Save the Ocean

06 Mai 2017

Wale auf 3 Uhr!

Insgesamt 15 Walarten tummeln sich von Mai bis Oktober in den Gewässern vor Island - nirgends in Europa ist die Vielfalt größer. Wer die Insel mit dem Schiff umrundet, kommt an den Giganten des Meeres nicht ungesehen vorbei - und umgekehrt natürlich.

Schneewittchen ist heute ausgesprochen gut gelaunt. Mit einem kräftigen Flossenschlag katapultiert es den etwa 30 Tonnen schweren Körper weit über die Wasserlinie und lässt sich dann laut klatschend zurück ins Meer fallen. Das Wasser spritzt meterweit in die Höhe. Die Touristen im Schlauchboot ziehen reflexartig die Köpfe ein, dabei ist die Buckelwaldame so weit vom Boot entfernt, dass ohnehin niemand nass geworden wäre - doch ein Wal, der springt, das ist nun mal beängstigend und faszinierend zugleich!

 

Schneewittchen dreht Pirouetten, sie legt sich auf die Seite und winkt mit ihrer mächtigen Brustflosse oder sie präsentiert beim Abtauchen fast angeberisch ihre beeindruckend große Fluke. "Sie haben wirklich Glück. So habe ich sie noch nie erlebt!", schwärmt Sarah Arndt, die bereits einige isländische Sommer lang Touristen von Húsavík aus mit Schlauchbooten oder ehemaligen Fischkuttern durch die geschützte Bucht von Skjalfandi kutschiert, damit sie Wale beobachten und fotografieren können. Gerade die nordisländische Küste lockt eine Vielzahl unterschiedlicher Wal-Arten sowie Delfine an. Schneewittchen hat die 25-Jährige an den Mustern auf der Fluke erkannt: "Die sind bei jedem Wal einzigartig. Das ist wie ein Fingerabdruck", erklärt Sarah Arndt.

 

Als die Gruppe wieder festen Boden unter den Füßen hat, ist jeder begeistert. Handys und Fotoapparate werden herumgereicht. Wer hat den besten Schnappschuss gemacht? Dabei ist der Ausflug in die Skjalfandi-Bucht nur der vorläufige Höhepunkt der Expeditionskreuzfahrt, die fünf Tage zuvor im Hafen der isländischen Hauptstadt Reykjavík gestartet war. In zehn Tagen werden die Passagiere an Bord der "Ocean Diamond" die Insel aus Feuer und Eis einmal umrundet haben - wobei das Wort Expedition in Anführungszeichen geschrieben werden sollte. Passagiere, die erwarten, dass sie die eisigen Gletscher Islands in Reinhold-Messner-Manier erklimmen, die Lavawüsten zu Fuß durchstreifen und jeden Tag verwegenere Abenteuer erleben werden, sind fehl an Bord. Zwar führt die 124 Meter lange "Ocean Diamond", die 1973 als Cargo-Schiff "Begonia" vom Stapel gelassen wurde, am Heck ein gutes Dutzend Zodiacs - das sind Schlauchboote mit Außenbordmotor - mit sich; doch Ausflüge in Fjorde, entlang von Steilküsten und Höhlen gibt es nur, wenn das Wetter gut ist. "Wir wollen nicht, dass unsere Passagiere sich nasse Füße holen", sagt Arndís Halla Ásgeirsdóttir.

 

Die Opernsängerin, die in Berlin klassischen Gesang studierte und sich als Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" und als Sängerin in der Show "Apassionata" einen Namen machte, ist die Perle in der Crew der "Ocean Diamond". Als 2012 das Heimweh stärker war als die Glücksgefühle, die der Applaus von Tausenden von Zuschauern auslösen konnte, heuerte sie auf dem Kreuzfahrtschiff an - als Guide, als Sängerin, als Zodiac-Fahrerin und Geschichtenerzählerin. Ihre gute Laune ist so ansteckend, dass sie selbst Passagieren, die von der Seekrankheit geplagt werden, ein Lächeln auf die Wangen zaubern kann. Und wenn sie gemeinsam mit Pétur Ernir, der die "Expedition" als Pianist begleitet, aber ebenso gut singen kann, auf Deck spontan zweistimmig isländische Weisen anstimmt, ist Gänsehaut garantiert. Wie mehr als die Hälfte ihrer Landsleute glaubt auch Arndís an das Huldufólk, das versteckte Volk (zumindest gibt sie es vor). Gemeint sind Elfen und Trolle und andere Fabelwesen, die man keinesfalls stören oder anderweitig verärgern sollte. "Sie rächen sich", sagt Arndís.

