in unseren Diskussionen sehr klar geworden», sagte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni als derzeitiger G7-Präsident. Trump sei die Wahl des amerikanischen Volkes und mit dieser werde man nun umgehen. Amerika ist und bleibt unser wichtigster Verbündeter.

 

Trotz der Appelle von Hilfsorganisationen machten die G7 keine konkreten neuen Finanzzusagen im Kampf gegen die Hungersnöte in Afrika. Sie versprachen nur, den UN-Hilfsappell über 6,9 Milliarden US-Dollar «energisch unterstützen» zu wollen. Dafür sind aber erst 30 Prozent zugesagt. Es drohen Hungersnöte für 20 Millionen Menschen im Südsudan, Somalia, Jemen und in Nigeria. «Da haben die G7 ihre Führungsrolle nicht wahrgenommen», sagte Jörn Kalinski von Oxfam.

 

Die Differenzen mit den USA über das Klimaschutzabkommen, das Trump als unfair und schädlich für die US-Wirtschaft empfindet, konnten nicht überbrückt werden. In der Erklärung wurde festgehalten, dass die USA ihre Haltung zum Pariser Abkommen «überprüfen» und «deswegen nicht in der Lage sind, sich dem Konsens über dieses Thema anzuschließen». Die anderen bekräftigen hingegen, die Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase «schnell» umsetzen zu wollen.

 

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sah es als Erfolg an, dass alle anderen Teilnehmer gemeinsam versucht hätten, Trump von der Notwendigkeit des Pariser Abkommens zu überzeugen. Der US-Präsident sei ein pragmatischer Politiker. Er hoffe, dass Trump sehe, dass ein Ausstieg negative Folgen für die US-Unternehmen hätte. Ich glaube, es wäre ein Fehler, sagte Macron. Er zeigte sich entschlossen, keine Abstriche vom Abkommen zuzulassen. «Wir müssen vorangehen.

 

Entwicklungsgruppe übten scharfe Kritik an dem Gipfel. «In einem Jahr mit schon drastisch verringerten Erwartungen haben die G7 einen neuen Tiefpunkt erreicht», sagte Friederike Röder von ONE. «Am schlimmsten ist die Blockade des US-Präsidenten bei Flucht, Zuwanderung und Ernährungssicherheit», sagte Experte Jörn Kalinski von Oxfam. Bitter nötige Initiativen der Italiener seien «in rücksichtsloser Manier einfach vom Tisch gewischt» worden: Das ist nicht staatsmännisch, das ist einfach nur rüpelhaft und verantwortungslos.

 

So musste ein gesonderter Plan Italiens für eine geordnete Zuwanderung» wegen des Widerstands der USA gekippt werden. Die USA setzten sich auch mit ihrer Forderung durch, zwei Absätze in die Abschlusserklärung aufzunehmen, die Sicherheitsaspekte betonen. «Wir bestätigen die souveränen Rechte der Staaten (...), ihre Grenzen zu kontrollieren», hieß es darin. Jedes Land könne im nationalen Interesse entscheiden. Die Unterhändler strichen nur einige noch schärfe Formulierungen aus dem US-Entwurf.

 

Italien hatte die Flüchtlingskrise hervorheben wollen, indem als Tagungsort Sizilien ausgesucht wurde, wo die meisten Flüchtlinge anlanden, die über das Mittelmeer kommen. Auch waren Vertreter aus Äthiopien, Kenia, Niger, Nigeria, Tunesien und Guinea eingeladen. Der Skandal des Gipfels ist, dass die G7-Führer direkt hier nach Sizilien ans Meer kommen, wo 1400 Menschen allein seit Jahresanfang ertrunken sind, und nichts ernsthaft dagegen tun», sagte Ed Cairns von Oxfam. Nach dem Ende des Gipfels zogen um die 1000 G7-Gegner durch die Straßen von Giardini Naxos südlich von Taormina.

 

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12 Mai 2017

Diskussion über Auflagen Elektrofischerei bald in der EU erlaubt?

Schleppnetze und Stromschläge sind besonders nachhaltige Fangmethoden. So argumentieren zumindest Befürworter. Nun diskutieren die EU-Fischereiminister tatsächlich über eine Zulassung der Methoden. Tierschützer finden das ganz und gar nicht gut.

 

Die EU-Staaten wollen auf dem Meer die sogenannte Elektrofischerei unter Auflagen erlauben. Bei der bislang nur von niederländischen und belgischen Booten genutzten Fangtechnik werden Tiere mit Strom vom Grund aufgeschreckt.

 

Die EU-Fischereiminister verständigten sich darauf, dass sie die Methode unter Auflagen genehmigen wollen, wenn wissenschaftliche Gutachten zu ihren Auswirkungen vorliegen. Elektrofischerei auf dem Meer ist in Europa derzeit nur in Pilotprojekten erlaubt. Nun müssen die Staaten sich noch mit dem EU-Parlament einigen.

 

Nach Angaben der EU-Kommission vom August nutzten zuletzt 79 belgische und niederländische Schiffe die Technik. Dabei schleifen sie Schleppnetze über den Meeresgrund, um zum Beispiel Schollen aufzustöbern, die sich im Boden eingraben. Bislang wird das mit schweren Ketten gemacht. Bei der Elektrofischerei werden stattdessen Elektroden eingesetzt, die Stromstöße abgeben.

 

WWF nennt Methode umweltschädlich

Kritiker fürchten unerwünschte Auswirkungen auf Meerestiere. Befürworter argumentieren, die Methode schädige den Meeresboden weniger. "Die Elektrofischerei ist innovativ. Sie ist sehr nachhaltig, denn sie braucht nur gut die Hälfte des Treibstoffs", sagte der zuständige niederländische Staatssekretär, Martijn van Dam. Es sei aus Sicht der Fischer allerdings enttäuschend, dass die Methode nur mit Einschränkungen erlaubt werden solle.

Die Umweltschutzorganisation WWF zeigt sich dennoch alarmiert. "Die Fischereiminister öffnen mit diesem wachsweichen Vorschlag zur Elektrofischerei einer potenziell umweltschädlichen Fangmethode Tür und Tor", warnte Fischereiexpertin Stella Nemecky. Die geplanten Gutachten zu den Auswirkungen reichten nicht aus. Nötig seien echte Umweltverträglichkeitsprüfungen.

 

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20 April 2017

Irland: Wale und Delfine im „wilden“ Südwesten

Delfine, Mondfische, Riesenhaie, Zwergwale, Finnwale und Buckelwale wandern auf ihrer Nahrungssuche allmählich wieder in die irischen Gewässer. Diese wurden von der Regierung schon vor mehr als 25 Jahren zum Schutzgebiet für Meeressäuger erklärt.

Das Meer vor der Südwestküste der grünen Insel gilt dabei als besonders artenreich: Bis zum heutigen Tag wurden hier 24 Wal- und Delfinarten dokumentiert. Diese Region ist daher einer der lohnendsten Orte Europas, um vom Frühling bis in den Winter hinein auf Walsafaris den Giganten der Meere ganz nah zu kommen.

 

Auch andere Spezies lassen sich vor der Küste im Südwesten der Insel gelegentlich blicken – unter anderem Blauhaie, Schweinswale, Grindwale und sogar Orkas. Daneben sind diese Gewässer die Heimat von Delfin- und Robbenbeständen, die man das ganze Jahr über mit hoher Zuverlässigkeit beobachten kann. Gleiches gilt für eine Reihe von Seevögeln – wie Tölpel, Kormorane, Tordalken oder die beliebten Papageientaucher.

 

Lohnende Spots für die Wal- und Delfinbeobachtung finden sich vor allem an der Küste vor der Grafschaft Cork, wo riesige Schwärme von Plankton, Krill und Heringen zahlreiche Walarten anziehen. Wenn die Sonne hinter Irlands südlichster Insel Cape Clear untergeht, bietet sich beispielsweise ein fantastischer Anblick – und an den Sommerabenden haben die Besucher beste Chancen, Wale auftauchen zu sehen. Entsprechende Touren kann man unter anderem auf www.corkwhalewatch.com und www.whalewatchwestcork.com buchen.