 

Die "Ocean Diamond" umrundet die Insel im Uhrzeigersinn. Gefahren wird über Nacht, so kann jeden Tag ein anderer Hafen erreicht werden, von dem aus die Passagiere dann Europas Vorposten am Polarkreis erkunden können. Stykkisholmur ist Ausgangspunkt für einen Ausflug auf die Snaefellsnes-Halbinsel. Das Gebiet wird als Island im Miniaturformat bezeichnet, weil seine landschaftliche Vielfalt nahezu alle Charaktere Islands widerspiegelt. Die Stadt Siglufjördur war einst Zentrum einer florierenden Heringsindustrie. Beim Besuch des örtlichen Museums erleben die Passagiere das goldene Zeitalter des "Heringbooms". Am Nachmittag steht ein Besuch auf der Insel Grimsey an. Hier lassen sich die possierlichen Papageientaucher, aber auch Lummen und verschiedene Möwenarten beobachten. Von Akureyri aus führt ein Ausflug zu den mystischen Krater- und Mondlandschaften um den Myvatn-See, wo in Tümpeln und Löchern Wasser und Schlamm kocht, dampft, blubbert und stinkt.

 

Während der Bus über die Hochebene kurvt, die den einen oder anderen an die kahle, mit Schlackehügeln und Asche bedeckte Wüste von Gorgoroth aus "Der Herr der Ringe" denken lässt, erzählt Arndís Märchen und Legenden aus ihrer Heimat. Zum Beispiel von Bárur, einem der ersten Siedler auf Island, in dessen Adern Trollblut geflossen sein soll. Auch die Lavaformationen seien nichts anderes als versteinerte Trolle, sagt Arndís.

 

Bei der Ankunft im Fischerort Djupivogur, Ausgangsort für einen Ausflug zur Gletscherlagune Jökulsárlón, hat das Wetter umgeschlagen. Acht Grad zeigt das Thermometer. Böiger Wind treibt Schauer aus Wasser und Graupel waagrecht vor sich her. "Wir müssen etwas gemacht haben, was die Elfen beleidigt hat", ulkt Roger Taylor, ein Spaßvogel aus England, als das Amphibienfahrzeug ins Wasser gleitet, in dem Eisberge jeglicher Form und Größe treiben. "Dieses Eis ist 1000 Jahre alt!", sagt der Bootsführer. Er fischt einen Brocken des Eisbergs aus der Lagune und zerhackt ihn in kleine Stücke, damit jeder probieren kann. "Es ist das reinste Wasser, das ihr jemals gekostet habt!" - "Eine Tasse Tee wäre mir lieber", ruft Roger dazwischen und hat die Lacher auf seiner Seite.

Zu verdanken haben die Isländer die Lagune mit ihren bizarren, vielfarbigen Eisformationen, die bereits in verschiedenen Filmproduktionen als Schauplatz diente, zum Beispiel in "James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag", übrigens nicht den Trollen, sondern der allgemeinen Klimaerwärmung.


Hier kalbt nämlich eine der Gletscherzungen des Vatnajökull Eisberge in einen See, der in den vergangenen Jahrzehnten rasant angewachsen ist.

Als die "Ocean Diamond" am Abend Kurs nimmt auf die letzte Station der Reise, die Westmännerinseln, reißt die graue Wolkendecke auf. Wie eine Silbermünze schiebt sich die Sonne hervor und taucht das Meer rund um den Dampfer in gleißendes Licht. Obwohl im Speisesaal bereits das Abendessen serviert wird, versammeln sich viele Passagiere an Deck, um die Lichtreflexionen auf der Wasseroberfläche zu bestaunen. Und als wäre das allein nicht spektakulär genug, meldet sich auch noch der Kapitän über Bordlautsprecher, um den Passagieren die Position einer Sichtung bekannt zu geben: "Wale auf 3 Uhr!"
Tatsächlich, am Horizont sind plötzlich die Atemfontänen mehrerer Wale zu sehen. Ein Gruß von den Elfen? Ein magischer Moment ist es allemal!