 

Im Westen Irlands ist Carrigaholt in der Grafschaft Clare ein idealer Ausgangspunkt, wenn man hohen Seegang vermeiden möchte. An der Mündung des Shannon begegnet man Europas größter Schule von Tümmlern, die aus 200 standorttreuen Artgenossen besteht – und in der Walbeobachtungssaison oft auch Finn- und Zwergwalen. Nähere Infos sind auf www.dolphinwatch.ie zu finden.

 

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25 Januar 2017

Fischerei Wenig Kontrollen der Fischer auf Nord- und Ostsee

Die Fischer an Nord- und Ostsee müssen offenbar wenig Sorgen vor einer Kontrolle ihrer Fangmengen haben.

 

„Der prozentuale Anteil der kontrollierten Fangfahrten lag in der Nordsee im laufenden Jahr 2016 bei 2,2 Prozent und in der Ostsee bei 6,5 Prozent“, antwortete die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Agrarpolitikerin Kirsten Tackmann. In der Ostsee gab es demnach im vergangenen Jahr 1291 Kontrollen, in der Nordsee 288. „Die Antwort der Bundesregierung zeigt deutlich, dass bisher weder das Kontrollsystem noch die Anzahl der durchgeführten Kontrollen zu verwertbaren Ergebnissen führen“, kritisierte die Bundestagsabgeordnete Tackmann am Donnerstag. „So wird man kaum eine nachhaltige Balance zwischen Fischerei und Fischbeständen erreichen und nimmt billigend die Gefahr in Kauf, dass die Vernünftigen zu Verlierern des Systems werden.“

 

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19 Januar 2017

Uno-Gericht verbietet Japan Waljagd in der Antarktis
Japan muss den Walfang in der Antarktis beenden. Wie der Internationale Gerichtshof in Den Haag urteilte, diene das Programm nicht der Wissenschaft. Zu viele Tiere seien getötet worden.

 

Australien und Neuseeland hatten im Jahr 2010 Klage gegen das japanische Walfang-Programm eingereicht, um ein Ende des Walfangs zu erzwingen. Die Begründung: Japan mache nicht allein aus wissenschaftlichen Gründen Jagd auf die Meeressäuger. Dieser Auffassung hat sich nun auch der Internationale Gerichtshof in Den Haag angeschlossen.

 

Japan muss demnach die Jagd auf die Meeressäuger beenden. Tokio müsse sämtliche Genehmigungen und Lizenzen zurückziehen, die es im Rahmen eines Abkommens über die Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken vergeben habe, sagte der Vorsitzende Richter Peter Tomka bei der Verlesung des Urteils. Neue Genehmigungen dürften nicht erteilt werden.

 

Tokio hatte schon zuvor erklärt, dass es sich dem Spruch der 16 Richter beugen werde. Das Urteil des Uno-Gerichts ist bindend, eine Berufung ist nicht möglich.

 

Trotz internationaler Proteste fangen und töten japanische Walfänger seit mehr als 25 Jahren Wale im Südpazifik - angeblich für Wissenschaft und Forschung. Rund 3600 Zwergwale seien seit 2005 im Rahmen des Programms getötet worden, sagte Tomka - weitaus mehr Tiere, als für ein Forschungsprogramm nötig seien.

 

Urteil im Walfang-Prozess: Walfang unter dem Deckmantel der Wissenschaft

Demgegenüber erscheine der wissenschaftliche Ertrag des japanischen Walfang-Programms begrenzt. In anerkannten Fachzeitschriften seien auf dessen Grundlage lediglich zwei Studien veröffentlicht worden.

 

Überhaupt bezweifelten die Richter, dass das Programm nach wissenschaftlichen Kriterien hätte konzipiert sein können. Neben den 3600 Zwergwalen seien nur sehr wenige Finnwale und überhaupt keine Buckelwale getötet worden. Zudem habe Japan keine weiteren Methoden einbezogen, um Walpopulationen zu erforschen.

 

Die kommerzielle Jagd auf Großwale hatte die Internationale Walfang-Kommission im Jahr 1986 verboten. Japan hatte sich bislang auf ein Schlupfloch im Moratorium berufen, das den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken weiter erlaubt. "Australien argumentiert, dass Japan dieses Recht missbraucht und im Namen der Wissenschaft in Wirklichkeit kommerziell fischt", sagte Don Anton, Juraprofessor an der Australian National University in Canberra.

 

Japans Regierung macht keinen Hehl daraus, dass das Fleisch getöteter Wale in Japan durchaus verzehrt wird. Es gilt dort als Delikatesse. Tierschützer sind empört und stören die Flotte jedes Jahr mit immer riskanteren Manövern. Noch im Februar kollidierten japanische Walfänger mit Schiffen der Naturschutzorganisation Sea Shepherd im Südpolarmeer. Laut Sea Shepherd ist das Verbot des japanischen Walfangs in der Antarktis entscheidend für das Überleben der Wale in der Region.

 

Neben Japan bekennen sich auch Norwegen und Island zur Jagd auf die Meeressäuger. Sie betreiben ungeachtet des Moratoriums kommerziellen Walfang und berufen sich dabei auf ihre Traditionen.

 

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30 Oktober 2016

Vor Antarktis entsteht größte Meeresschutzzone der

Umweltschützer sprechen von einer bahnbrechenden Entscheidung: 24 Staaten und die EU wollen im Rossmeer vor der Antarktis ein riesiges Schutzgebiet einrichten - es ist rund viermal so groß wie Deutschland.

 

Vor der Küste der Antarktis soll das größte Meeresschutzgebiet der Erde entstehen. Das Schutzgebiet im ökologisch bedeutsamen Rossmeer soll 1,55 Millionen Quadratkilometer umfassen: Dies sieht eine Vereinbarung vor, auf die sich 24 Staaten und die EU nach jahrelangen Verhandlungen in der australischen Stadt Hobart verständigt haben. Das neue Meeresschutzgebiets ist gut viermal so groß wie Deutschland. Auf einer Fläche von 1,12 Millionen Quadratkilometern des Gebietes soll jegliche Fischerei verboten sein.

 

Ein Verbund von Umweltschutzorganisationen, die Antarctic Ocean Alliance, lobte die Entscheidung als bahnbrechend. Es sei die erste Schutzzone dieser Art in internationalen Gewässern.

 

Ursprünglich wie kaum eine andere Region

Die Verhandlungen hatten schon im Jahr 2012 begonnen. Zuletzt hatte sich nur noch Russland gegen die Ausweisung des Schutzgebiets gewandt, weil es Nachteile für seine Fischereiflotte fürchtete. Der nun gefundene Kompromiss bringe "den Schutz des Meeres, nachhaltige Fischerei und die Interessen der Forschung in ein Gleichgewicht", sagte der neuseeländische Außenminister Murray McCully. Geführt wurden die Verhandlungen im Rahmen der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR), der 24 Staaten sowie die EU angehören. Die Beschlüsse der Kommission erfordern Einstimmigkeit der Mitglieder.

 

Es geht um einen einzigartigen Naturschatz: Die Ozeane vor dem Südkontinent gelten als ursprünglich wie kaum eine andere Region. Das extreme Klima vereinigt eine spezielle Gemeinschaft: Pinguine etwa leben nur dort, Robben, Wale, Delfine, Tintenfische und Albatrosse. Das nährstoffreiche Wasser lässt Myriaden Kleinkrebse gedeihen, den Krill. Er ernährt nicht nur die bunte Fischwelt, sondern wird als Nahrung für Fischfarmen oder für Gesundheitsprodukte in alle Welt exportiert.

 

Die Antarktis ist abgesehen von ein paar Dutzend Forschungsstationen ein unbewohnter Kontinent rund um den Südpol und fast vollständig von Eis bedeckt. Es ist die größte Eismasse der Erde - teils mehr als 4000 Meter dick. Der internationale Antarktisvertrag von 1959 legt fest, dass der Kontinent von Wissenschaftlern verschiedener Nationen ausschließlich zu friedlichen Zwecken genutzt werden kann.

 

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20. Oktober 2016

SPD-Bundestagsfraktion PRESSEMITTEILUNG 19.10.2016

Wale und Delfine brauchen mehr Schutz

Mit dem Antrag „Schutz von Walen und Delfinen stärken“ adressiert die Koalition sowohl die Durchsetzung des kommerziellen Walfangverbots als auch die Bedrohung der Wale durch Umweltbeeinträchtigungen. Damit wird vor der 66. Internationalen Walfangkonferenz vom 20. bis 28. Oktober ein wichtiges Zeichen gesetzt.

 

Walfang und menschliche Umweltbeeinflussung stellen nach wie vor eine große Bedrohung für Wale und Delfine dar. Neben den kommerziellen Interessen der Walfangstaaten Island, Japan und Norwegen sind es Beifänge der industriellen Fischerei, Umweltgifte, Plastikmüll in den Ozeanen und der zunehmende Unterwasserlärm, die den Beständen zusetzen. Gemeinsam mit der Unionsfraktion bringen wir den Antrag ‚Schutz von Walen und Delfinen stärken‘ ein, um die deutschen Anstrengungen zum Schutz der Wale zu unterstreichen.

 

Wale haben eine wichtige Rolle im Ökosystem Meer und müssen deshalb geschützt werden. Im Jahr 1982 beschloss die Internationale Walfangkommission ein Verbot des kommerziellen Walfangs. Dieses trat 1986 in Kraft. Island, Japan und Norwegen umgehen das Verbot jedoch oder erkennen es nicht mehr an.

 

Vom 20. bis 28. Oktober tagt die Internationale Walfangkommission (IWC) im slowenischen Portoroz zum 66. Mal. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich zielstrebig und beständig für den umfassenden Schutz der Walbestände einzusetzen und die Einhaltung und Fortführung des Walfangverbotes von den IWC-Mitgliedstaaten einzufordern. Auch wird die Bundesregierung aufgerufen, darauf hinzuwirken, dass Island, Japan und Norwegen ihre Walfangaktivitäten aufgeben.

 

In dem Antrag stellen wir zudem klar, dass sich auch Deutschland weiterhin dafür einsetzen wird, die heimisch vorkommenden Schweinswale noch besser vor Unterwasserlärm und Umweltverschmutzung zu schützen sowie Beifänge zu minimieren.“

 

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18. Oktober 2016

Transit von Walfleisch durch deutsche Häfen

Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/JOH) Die Möglichkeiten zum Stopp von Walfleischtransit durch deutsche Häfen sind Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Unter anderem will sie wissen, welche Beschlüsse nach Kenntnis der Bundesregierung in internationalen Gremien zur Durchfuhr von Walfleisch gefasst worden seien und wie sich die Bundesregierung dazu verhalte. Außerdem fragen die Abgeordneten, wie die Regierung ihre ausdrückliche Ablehnung kommerziellen Walfangs mit der Erlaubnis der Durchfahrt von Walfleisch durch ihre Häfen vereinbare.

Die Grünen-Fraktion kritisiert, dass immer wieder Walfleisch von Island und Norwegen auf dem Weg nach Japan in deutschen Häfen umgeladen würde. Offenbar existierten rechtlich Schlupflöcher, obwohl Deutschland gemeinsam mit 180 Staaten den Handel von Walfleisch zum Schutz der Finnwale unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) verboten habe.

 

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18 Oktober 2016

In Deutschland verboten Walfleisch auf der Grünen Woche

In Deutschland ist der Verkauf von Walfleisch streng verboten. Auf der Grünen Woche in Berlin war dieses dennoch zu haben. Der Zoll setzte dem ein Ende.

 

Der Zoll hat auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin drei Kilogramm Walfleisch beschlagnahmt. Es darf nach Deutschland weder eingeführt noch hierzulande verkauft werden. Wie der Sprecher des Zollfahndungsamts, Norbert Scheithauer, sagte, hatte die Messe die Behörde über das Walfleisch an einem norwegischen Stand informiert. Dort wurden bis zur Beschlagnahmung am Mittwoch marinierte Wal-Häppchen verkauft.

 

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17 Oktober 2016

Illegaler Handel mit Walfleisch aufgedeckt

Der Walfang steht weltweit in der Kritik, trotzdem halten manche Länder wie Japan daran fest. Jetzt hat die Walschutzorganisation WDC einen japanischen Online-Handel mit Walfleisch-Produkten aufgedeckt!

 

Die Whale and Dolphin Conservation (WDC) hat den illegalen Verkauf von japanischen Walfleisch an ausländische Kunden enthüllt. Das prekäre an der Situation: In wenigen Tagen, vom 20. bis 28. Oktober 2016, treffen sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zum 66. Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Slowenien, dabei soll es vor allem um den japanischen Walfang zu „wissenschaftlichen“ Zwecken gehen und um die Missachtung Japans der internationalen Gesetze zur Waljagd. Der von der WDC aufgedeckte Online-Handel mit Walfleisch setzt die japanische Delegation auf der Tagung noch stärker unter Druck und widerlegt erneut japanische Behauptungen, dass die Forschungsjagden nicht vornehmlich kommerziell seien, sondern wichtige wissenschaftliche Daten liefern.

 

WALFLEISCH PER EXPRESSVERSAND

Laut der Organisation WDC bietet die japanische Online-Vertriebsgesellschaft Japan Trend Shop mehrere Walprodukte auf ihrere Webseite an ausländische Kunden mit Preisen in Dollar und Euro an. Es wird von einem weltweiten Expressversand gesprochen. Bei der Beschreibung der Produkte steht der Hinweis: „Falls Sie noch ökologische Bedenken haben, seien Sie versichert, dass das Fleisch in diesem Produkt von Tieren stammt, die im Rahmen wissenschaftlicher Forschung getötet wurden.“ Erst kürzlich hat die Internationale Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) Japans Regierung aufgerufen, ihre „wissenschaftlichen“ Waljagden zu beenden. Der Wissenschaftsausschuss des IWC bewertet Japans aktuelles Forschungsprogramm als wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. 2014 hat der Internationale Gerichtshof geurteilt, dass Japan sein Wissenschaftsprogramm in der Antarktis sofort stoppen müsse. Der Grund: Es fehlen wissenschaftliche Erkenntnisse und die Jagd auf die Meeressäuger hätte eher einen kommerziellen Gedanken.

 

Durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) sowie die zusätzlichen nationalen Gesetze vieler Länder ist der internationale Handel mit Walprodukten, einschließlich der USA und der EU, strengstens verboten. Obwohl Japan einen Vorbehalt für den Handel mit verschiedenen Walarten eingelegt hat, ist die Zahl der Länder, mit denen es Wal-Produkte handeln kann, auf Norwegen und Island begrenzt. Ein Angebot auf einer Webseite in Englisch und anderen europäischen Sprachen kann daher nur durch die Absicht erklärt werden, illegal an Kunden in den USA und der EU verkaufen zu wollen.

 

DIE WELT BRAUCHT KEINE WALFLEISCH-DELIKATESSE

Laut dem japanischen Trend Shop stammt das im Netz angebotene Walfleisch von der Firma Kinoya Ishinomaki Suisan Inc., einem japanischen Konservenhersteller, der seit vielen Jahren Walfleisch verarbeitet. Kinoya bezieht das Fleisch laut eigener Aussage aus Japans „wissenschaftlichen“ Walfang-Programmen.