 

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28 April 2017

Das Pacific Garbage Screening soll tonnenweise Plastikmüll aus den Meeren sammeln

Eine deutsche Architektin hat eine Anlage entwickelt, welche die Meere von Müll befreien könnte: Die schwimmende Plattform soll Plastik ganz einfach aus dem Wasser filtern.

Es sieht aus wie ein riesiger Kamm und könnte unsere Ozeane retten: das „Pacific Garbage Screening“ (PGS). Noch ist die Anlage in der Entwicklungsphase, doch die Idee ist vielversprechend. Das PGS ist eine riesige schwimmende Plattform, die durch ihre spezielle Bauweise Plastikmüll aus dem Meer filtern soll. So könnten die Meere gereinigt und tausende Meereslebewesen gerettet werden. Denn für Fische, Meeressäuger und Vögel stellt Plastikmüll eine große Gefahr dar: Sie verheddern sich darin, fressen ihn versehentlich und sterben daran.

 

So funktioniert das Pacific Garbage Screening
Plastik schwimmt nicht nur an der Oberfläche der Meere – ein Großteil des Mülls sinkt unter die Wasseroberfläche. Die Strömungen und Umwälzungen in den Meeren ziehen die Kunststoffteile unter Wasser, ein Großteil treibt in den ersten 50 Metern unter der Oberfläche. Ohne Strömungen würde Plastik an der Oberfläche schwimmen wie in einem Swimmingpool, denn Plastik ist leichter als Wasser.

 

Plattform kann Strömungen beruhigen
Soweit der theoretische Hintergrund des Projekts. Die PGS-Plattform soll architektonisch so konzipiert sein, dass sie die Strömungen beruhigen kann und das Plastik wieder an die Oberfläche treibt. 35 Meter lange „Kiele“ bilden unter der Anlage eine Art Kanalsystem von etwa 400 Metern Länge.

„Das Wasser strömt durch das Kanalsystem, dabei werden die Bewegungen des Meers punktuell beruhigt“,

erklärt uns die Initiatorin des Projekts, Marcella Hansch. Das Plastik kann nun also durch seinen eigenen Auftrieb an die Oberfläche steigen und dort abgeschöpft werden.

„Wir wissen aufgrund von ersten Berechnungen, dass dieses Prinzip funktioniert“, sagt Hansch. Das Projekt Pacific Garbage Screening war ihre Masterarbeit im Fach Architektur. Vor vier Jahren entwarf sie die Anlage, inzwischen steht hinter dem Projekt ein 15-köpfiges Team von Ehrenamtlichen.

 

„Das Wasser strömt durch das Kanalsystem, dabei werden die Bewegungen des Meers punktuell beruhigt“,

erklärt uns die Initiatorin des Projekts, Marcella Hansch. Das Plastik kann nun also durch seinen eigenen Auftrieb an die Oberfläche steigen und dort abgeschöpft werden.

„Wir wissen aufgrund von ersten Berechnungen, dass dieses Prinzip funktioniert“, sagt Hansch. Das Projekt Pacific Garbage Screening war ihre Masterarbeit im Fach Architektur. Vor vier Jahren entwarf sie die Anlage, inzwischen steht hinter dem Projekt ein 15-köpfiges Team von Ehrenamtlichen.

Im hinteren Bereich des PGS sollen Maschinenräume, Lagerräume und Wohnräume für die Crew liegen. Der Vision der Erfinderin zufolge könnte die Anlage außerdem auch als Forschungsstation dienen.

 

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12 Januar 2017 

Mutter-Tochter-Stress im Orca-Reich

Schwertwal-Weibchen werden uralt, können aber den Großteil ihres Lebens keinen Nachwuchs bekommen. Warum nicht? Forscher haben nun eine Antwort gefunden.

"Granny" war ein Phänomen. Auch als betagte Dame führte das Orca-Weibchen noch seine Gruppe an. Da war es vermutlich schon 105 Jahre alt - und galt als der älteste lebende Schwertwal überhaupt.

 

Das Tier mit dem auffälligen weißen Fleck und der Kerbe in der Rückenflosse, an der Forscher "J2" leicht identifizieren konnten, war offenbar auch in fortgeschrittenem Alter wichtig für die Gemeinschaft der knapp 25 Tiere, mit denen es in den pazifischen Gewässern zwischen der Küste Kaliforniens und Alaska lebte.