 

Dieser illegale Versuch, internationales Interesse an Walfleisch als ‚Delikatesse‘ zu erzeugen, unterstreicht die offenkundige Strategie der Walfanglobby. Während in diesem Jahr alle umweltbewussten Länder das dreißigjährige Bestehen des internationalen Walfangmoratoriums feiern, klammert sich die japanische Regierung an den Versuch, eine Industrie wiederzubeleben, die die Weltgemeinschaft bereits in die Geschichtsbücher verbannt hat“, so WDC-Geschäftsführer Chris Butler-Stroud. „Die japanische Regierung versucht momentan, die IWC zu überzeugen, dass Japan den Walfang mit einer kommerziellen Quote gut managen könnte. Japans offensichtliches Versagen, den jetzigen Handel zu kontrollieren, zeigt, wie schlimm es ohne das Moratorium wäre.“

 

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18 September 2016

Tiergarten Nürnberg Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Delfinlagune

Der Pfusch an der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten ist nun ein Fall für den Staatsanwalt. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt einem Bericht der Nürnberger Nachrichten zu Folge gegen vier am Bau Beteiligte.

 

Die Ermittlungen gelten unter anderem einem Mitarbeiter des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (SÖR) sowie drei Beschäftigten des Planungsbüros, das für den Bau der Lagune verantwortlich war. Sie könnten sowohl beim Bau als auch beim Versuch, die undichte Lagune zu stopfen, gravierende Fehler gemacht haben, heißt es in dem Bericht der Zeitung.

 

Basis für mögliches Gerichtsverfahren

Am Ende der Ermittlungen soll aber kein Urteil stehen, sagte Michael Hammer, Gerichtssprecher am Landgericht Nürnberg-Fürth. Tatsächlich gehe es bei den Ermittlungen derzeit darum, die Basis für ein mögliches Gerichtsverfahren zu sammeln. Das würde dann zum Tragen kommen, wenn sich Baufirmen, Planer, Versicherungen und die Stadt nicht einigen können, wer für die Sanierung der Lagune zahlen muss. Wie viel die Sanierung kosten wird, ist noch nicht bekannt – im Gespräch sind offenbar sechs Millionen Euro.

 

Probleme von Anfang an
Seit der Eröffnung der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten vor fünf Jahren gab es Probleme wegen der undichten Fugen. Durchsickerndes Salzwasser hatte zahlreiche Bäume auf dem Tiergartengelände absterben lassen. Um weitere Schäden zu verhindern, wurde der Wasserpegel um zirka 20 Zentimeter abgesenkt. Der Bau der Lagune hatte 31 Millionen Euro gekostet.

 

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8 Spetember 2016 

Buckelwal-Bestände haben sich erholt

Gute Nachricht für den Naturschutz: Fast überall in den Ozeanen haben sich die Bestände von Buckelwalen erholt. Die Art war durch den Walfang an den Rand des Aussterbens gebracht worden.

Erfolgsgeschichten sind im Artenschutz so selten wie viele der Tiere, die Experten weltweit vor der Ausrottung schützen wollen. Doch zumindest bei vielen Buckelwal-Populationen hat sich der Bestand erholt - deshalb spricht die Ozeanexpertin Eileen Sobeck von der US-Meeresschutzbehörde Noaa von einer "wirklichen ökologischen Erfolgsgeschichte".

 

Offenbar haben sich die Bemühungen zum Schutz der Buckelwale mit dem weitgehenden Ende des Walfangs gelohnt.

Die Noaa hatte 2010 eine große Untersuchung zur Lage der Buckelwale gestartet. Die Studie habe ergeben, dass sich 9 der 14 Buckelwal-Populationen wieder so weit vermehrt haben, dass sie nicht mehr als gefährdet angesehen werden müssten. Die meisten davon leben um Afrika, Australien und Südamerika herum. Im Pazifik, nahe Grönland und nahe der arabischen Halbinsel gebe es jedoch noch vier vom Aussterben bedrohte sowie eine gefährdete Populationen.

In den Siebzigerjahren hatten die USA alle Buckelwal-Populationen als bedroht eingestuft, weil die Zahl der Tiere durch den kommerziellen Walfang stark zurückgegangen war.

 

Schutzstatus in den USA bleibt

Dass die Behörde die meisten Buckelwal-Populationen nun nicht mehr als bedroht betrachtet, ändert aber nichts am Schutzstatus. Die Noaa wies darauf hin, dass das US-Gesetz zum Walschutz weiterhin in Kraft sei und Anwendung finde. Das Gesetz verbietet die Tötung von Walen in US-Hoheitsgewässern. Es untersagt zudem US-Bürgern den Walfang auf hoher See. Auch dürfen keine Walprodukte in die USA eingeführt werden.

 

Auch nach der Einschätzung der Weltnaturschutzunion IUCN, die die Rote Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen herausgibt, sind die Buckelwale nicht mehr bedroht, sie wurden 2008 als "least concern" eingestuft. Seit 1990 galt der Bestand als gefährdet (Status: "Vulnerable"). Die Rote Liste gilt als wichtiger Indikator für den Zustand der Natur.

Zudem hatte die Internationale Walkommission 1982 ein weltweites Walfang-Moratorium verhängt, das bis heute in Kraft ist. Das Moratorium habe erheblich zur Erholung der Buckelwal-Populationen beigetragen, erklärte die Noaa. Umweltschützer kritisieren nach wie vor, dass Nationen wie Norwegen, Island und Japan nicht auf den kommerziellen Walfang verzichten.

 

Buckelwale leben oft in Küstennähe und können bis zu 15 Meter lang werden. Bei der Jagd nach Nahrung werden die Tiere offenbar vor allem von Schiffsgeräuschen gestört, hatte kürzlich eine Untersuchung ergeben.

Auch Kollisionen mit Schiffen gefährden die Tiere. Am Montag ist etwa ein Segler auf der Ostsee vor Stralsund mit einem Buckelwal zusammengestoßen. Nach der Kollision im Greifswalder Bodden habe sich das Tier einen halben Meter aus dem Wasser gehoben. Der Segler ist nicht zu Schaden gekommen, ob das Tier verletzt wurde, ist unklar.

Auch in US-Gewässern sind die Tiere häufig anzutreffen. Inzwischen tauchen immer mehr Buckelwale im Meer vor New York auf. Dort hat sich seit einiger Zeit ein Whale Watching-Tourismus etabliert.

 

Fischereivereinigungen auf Hawaii berichten von immer mehr Walsichtungen. Dort halten sich jährlich zur Winterzeit etwa 11.000 der Tiere auf, bevor sie weiter Richtung Alaska ziehen.

 

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29 August 2016

Hawaii: Obama schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet

Die USA haben vor Hawaii das größte Meeresschutzgebiet der Welt ausgewiesen. US-Präsident Barack Obama hat die von seinem Vorgänger George W. Bush bereits 2006 eingerichtete Zone am Freitag unter Ausnutzung seiner Exekutivrechte um mehr als das Vierfache ausgeweitet.

 

Das Papahanaumokuakea Marine National Monument umfasst nun 1,5 Millionen Quadratkilometer. Es löst damit eine Region vor den Cook-Inseln als weltweit größtes Meeresschutzgebiet ab. Das Papahanaumokuakea Marine National Monument gehört seit 2010 auch zum Unesco-Welterbe.

 

In dem erweiterten Areal sind nach Angaben des Weißen Hauses insgesamt 7000 Arten - darunter Wale, Delfine und Haie - zu Hause. Ein Drittel davon sind nur vor Hawaii zu finden. Auch seltene Albatrosse gehören nun zu den geschützten Arten, ebenso wie fünf Spezies von Meeresschildkröten. Unterseevulkane und Korallenriffe sollen ebenfalls vor schädlichen Einflüssen bewahrt werden.

 

"Mutige" Entscheidung

Der auf Hawaii geborene Obama hilft damit auch seiner Heimat - dort befinden sich nun 98 Prozent der geschützten Meeresgewässer der USA. Schon 2014 hatte Obama ein Naturschutzgebiet im Pazifischen Ozean deutlich vergrößert, das ebenfalls auf seinen Vorgänger George W. Bush zurückgeht. Das Pacific Remote Islands Marine National Monument umfasst seitdem knapp 1,3 Millionen Quadratkilometer.