 

Schwertwal-Kühe sind aber nicht nur aufgrund ihres Alters ungewöhnlich, schließlich werden andere Tiere wie Schildkröten oder Hummer deutlich älter, sondern aus einem anderen Grund.

Denn üblicherweise ist es im Tierreich so: Hört ein Weibchen mit der Fortpflanzung auf, sind seine Tage gezählt. Im Fall der Schwertwale ist die Natur aber nicht so gnadenlos. Denn die Kühe pflanzen sich im Alter von 12 bis 40 Jahren fort, sie können aber etwa 80, 90 Jahre alt werden. Bullen werden dagegen nur etwa 30 Jahre alt.

 

"Dass es bei der Familie kaum ohne Oma läuft, hat gute Gründe, wie Forscher schon länger wissen. Denn die Alten geben ihre Erfahrung an die Jungen weiter, übernehmen in Zeiten knapper Nahrung sogar die Führung der Gruppen und zeigen, wo noch Lachse zu finden sind, hatte eine Studie gezeigt. Auf diese Weise sichern sie ihren eigenen Nachkommen das Überleben und sorgen für den Fortbestand ihrer Gene. Und die Gruppe profitiert andersrum von der Erfahrung der alten Damen.

Doch warum haben Orca-Kühe im Laufe der Evolution überhaupt mit der Reproduktion aufgehört und zeugen die meiste Zeit ihres Lebens keinen Nachwuchs? Diese Frage war bisher nicht gelöst. Ein Forscherteam von den Universitäten aus Exeter, Cambridge und York hat nur eine Antwort darauf gefunden: Die älteren Säuger werden von ihren eigenen Töchtern ausgestochen, sobald diese Nachwuchs bekommen.

 

Schon bei Schwertwal-Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter, also unter 40 Jahren, zeigt sich: Sind Mutter und Tochter gleichzeitig trächtig, hat der Nachwuchs der Tochter eine 1,7 Mal höhere Überlebensrate. Das hat die Auswertung von Daten aus 43 Jahren von zwei Walpopulationen im Nordwestpazifik gezeigt, die die Forscher für ihre Studie vorgenommen hatten. Sie ist im Fachmagazin "Current Biology" erschienen.

 

Das schlechtere Abschneiden beim Reproduktionswettkampf ist laut den Forschern nicht alleine mit besseren physischen Voraussetzung der Jüngeren zu erklären. Denn ältere Orca-Kühe würden eben mehr ins Überleben der gesamten Gruppe investieren müssen. "Unsere Untersuchung legt nahe, dass ältere Weibchen in die Menopause gehen, weil sie im Reproduktionswettkampf ihren Töchtern unterliegen", sagt Studienleiter Darren Croft.

 

"Granny" inzwischen verstorben

Zu dem Konflikt trägt auch bei, dass Orcas in ihrem Familienverbund gemeinsam auf die Jagd gehen und auch die erbeuteten Fische häufig teilen. Das würde ältere Weibchen zumindest in Zeiten der Schwangerschaft vor die Wahl stellen, entweder sich selbst besser zu versorgen oder den trächtigen Töchtern mehr zu überlassen.

 

Die Daten für die Studie stammen vom Center for Whale Research in den USA und Fisheries and Oceans Canada, einer staatlichen Forschungseinrichtung in Kanada. Zur der untersuchten Population gehört auch die "J-Pod" - so haben Forscher die Familie von "Granny" genannt. Doch inzwischen ist die berühmte Schwertwal-Oma wohl gestorben.

 

Im Oktober führte sie ihre Gruppe in den Puget Sound, eine Meeresbucht im Nordwesten des US-Bundesstaates Washington. Die Gruppe tauchte später wieder auf, berichtete das Center for Whale Research kürzlich. Doch "Granny" blieb wohl für immer in der Bucht.

 

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13 September 2016

Kieler sind im Delfin-Fieber

Wie ein Lauffeuer hat sich die Nachricht verbreitet, dass ein Delfin die Kieler Förde besucht. Gefühlt ist ganz Kiel auf den Beinen, um zumindest noch nach Feierabend einen Blick auf den verspielten Großen Tümmler zu werfen.

 

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27 August 2016

Delfine als Hebammen? Die verrückte Geburtsstory einer Berlinerin auf Hawaii

Es war eine Geschichte, die wie gemacht war für die Weltpresse. Dorina Rosin, eine Berlinerin, wandert 2014 nach Hawaii aus, wird schwanger und möchte ihr Kind in den Wellen des Meeres gebären – mit Delfinen als Geburtshelfer. Doch die Geschichte war nicht so, wie sie geschrieben wurde. Wir haben Dorina Rosin auf Hawaii erreicht. So viel vorab: Ihre Tochter Moana Hoku kam vor drei Monaten gesund zur Welt.

 

Dorina, Du bist berühmt geworden als die Frau, die ihr Kind im Ozean gebären will – mit Delfinen als Geburtshelfern. Was ist dran an der Geschichte?

Ich lebe zusammen mit meinem Mann auf Hawaii in einer Gegend, wo Delfine tagsüber zum Ausruhen in die Buchten kommen und wo Menschen seit langem mit Delfinen schwimmen, kommunizieren und von ihnen lernen. Ich bin schon vor meiner Schwangerschaft viel mit den Delfinen hier geschwommen und hatte das Glück, auch in der Schwangerschaft viel mit ihnen schwimmen zu können.

 

Ich hatte die Vision von einer Geburt in der Natur – unter freiem Himmel am Meer – und wir hatten das Glück, während meiner Schwangerschaft in ein Haus am Meer umzuziehen und so wurde die Vision klarer – direkt am Meer auf der Wiese vor dem Haus, in dem wir gerade wohnen, wollte ich unser Baby auf die Welt bringen – in Anwesenheit unserer Hausgeburtshebamme. Wir hatten ein Geburtsbecken mit warmem Wasser geplant und ich stellte mir vor, dass die Delfine mich energetisch unterstützen würden. Die Idee, dass ich mit den Delfinen im Meer gebären wolle, wurde von der Presse schlichtweg erfunden.

 

Eine Geburt im Meer wäre also zu gefährlich gewesen?

Die Buchten hier, in die die Delfine kommen, sind viel zu tief, um mit den Delfinen zu gebären – zumindest kann ich mir nicht vorstellen, wie das praktisch gehen sollte. Es gibt kleine natürliche Becken hier, in denen eine Geburt eventuell vorstellbar wäre. Ich habe eine Frau getroffen, die ihren Sohn in einem solchen, also im Meer geboren hat. Dort sind dann aber keine Delfine. Bei einer Freundin von mir haben die Wehen im Wasser mit den Delfinen angefangen und sie ist dann noch eine Weile mit ihnen geschwommen, bis die Wehen stärker wurden. Aber real mit ihnen zu gebären ist hier auf Hawaii nicht vorstellbar.

Hättest Du mit so viel internationaler Aufmerksamkeit gerechnet?

 

Nein, das hat mich ziemlich überrascht. Eine Produktionsfirma vom englischen Fernsehen hatte Kontakt mit uns aufgenommen über eine Freundin, die mit Delfinen und Schwangeren arbeitet. Sie meinten, sie wollten über alternative Möglichkeiten von Schwangerschaftsvorsorge und Geburt informieren und wir dachten, es wäre eine super Gelegenheit, mehr Menschen in England für natürliche Geburt, Klangheilung und Kommunikation mit Delfinen zu begeistern.

 

Das englische Fernsehen schickte zweimal für ein paar Tage eine Kamerafrau, die uns im letzten Drittel der Schwangerschaft und nach der Geburt interviewte und filmte. Da war aber nicht die Rede davon, dass wir mit Delfinen gebären wollen. Das haben sie ohne unser Wissen für ihre Show erfunden und dann leider auch in der Show so dargestellt.

 

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16 August 2016

Delfine Verfangen im Geisternetz

An den Stränden von Bulgarien und Rumänien werden immer mehr tote Delfine angespült. Doch die noch größere Tragödie geschieht auf offener See - Tausende der Tiere sterben dort durch illegale Fischerei.

 

Es ist das Bild eines kleinen Jungen, das sich Atanas Rusew am stärksten eingebrannt hat. Der Bub, der mit seinen Eltern Anfang Juli zum Urlaub an Bulgariens Schwarzmeerküste gekommen war, trug einen Babydelfin, den das Wasser an den Strand gespült hatte, vorsichtig auf den Armen zu seinen Eltern. "Es war, als hoffte er, der Delfin werde wieder aufwachen, wenn er nur vorsichtig genug mit ihm umginge", sagt Rusew. Doch der Delfin war tot, so wie wahrscheinlich Hunderte andere, die in diesem Jahr an die Strände Bulgariens oder Rumäniens getrieben wurden. Ein trauriger Rekord, der Touristen entsetzt und in Bulgarien mittlerweile auch den Regierungschef beschäftigt.