 

Greenpeace begrüßte die Ausweisung des weltgrößten Meeresschutzgebiets als "mutige" Entscheidung. Die Umweltorganisation fordert schon länger, dass 40 Prozent der Weltmeere einen Schutzstatus bekommen sollen, um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten erhalten zu können.

 

Kritik an Obamas Entscheidung kam von den Fischern der Region - denn durch die Ausweitung des Gebiets sind 60 Prozent der Gewässer vor Hawaii für den kommerziellen Fischfang nicht mehr nutzbar.

Im arktischen Ozean hatte die US-Regierung im Jahr 2015 ganz andere Prioritäten gesetzt. Sie erlaubte dem Energieriesen Shell, an der Nordwestküste Alaskas nach Öl und Gas zu bohren.

 

Die damalige Entscheidung der US-Regierung war ein schwerer Schlag für Umweltschützer, die Bohrungen in arktischen Gewässern kategorisch ablehnen. Sie weisen immer wieder darauf hin, dass ein Unfall in dem Eismeer noch weitaus verheerendere Folgen haben könnte als die Havarie der Bohrinsel "Deepwater Horizon". Bei dem Unglück waren 2010 elf Menschen getötet worden, Millionen Barrel Öl strömten in den Golf von Mexiko und verursachten gravierende Schäden am Ökosystem.

 

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22 August 216

US-Behörden wollen Schwimmen mit Delfinen verbieten

Schwimmausflüge zu den zutraulichen Tieren sind in Hawaii sehr beliebt. Nun sollen sie verboten werden.

 

Die US-Behörden wollen das bei Touristen beliebte Delfin-Schwimmen in Hawaii verbieten. Die Meeressäuger stünden inzwischen unter "intensivem Druck" von Tierfreunden, die mit ihnen im Meer vor der pazifischen Inselkette schwimmen wollten, teilte die US-Meeresschutzbehörde NOAA am Donnerstag (Ortszeit) mit.

 

Menschen sollten sich künftig 45 Meter von den Delfinen entfernt halten, um deren Ruhezeiten am Tag nicht mehr zu stören. Die Bootsausflüge zu den zutraulichen und verspielten Tieren sind in Hawaii sehr beliebt. Ein Verbot wäre ein Schlag für die Ausflugsveranstalter. Die Behörde verwies darauf, dass die Tiere nachts auf die Jagd gingen und tagsüber ruhten - was durch die vielen Besucher aber erschwert werde.

Die Behörde will nun Reaktionen der Bürger auf den Plan entgegennehmen und mit Betroffenen sprechen. Die endgültige Entscheidung über das Verbot soll in einem Jahr fallen.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch.

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15 August 2016

US-Navy darf knapp 12 Millionen Meereslebewesen im Pazifik töten oder verletzen

Was wäre, wenn man Ihnen sagen würde, dass die US-Navy legal dazu befugt ist, 12 Millionen Wale, Delphine, Schweinswale, Seelöwen und Robben im Nordpazifik in einem Zeitraum von über fünf Jahren zu belästigen, verletzen und zu töten?

Es ist wahr und ein Viertel eines jeden bezahlten Steuerdollars finanziert das Ganze. Eine staatenübergreifende, internationale, bürgerliche Überwachungsgruppierung namens „West Coast Action Alliance“ (WCAA), listet Zahlen, die von der Navy-Organisation „Northwest Training and Testing EIS“ stammen sowie aus Briefen der „National Oceaninc and Atmospheric Administration’s“ (NOAA), welche die zufälligen „takes“ von maritimen Säugetieren autorisieren.

 

Ein „take“ ist eine Form von Schaden, der einem Tier zugefügt wird: Belästigung, Verletzung und manchmal auch Tod. Viele Naturschützer bezeichnen sogar „takes“, die nur eine Verhaltensveränderung hervorrufen, als verletzend, da eine chronische Misshandlung von Tieren, die gerade fressen oder sich fortpflanzen, schädigend sein oder gar zum Tod führen kann, wenn sie aus ihrem überlebenswichtigen Lebensraum getrieben werden.

 

Karen Sullivan, Sprecherin der WCAA, ist ehemalige Biologin im Bereich gefährdete Spezies und stellvertretende regionale Direktorin des „US Fish and Wildlife Service“. Sie lebt heute im Ruhestand.

 

„Die Zahlen sind schockierend,“ sagte sie bei „Truthout“ in Bezug auf die Anzahl der maritimen Säugetiere, welche die US-Navy schädigen darf. „Wenn man realisiert, dass dasselbe Tier immer und immer wieder belästigt werden kann, während es unterschiedliche Gebiete aufsucht, dann gibt es keine Form der Milderung, die solche Verluste wett machen könnte, abgesehen von der Beschränkung der Nutzung von Sonar und Sprengstoff an den Orten wo diese Tiere zu leben versuchen.“

 

Allerdings sind die bereits erwähnten „schockierenden Zahlen“ nur eine niedrige Schätzung, da sie Duzende weitere Militärprojekte in den gleichen Gebieten nicht berücksichtigen, wie zum Beispiel das Bauen mit Unterwasser-Rammen. Außerdem beziehen sie sich nur auf maritime Säugetiere, nicht auf andere Spezies.

 

Laut WCAA berücksichtigen die Zahlen keine „takes“ gefährdeter und bedrohter Seevögel, Fische, Meeresschildkröten oder terrestrischer Spezies, die von Navy-Aktivitäten betroffen sind, etwa der Verwendung von Sonar, Sprengstoff, Unterwasser- und Oberflächendrohnen, Sonarbojen, Schiffen, U-Booten, Flugzeugen, oder Truppen, die Übungen auf 86 Stränden und Bundesgebieten im westlichen Washington abhalten“.

 

Die WCAA nannte die Zahlen „unerhört“ und stellte mehrere Analysen zu Marine-Operationen und Genehmigungen, die mindestens genauso schockierend sind, zur Verfügung.

 

Alles wird erhöht
Die schockierende Anzahl von „takes“, welche die US-Navy generieren darf, wird von einem Gesamtanstieg vieler weiterer gefährlicher Aktivitäten begleitet. Ihr „EIS“-Bericht vom Oktober 2015 weist eine Erhöhung in den folgenden Aktivitäten auf (unvollständige Aufzählung):

 

Eine 778-prozentige Erhöhung der Anzahl an Torpedos
Eine 400-prozentige Erhöhung von Luft-Boden-Raketen (inklusive der „Olympic Coast National Marine Sanctuary“)
Eine 1.150-prozentige Erhöhung an Drohnen
Eine 1.150-prozentige Erhöhung von Drohnen-Oberflächen-Fahrzeugen
Eine 1.450-prozentige Erhöhung von Verbrauchsgeräten
Eine 72-prozentige Erhöhung von elektronischen Kriegsoperationen
Eine 50-prozentige Erhöhung von Bombenentschärfungen im „Crescent Harbor“ und „Hood Canal“
Eine 244-prozentige Erhöhung von Luftmanövern
Eine 400-prozentige Erhöhung von Hubschrauberverfolgungsübungen
Eine 3.500-prozentige Erhöhung der Anzahl von Sonarbojen
284 Sonartests in Binnengewässern, von zuvor Null


Growler Kampfjets, welche die US-Navy für sog. Elektromagnetische Kriegsübungen benutzt, sind die lautesten Flugzeuge, die je gebaut wurden. Es ist erwähnenswert, dass die Lärmschwelle für Hörschädigungen bei Menschen bei 85 Dezibel liegt. Ähnlich wie bei der Richter-Skala zur Bemessung von Erdbeben, sind Schallbemessungen nicht linear. Für jede Erhöhung von 10 Dezibel erhöht sich die Intensität des Schalls um das zehnfache.