 

Nach offiziellen Zahlen wurden allein in Bulgarien schon bis Mitte Juli 108 tote Delfine gefunden - weit mehr als in den Jahren zuvor. Die Zahlen von Rusew, Leiter der Umweltgruppe "Rettet die Korallen", liegen indes deutlich höher. "Uns wurden 2016 mehr als 300 tote Delfine gemeldet. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Denn die meisten Delfine sterben weit draußen auf dem Meer."

 

Dort werfen die Fischer oft Hunderte Meter breite Netze aus. Vor allem junge Delfine verfangen sich in ihnen und ertrinken unter Wasser. "Wenn die Fischer die Netze einholen und die toten Delfine wieder ins Wasser werfen, werden sie bei den vorherrschenden Strömungen und Winden nur in schätzungsweise fünf bis zehn Prozent aller Fälle an Land getrieben. Wir glauben deshalb, dass wir es jedes Jahre mit Tausenden toter Delfine zu tun haben", sagt Rusew, der seit Jahren versucht, mehr Aufmerksamkeit auf das Sterben der Delfine im Schwarzen Meer zu lenken.

Bisher hatte er damit nicht viel Erfolg. Zwar stehen etwa in Bulgarien Geldstrafen von umgerechnet bis zu 10 000 Euro oder bis zu fünf Jahren Gefängnis auf die Tötung eines Delfins. "Ich kenne aber keinen Fall, in dem dies auch geschehen wäre. Wir haben auch Delfine gefunden und fotografiert, die Einschusslöcher aufwiesen. Auch danach ist nichts passiert", sagt Rusew. Für Fischer bedeuten Delfine im überfischten Schwarzen Meer in erster Linie Konkurrenz - ein ausgewachsener Delfin frisst leicht 20 Kilo Fisch täglich. Fischer haben wenig Anlass, tote Delfine zu betrauern.

 

Gehör fand Rusew erst, als er zwei Dinge tat: Erstens, sich mit dem Meeresbiologen Razvan Popescu aus dem Schwarzmeerhafen Constanza im benachbarten Rumänien zusammenzutun. Popescu, der die Meeressäuger des Schwarzen Meeres seit 16 Jahren erforscht, leitete von 2007 bis 2012 ein Projekt zu den Todesursachen verendeter Delfine. "Natürlich sterben Delfine auch durch Schiffsschrauben, Schnellboote oder Krankheiten. Aber in knapp vier Fünftel der von uns dokumentierten Fälle starben sie in Fischernetzen", sagt Popescu. Rusew und Popescu sammelten seit dem Jahr 2015 an mehr als 250 tot aufgefundenen jungen Delfinen Spuren, die offensichtlich vor allem von Fischernetzen stammten.

 

Der zweite Schritt Rusews: Er erinnerte sich eines sechs Jahre zurückliegenden Treffens. Damals half Rusew, sieben unweit von Sofia in einer Höhle gefangene Bulgaren zu finden und zu retten. Das brachte ihm ein Treffen und den Dank von Ministerpräsident Boiko Borisow ein. Der Regierungschef gab dem Aktivisten auch einen Kontakt, um sich bei Bedarf direkt an ihn wenden zu können. Als in diesem Sommer die Zahl der toten Delfine auf einen Rekord stieg, nutzte Rusew den Draht zum Regierungschef. Mitte Juli bestellte dieser Rusew und die Minister für Umwelt und Wasser sowie für Landwirtschaft und Ernährung zu sich.

"Wir werden Fischfang in den Gebieten verbieten, in denen Delfinpopulationen vorkommen", sagte der Regierungschef nach dem Treffen Ende Juli und befahl den Ministern, die Umsetzung vorzubereiten. Außer einem Fangstopp könnten Fischer möglicherweise auch gezwungen werden, ihre Netze mit Sendern auszurüsten, die Delfine abschreckende Signale senden, sagte Ernährungsministerin Desislawa Tanewa. Bulgarische Fischerverbände protestieren jedoch: 7000 Jobs seien in Gefahr. Auch Meeresbiologe Popescu hält die vorgeschlagenen Maßnahmen weder für leicht umsetzbar noch effektiv. "Ein Fangstopp braucht gründliche Vorstudien und ist nicht leicht umsetzen - schließlich wandern Fischschwärme und mit ihnen die Delfine. Warneinrichtungen an Netzen sind teuer - und vor allem erreichen sie nicht illegale Fischer."