 

„Deshalb ist der 115 Dezibel Schall, der von den Growler-Jets ausgeht, wenn sie in einer Höhe von 1.000 Fuß fliegen, tausend mal lauter als die 85 Dezibel-Schwelle für Hörschädigungen,“ erklärt die WCAA-Webseite. Beim Abflug kommen Growlers auf 150 Dezibel.

 

Die schädigende Eigenschaft von großem Lärm wird unter Wasser verschärft.

„Das Sonar der US-Navy ist an der Quelle zu mindestens 235 Dezibel im Stande,“ gemäß der Webseite. „Das ist über 10 Billionen mal mehr Intensität als die 85 Dezibel-Schwelle.“

 

Das bedeutet, dass sogar bei einer Distanz von 300 Meilen von der Quelle der Unterwasserlärm immer noch 140 Dezibel betragen kann.

 

Erwähnenswert ist, dass der Pegel von 140 Dezibel ausreicht, um innere Organe zu schädigen und deshalb von der französischen Regierung als „Waffe zur Tötung von Menschen“ deklariert wurde.

 

Weil große Bereiche ihrer Köpfe mit Flüssigkeit gefüllt sind, sind viele maritime Säugetiere in besonderer Gefahr vor jeglichen Sonar- und Navy-Übungen. Es ist innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt, dass die Nutzung von Sonar durch die US-Navy maritimes Leben schädigen und töten kann.

 

Die US-Navy hat bereits die Erlaubnis, jährlich zwei Schiffe zur Übung zu versenken, wobei sie 24 Bomben, 22 Raketen, 80 Großkaliberpatronen und zwei hoch explosive Torpedos verwenden darf. Offensichtlich hat jede dieser Übungen eine signifikante Wirkung auf alles Leben in der Umgebung.

 

Die US-Navy hat ebenfalls die Erlaubnis, jährlich 30 Luft-Boden-Bombardierungsübungen und 160 Schießübungen durchzuführen. Zudem, so hat ein im aktiven Dienst stehender Pilot der US-Navy mitgeteilt, dass ungefähr einmal im Monat „Treibstoff-Ablassungen“ stattfinden.

 

Gerechtfertigte Zerstörung
Sämtliche Daten zur Auswirkung der US-Navy auf die Tierwelt sollten mit Vorsicht genossen werden, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die tatsächlichen Wirkungen noch viel größer sind. Das sagt Emily Stolarcyk, Programm-Managerin des „Eyak Preservation Council“ in Cordova, Alaska. Dieser Rat ist eine der Umwelt und sozialen Gerechtigkeit gewidmete non-profit Organisation, deren Hauptziel es ist, den Lebensraum von Wildlachs zu schützen.

Stolarcyk ist federführend beim Versuch, die Auswirkungen der Navy-Übungen im Golf von Alaska zu minimieren. Sie glaubt, dass die von der US-Navy beantragten maritimen Übungen im Nordpazifik Absichten und Handlungen reflektieren, die sie als „irrig und zutiefst fehlerhaft“ bezeichnet.

 

„Es ist unerhört, zu glauben, dass Menschen den gesamten Einfluss ihrer Handlungen auf die Meereswelt quantifiziert haben,“ sagte Stolarcyk gegenüber „Truthout“. „Bereits die wenigen durchgeführten Beobachtungen belegen die für große maritime Spezies tödlichen Navy-Aktivitäten. Was ist mit den unbekannten Auswirkungen? Was ist mit den Fischen? Was ist mit dem unteren Ende der Nahrungskette? Was ist mit den Langzeitauswirkungen?“

Sie weist darauf hin, dass die knapp 12 Millionen erlaubten „takes“ der US-Navy die beabsichtigten „takes“ im Golf von Alaska nicht berücksichtigen. Laut Stolarcyk beantragte die Navy dort 36.522 „takes“ pro Jahr bzw. 182.610 über fünf Jahre. Der Autorisierungsbrief der „National Oceanic and Atmospheric Administration“ schätzt die Gesamtzahl auf über zwei Millionen.

 

Laut Connie Gallant, Präsidentin des Bereichs Erhalt und Wiederherstellung bei der „Olympic Forest Coalition“ mit Sitz in Washington, sind die schockierenden Zahlen, zusammen mit dem Mangel an Fürsprache für die betroffenen Tiere, kein gutes Zeichen für die Zukunft. In einem Gespräch mit „Truthout“ über die unfassbar hohen Zahlen an „takes“, welche der Navy im gesamten Nordpazifik einschließlich des Golfs von Alaska zugestanden werden, sagte Gallant, „Ich bin absolut entsetzt, diese Zahlen zu sehen. Wo sind die „umweltbewussten“ Institutionen mit dem Auftrag, die Tierwelt und maritime Säugetiere zu schützen?“

 

Stolarcyk hat einige der durch Navy-Übungen bedrohten maritimen Säugetiere im Golf von Alaska aufgelistet:

Nordpazifischer Glattwal (bedrohte Spezies)
Buckelwal (bedrohte Spezies)
Blauwal (bedrohte Spezies)
Finnwal (bedrohte Spezies)
Grauwal (bedrohte Spezies)
Zwergwal
Pottwal (bedrohte Spezies)
Killerwal (bedrohte Spezies)
Weißstreifendelfin
Schweinswal
Weißflankenschweinswal
Steller Seelöwen (bedrohte Spezies)
Kalifornische Seelöwen
Nördlicher Seebär
Nordseeelefant
Seehund
Seeotter (bedrohte Spezies)


„Die Navy rechtfertigt ungeniert die Vernichtung von Spezies und Lebensräumen, für deren Schutz eine Menge Amerikaner gearbeitet haben“, sagte Stolarcyk. „Viele Fragen sich, zu welchem Zweck? Rechtfertigt militärische Bereitschaft, um angebliche Bedrohungen der nationalen Sicherheit abzuwehren, die Tötung der Ozeane?“

Gallant ist aufgrund der Aktionen der Navy und dieser atemberaubenden Zahlen ebenso sprachlos.

 

„Ich frage mich, warum die Öffentlichkeit so tief graben muss, um diese Zahlen zu erfahren“, sagte sie. „Warum ist das nicht weltweit auf den Titelseiten? Weil es so aussieht, als ob das Militär einen Freifahrtschein bekommen würde, wo auch immer es arbeitet, wenn es darum geht, Leben im Meer mit Sonar und Sprengstoff zu schädigen.“

 

Es ist erwähnenswert, dass die von der Navy genutzte Technologie, um zu erkennen, ob Meeressäuger in der Nähe der Übungen sind, die gleiche „Technologie“ ist, die seit dem 17. Jahrhundert verwendet wird – zwei Aussichtspunkte am Bug des Schiffes. Die Navy lässt weder zivile Beobachter aus der „US Fish and Wildelife Service“ während ihrer Übungen an Bord, noch erlaubt sie dem „Fish and Wildlife Service“, die Beobachter der Navy in Sachen Identifikation von Seevögeln zu schulen.

 

„Wie ist es möglich, die genaue Anzahl von Verletzungen und tödlichen „takes“ festzustellen, wenn die Navy keine neutralen zivilen Beobachter an Bord erlaubt?“, fragte Gallant. „Wie sollen wir ihnen angesichts der respektlosen Art, wie sie die Menschen im westlichen Washington behandelt haben, vertrauen, dass sie detailliert über die „takes“ berichten?“

 

Die US-Navy antwortet
Truthouth forderte eine Stellungnahme der US-Navy zu den fast 12 Millionen „takes“, die ihr zu Übungszwecken erlaubt werden. Die Navy wurde gebeten, zu erläutern, was sie unternimmt, um ihre potenziell schädlichen Aktivitäten einzuschränken, und den dramatischen Anstieg dieser Tätigkeiten sowie den Grund für ihre Zunahme zu erklären. Sheila Murray, die stellvertretende Navy-Offizierin für öffentliche Angelegenheiten in der Region Nordwest, antwortete, dass die aufgeführten Zahlen „falsch“ seien und verwies Truthout auf die exakt gleichen Navy-Unterlagen, aus denen diese Zahlen entnommen wurden, wies aber nur auf den nordwestlichen Teil hin.

 

Murray verwies auch auf die „National Marine Fisheries Service Letter of Authorization and Final Rule“ für die zur Debatte stehenden Aktivitäten der Navy und sagte gegenüber Truthout: „Diese Dokumente beschreiben die Aktivitäten sehr gründlich, analysieren mögliche Umweltauswirkungen anhand der besten wissenschaftlichen Erkenntnisse und beschreiben eine Reihe von Milderungen und Verfahren, die entwickelt wurden, um das Meeresleben zu schützen.“

Truthout bat Sullivan, auf Murrays Behauptungen, dass die extrem hohe Anzahl von „takes“ „falsch“ seien, zu antworten. „Frau Murrays Quellen sind die gleichen wie unsere,“ sagte Sullivan. „Wir nahmen lediglich einen Rechner zur Hand und addierten die Zahlen, die von der Navy und NOAA bereitgestellt wurden. Ich habe die Zahlen geprüft und sie haben sich nicht verändert, mit der Ausnahme, dass der Autorisierungsbrief der NOAA von 2011 nicht mehr online verfügbar ist.“

 

Eine Quelle innerhalb der Navy, die mit Truthout unter der Bedingung der Anonymität sprach, sagte, dass der „National Marine and Fisheries Service“ und die Navy eine „gleichermaßen inzestuöse Beziehung“ pflegten.

„Ich saß persönlich bei Telekonferenzen mit Ben Laws (NOAA – NMFS Genehmigungs- und Erhaltungsabteilung), bei denen diskutiert wurde, dass die Navy ihre „take“ Genehmigungen sowie die festgelegten Lärmpegel im „Marine Mammal Protection Act“ überschreitet und es nicht fertig brachte, erneut Rücksprache zu halten, obwohl die Navy von diesen Verstößen wusste“, sagte er. „Die Navy hat lediglich einen Klaps auf die Hand erhalten, und die Öffentlichkeit wurde nie über die wahre Natur der „takes“ oder die Verstöße informiert.“

 

Eklatante Missachtung und blaue Wüsten
Stolarcyk beunruhigt die Tatsache, dass die Navy eine Reihe weiterer Details zu ihren Trainingsübungen geheim halten darf, angesichts der hohen „take“-Schätzungen, die sie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben.

„Wenn das die Dinge sind, die sie stillschweigend nach und nach veröffentlichen, ist es nicht abzusehen, wie entsetzlich die noch geheimen Details dieser Übungen sein könnten“, sagte sie.

Die Navy führte vergangenen Monat Übungen im Golf von Alaska durch. „Trotz des lauten Aufschreis lokaler Gemeinden und Stammesgruppen erhöhte die Navy ihre Übungen sogar in einigen Bereichen“ laut Stolarcyk „ohne Zustimmung der Öffentlichkeit oder Gegenleistung“.

 

Jill Silver, Vorstandsmitglied der Olympic Forest Coalition, die mit einer weiteren Umweltorganisation aus Washington, der Olympic Coast Aliance, zusammenarbeitete, erklärte gegenüber Truthout, dass man sich der Sache annehmen wollte, aber einsehen musste, dass es kein Gesetz gäbe, dass die US-Navy einschränke oder die „Nationale Sicherheit“ übertrumpfe. „Und wir hatten nicht die Kapazitäten, die Öffentlichkeit für eine effektive und nachhaltige Kampagne zu engagieren, die vielleicht zu Änderungen auf Kongressebene geführt hätten,“ so Silver.

 

Sullivan wies auf einen Fall hin, in dem der Navy mit einer Klage die Grenzen aufgezeigt wurden, der aber auch nur begrenzte Wirkung zeigte. „Die Navy wurde wegen ähnlicher Aktivitäten in Südkalifornisch-hawaiianischen Gewässern, wo die Zahl der „takes“ von 150.000 auf 2,8 Millionen im Jahr erhöht wurde, angeklagt“, erklärte sie. „Das Gericht verlangte, dass sich die Navy aus bestimmten Gewässern heraushielt, was die Frage aufwirft: Warum sollten solche Anweisungen nicht für die nördlichen Gewässer gelten? Unabhängig davon, dass die Vereinbarung 2018 ausläuft. Sofern die Navy nicht wieder angeklagt wird, wird sie die aktuellen „off limits“-Bereiche wahrscheinlich nicht respektieren.

 

Sullivan ist „beunruhigt“, sagt sie, aufgrund der Tatsache, dass die Regierungen bereits über die Technologie und Waffen verfügen, um die Menschheit mehrmals auszulöschen – und unzählige andere Spezies, einschließlich der Meereslebewesen. Und die Navy verschärft die Situation weiter.

 

„Die intensiven Tests und Kriegsübungen der Navy trugen dazu bei, unsere Ozeane unfruchtbar zu machen“, sagte sie.

Laut Sullivan liegt die beste Schätzung für die Zahl der Grauwale in den östlichen Gebieten des Nordpazifik bei ca. 21.000. „Aber die Zahl der erlaubten „takes“ in den Bereichen des Pazifiks, wo Grauwale sich aufhalten könnten, ist 62.550“, sagte sie. „Es wird deutlich, dass mehrere Missbrauchsvorfälle an denselben Tieren innerhalb ihres Verbreitungsgebietes nicht nur erwartet, sondern zugelassen werden.“

 

Stolacyk wies darauf hin, dass viele menschliche Interaktionen mit den Ozeanen unvermeidlich sind; wir fahren Boot, wir fischen, Menschen überall sind abhängig von den Ozeanen, sie sind für das menschliche Leben von unschätzbarem Wert.

 

Allerdings sollten wir nicht davon ausgehen, dass unsere Aktivitäten keine Folgen hätten – auch sollten wir nicht davon ausgehen, dass diese lebenswichtige Ressource endlos ausgenutzt werden könnte.

„Die Ozeane sind empfindlich und begrenzt; wir wissen jetzt, dass das, was die Meere uns liefern können, begrenzt ist“, sagte Stolarcyk. „Ozeane sind keine blauen Wüsten [ohne Leben] und sollten nicht als solche behandelt werden. Stattdessen müssen wir vorsichtig sein: denn der Fußabdruck, den wir hinterlassen, wird ein bleibender sein.“

 

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22 Mai2016

Russische Soldaten sollen bald mit Hilfe von Delfinen kämpfen
Effektiver kämpfen mit Flipper: Die russische Marine will ab 2017 Soldaten ausbilden, die mit Delfinen und anderen Meeressäugern in Kampfeinsätzen zusammenarbeiten.

Flipper, der mutige Delfin, rettete mehr als einmal das Leben von Menschen. Natürlich nur im Fernsehen. Die Realität sieht finsterer aus, dort werden Delfine und andere Meeressäuger nämlich für Kampfeinsätze trainiert. An einer russischen Offiziersschule sollen ab 2017 Truppen ausgebildet werden, die mit den Tieren zusammenarbeiten.

Wozu brauchen Luftlandetruppen ein derart tiefes Schwimmbecken zum Üben? Die Frage stand den Journalisten, die Verteidigungsminister Sergei Schoygu vor Kurzem beim Besuch einer Offiziersschule östlich von Moskau begleiten durften, förmlich ins Gesicht geschrieben. Zumal wegen schlechter Kassenlage der Rüstungsetat für 2016 um zehn Prozent gekürzt wurde. Mittel für hybride Kriegsführung seien aber nicht betroffen, so der Minister, sie würden sogar aufgestockt.

 

Der Begriff beschreibt die Kombination militärischer und nichtmilitärischer Kampfmethoden. Dazu zählt neben Propaganda auch der Einsatz von Tieren: Delfinen, Robben und sogar Schwertwalen. Schon 2013 nahm an der Offiziersschule der Luftlandetruppen in Rjasan eine Fakultät für Spezialaufklärung den Lehrbetrieb auf. Schwerpunkt ist offiziell die Ausbildung von Tiefseetauchern und Kampfschwimmern für die Kriegsmarine, die in dem tiefen Becken in Rjasan auch an einer Unterwasser-Schießanlage üben sollen.