 

Im Mai 2016 stoppte Rumäniens Küstenwache 120 Kilometer vor dem rumänischen Teil des Schwarzen Meeres einen illegal fischenden türkischen Kutter. Biologe Popescu fotografierte allein an dieser Stelle im Wasser sechs tote Delfine. Das Schiff wurde beschlagnahmt, der Kapitän verhaftet. "Leider sind solche Erfolge gegen illegale Fischer sehr selten", sagt Popescu. "Es gibt kaum Kontrollen, und das Geschäft ist sehr lukrativ Wir schätzen, dass mindestens drei Viertel der Fischerei illegal sind."

 

Die Wilderer sorgen selbst in Abwesenheit für weitere Probleme: Geisternetze, die sie zurücklassen oder kappen, wenn sie der Küstenwache entgehen wollen. Seit der illegale Fischfang im Schwarzen Meer in den vergangenen drei Jahrzehnten stark zunahm, "dürften mindestens 1000 Kilometer Netze gekappt oder verloren gegangen sein. In diesen Geisternetzen gehen bis heute Fische und Delfine zugrunde", sagt Popescu. "Die effektivste Schutzmaßnahme für Delfine wäre, endlich systematisch diese Geisternetze einzusammeln. Das wollten etwa Bulgarien und Rumänien schon vor mehr als zehn Jahren tun - geschehen ist bis heute nichts."

 

In Bulgarien glaubt Aktivist Rusew, dass die Behörden trotz der Anordnung von Ministerpräsident Borisow angesichts knapper Budgets und starker Fischerlobby auf Zeit spielen und kein Interesse an einem effektiven Schutz der Delfine haben. Bei einem Treffen im Schwarzmeerhafen Burgas sei viel darüber geredet worden, dass man erst einmal die Ursachen für das Delfinsterben feststellen müsse. Dabei sind diese in Rusews Augen längst erwiesen. Vor wenigen Tagen hat sich der Aktivist nochmals an den Ministerpräsidenten gewandt - und hofft, ihn bei einem weiteren Treffen von einem eigenen Aktionsplan zu überzeugen.

 

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12 August 2016

Willkommen in Germany die Ostsee-Delfine sind zurück!

Sie sind wieder zurück – oder waren vielleicht gar nicht weg: Die Ostsee-Delfine! In der Lübecker Bucht wurden in den letzten Wochen wieder vermehrt große Tümmler gesichtet. Sogar ein Jungtier konnte gefilmt werden.

 

Ein kleiner Delfin taucht ohne Scheu nah an der Küste und an der Oberfläche. Seine kleine Rückenflosse ist immer wieder sichtbar.

 

OSTSEE-DELFINE: MEHRERE SICHTUNGEN ENTLANG DER KÜSTE

Bereits in den Wintermonaten und im Frühjahr hatten die Delfine Selfi und Delfi einen Hype an den Ostsee-Stränden von Flensburg über Kiel bis in die Lübecker Bucht und Wismar ausgelöst. Die Tiere wurden dort häufig gesichtet und hatten kaum Menschenscheu. Zum Teil wurden sogar Delfin-Touren angeboten, um die großen Tümmler zu erleben.

Umweltorganisationen wie Sea Shepherd und der WDC hatten damals bereits gewarnt, durch die große Popularität seien die Tiere in Gefahr. Seit März war es ruhig um die Meeressäuger geworden. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere in ihren natürlichen Lebensraum zurückgezogen hätten: Die Nordsee und den Atlantik.

 

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12 August 2016

Macht die Delfine von Rio de Janeiro zu Olympia-Siegern

An der Atlantikküste vor Rio de Janeiro spielt sich nach Angaben der Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“ eine Umwelttragödie ab. Demnach verenden Monat für Monat in der Sepetiba-Bucht zehn Guyana Delfine (Sotalia guianensis) in Fischernetzen. Der Lärm von Schiffen, Meeresverschmutzung und Überfischung verschlimmern die Bedrohung. In wenigen Jahren könnte die dortige Population von derzeit lediglich 800 Tieren ausgelöscht sein. Wie bedroht die Guyana Delfine, deren Lebensraum sich theoretisch von Nicaragua bis Südbrasilien erstreckt, insgesamt sind, weiß niemand. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN), die die rote Liste bedrohter Arten führt, gibt es dafür nicht genügend Daten.