 

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14 März 2016

Russisches Militär kauft fünf Delfine

Russlands Verteidigungsministerium will bis Ende Sommer fünf Delfine kaufen, hieß es auf dem Portal für Staatseinkäufe. Für welche Zwecke die Tümmler benötigt werden, wird jedoch nicht genannt. Es lässt sich aber vermuten, dass die Meeressäuger für militärische Zwecke ausgebildet werden sollen.

 

Die Tiere, zwei Weibchen und drei Männchen, sollen nicht älter als fünf Jahre sein und nicht mehr als umgerechnet rund 4400 Euro kosten, hieß es in der Anzeige. Angebote werden bis zum 30. März angenommen. Als Lieferort wird die russische Küstenstadt Sewastopol genannt.

 

Die Ausbildung von Delfinen für die russische Schwarzmeerflotte geht auf das Jahr 1967 zurück. Die Tiere wurden für die Suche nach Unterwasserobjekten wie Minen und Tieftaucher trainiert. Seit 1992 arbeitete das Ozeanarium von Sewastopol im Interesse der ukrainischen Marienstreitkräfte, doch seit 2014 gehört es wieder zu den Einrichtungen der russischen Marine.

 

Weltweit gibt es nur zwei Marinestützpunkte, die Delfin-Einheiten ausbilden und einsetzen: Der eine befindet sich in Sewastopol, der andere im kalifornischen San Diego.

 

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11 März 2016

Russland will fünf Delfine kaufen – für sein Militär

Per Annonce sucht das russische Verteidigungsministerium nach Delfinen, die zum Kauf stehen. So will das Militär die Tiere einsetzen.

 

Moskau. Wer dieser Tage das Online-Portal für russische Staatseinkäufe besucht, wird der britischen Tageszeitung "Guardian" zufolge von einer etwas kuriosen Anzeige überrascht: Das russische Verteidigungsministerium sucht dort nach zwei weiblichen und drei männlichen Delfinen, die zwischen drei und fünf Jahre alt sein und perfekte Zähne haben sollen. Zudem sollen die Tiere in einem einwandfreien Zustand sein, wie es laut dem Blatt in der Anzeige heißt.

 

Was sich erst einmal skuril anhört, ist seit Jahrzehnten gängige militärische Praxis: Zu Zeiten des Kalten Krieges fingen sowohl Russland als auch die USA an, die besonderen Fähigkeiten der intelligenten Meeressäuger für ihre Zwecke zu nutzen. Ihr natürliches Sonar wurde dazu eingesetzt, U-Boote, Unterwasserminen und unbekannte Personen in Nähe von Schiffen und Häfen aufzuspüren. 2003 wurden Delfine der US-Navy an die Ostküste Australiens geflogen, um dort nach Minen aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen und sie zu entfernen.

 

Weltweit gibt es zwei Delfin-Marinestützpunkte

Laut "Guardian" sollen die Tiere in der 2014 von Russland annektierten Krim eingesetzt werden. Die dortige am Schwarzen Meer gelegene Stadt Sewastopol verfügt neben dem amerikanischen San Diego über eine von weltweit insgesamt zwei Marinestützpunkten, die Delfine ausbilden und einsetzen. Dort macht man sich das natürliche Sonar und die gut trainierbaren Eigenschaften der intelligenten Tiere zunutze und richtet sie darauf ab, Objekte im Wasser und am Meeresboden aufzuspüren. Sobald die Delfine unter Wasser beispielsweise eine Mine gefunden haben, geben sie ihrem Trainer ein Zeichen, der dann weitere Maßnahmen einleitet.

 

In den USA nutzt man neben Delfinen auch Seelöwen, Orcas, Belugas und Schweinswale, die je nach ihrer Funktion in bestimmte Einheiten organisiert sind, wie es auf der Internetseite der US-Marine heißt. Dabei wird den Seelöwen eine besondere Rolle zuteil: Sie bergen nicht nur Gegenstände, sondern auch Menschen und können laut US-Marine binnen 72 Stunden an allen Orte der Welt eingesetzt werden.

 

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8 Januar 2016

Anonymous hackt 97 Seiten in Japan aus Protest gegen Walfang

Die Hacktivisten-Gruppe Anonymous hat seit September mindestens 97 Websites in Japan angegriffen. Damit protestiert die Gruppe gegen die Entscheidung des Landes, sein Walfangprogramm im Südlichen Ozean weiterzuführen. Die persönliche Website des japanischen Premierministers Shinzo Abe wurde im Zuge der Hack-Angriffe lahmgelegt.

Laut Aussage des japanischen Nationalsenders NHK waren die Websites von Regierungsstellen, an Delfinjagd und Walfang beteiligten Gruppen, Aquarienbetreibern, Nachrichtendiensten und Flughäfen Ziele der Gruppe.

Obwohl kommerzieller Walfang von der Internationalen Walfangkommission (IWC) 1986 verboten wurde, jagt das Land weiterhin regelmäßig Wale. Das Land behauptet, dass Walfang für wissenschaftliche Forschung notwendig ist; im Jahr 2014 entschied der Internationale Gerichtshof jedoch, dass Japans Beweisführung zur Begründung des wissenschaftlichen Nutzens der jährlichen Tötung mehrerer Hundert Wale in der Antarktis unzureichend war und forderte das Land dazu auf, den Walfang einzustellen. Nach lediglich einem Jahr Pause fuhr Japan mit dem Walfang fort.

 

Obwohl Tierschützer und Regierungen weltweit das Vorgehen verurteilen, jagt Japan weiterhin die Cetaceen. Anfang Dezember verließ Japans Walfang-Flotte den Hafen in Richtung Antarktis, wo sie ihre „tödliche Forschung“ durchzuführen plant. Diese Aktion führte zu internationalen Protesten gegen das Schlachten im Südlichen Ozean, die von Australien und Neuseeland angeführt wurden.

 

Verschiedenen Beichten zufolge wurde der japanischen Regierung ein „aussagekräftiger“ und von 33 Ländern, darunter die Vereinigten Staaten und Mitgliedstaaten der Europäischen Union, unterschriebener Protestbrief zugestellt.

In einem Statement sagte Key: „Wir gehen davon aus, dass es keine wissenschaftliche Grundlage für das Abschlachten von Walen gibt und fordern die japanische Regierung dringend dazu auf, es nicht länger zu erlauben.“

 

Anonymous veröffentlichte eine Nachricht auf Twitter, mit der die Gruppe sich zu Dutzenden vorangegangener Angriffe auf japanische Websites bekennt. Ebenso warnt die Gruppe davor, dass sie die Website des Premierministers Shinzo Abe lahmlegen werde, sollten die japanischen Behörden weiterhin Walfang betreiben.

 

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8 Januar 2016

Maui und Hector-Delphine - Beifang des Tages?

Maui und Hector-Delfine werden als Beifang in einem unhaltbaren Niveau getötet. Sie werden an Kiemennetzen (von Trawlern, kleinere gewerbliche Boote und Freizeitstellnetze) über den größten Teil ihres Lebensraums ausgesetzt. Bei diesem Tempo werde sie alle ausgestorben. Die Regierung versprach, 100% Beobachter Jahr 2016 in Kern Maui Delphin Lebensraum für die Fischerei Auswirkungen und Delfinverteilung bestätigen. Spätestens Update, nur eine begrenzte Anzahl von Fischereifahrzeugen hatten Beobachter an Bord.


Wir fordern die Regierung auf, ihre Verpflichtung zu 100% von Beobachtern 2016 zu ehren und um die Delfine von Beifang in ihrem vollen Bereich zu schützen.

 

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Meeressäugern in Gefangenschaft & die Abschlachtungen von Meeressäugern

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