 

In Rio de Janeiro ist der Guyana Delfin das Wappentier und ziert die Flagge der Metropole. Die Stadt müsste alles in ihrer Macht stehende tun, um den Boto-Cinza, wie er dort genannt wird, zu retten. Doch sie tut – nichts. Brasilien steht im Fokus der Kritik von sozialen Bewegungen und Umweltschützern. Das Land und die Stadt Rio de Janeiro haben für die Spiele Menschen vertrieben, einen Golfplatz in ein Schutzgebiet gebaut und darin versagt, die Abwässer der Metropole zu klären. So finden Segelwettbewerbe im dreckigen, belasteten Wasser der Guanabara-Bucht statt. Nachdem die Sportler abgereist sein werden, geht die Tragödie der Delfine weiter – wie auch der Kampf für ihr Überleben.

Die Umweltschützer der Organisation Sea Shepherd Legal haben eine Petition zum Schutz der Guyana Delfine in Rios Sepetiba-Bucht gestartet. Sie fordern die zuständigen Politiker und Behörden zu einem ganzen Bündel von Maßnahmen auf, um den Bestand der Tiere zu retten.

 

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23 Mai 2016

Erfolgreiche Delfin-Auswilderung mit anschließender Fortpflanzung gelungen

Nach vierjähriger illegaler Gefangenschaft im Jungmun Marine Park Pacific Land in Süd-Korea wurde im Jahr 2013 ein Delfinweibchen wieder erfolgreich in die Freiheit entlassen.
Forscher konnten feststellen, dass die Delfindame sich einer Delfinschule mit vollständiger sozialer Integration angeschlossen hat und nun Nachwuchs in freier Wildbahn bekommen hat. Dadurch konnte die nächste Generation von Delfinen in freier Wildbahn aufrecht erhalten werden. Der Wiederansiedlung war ein sorgsames Programm der Fütterung mit lebenden Fischen und zur Stärkung der Fitness vorausgegangen.

 

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7 März 2016

Selfie“ und „Delfie“ sind weitergezogen

Die Flensburger müssen jetzt ganz stark sein: Die beiden Delfine haben die Stadt offenbar verlassen.

Abschied von „Selfie“ und Delfie“: Die beiden Großen Tümmler, die in den vergangenen Wochen die Herzen der Menschen an der Flensburger Förde im Sturm erobert haben, sind offenbar weitergezogen. „Seit Donnerstag wurden sie nicht mehr gesehen“, sagt der Flensburger Feuerwehr-Taucher Stephan Thomsen, dem bei mehreren Begegnungen unter Wasser großartige Aufnahmen der Delfine gelungen sind. „Bei unserem Tauchgang am Wochenende waren nur einige Schweinswale zu sehen“, sagt Thomsen.

Der Kappelner Wal-Experte Dr. Andreas Pfander zeigte sich überrascht darüber, wie schnell die Schweinswale zurück in die Innenförde geschwommen sind: „In den letzten Wochen habe ich deutlich weniger Schweinswal-Sichtungen gemeldet bekommen“, sagt er. Der wahrscheinliche Grund: „Zwei ausgewachsene Tümmler-Männchen können den kleineren Schweinswalen durchaus gefährlich werden.“ Jetzt ist die Gefahr erst einmal vorüber.

Der Weg der beiden Delfine führt offenbar nach Norden: Ein dänischer Fischer hat sie am Wochenende vor dem dänischen Apenrade gesehen. Als Nahrungs-Opportunisten sind die beiden wohl Fischschwärmen gefolgt, vermutet Pfander – und will nicht ausschließen, dass sie irgendwann zurückkehren: „Die Tiere haben ein gutes Gedächtnis, und in der Flensburger Förde hat es ihnen ganz offensichtlich gut gefallen, sonst wären sie nicht vier Wochen lang geblieben.

 

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19 Februar 2016

Orcas können "Delfinisch" lernen

Orcas übernehmen Delfinlaute, wenn diese länger miteinander zusammenleben. Das haben Forscher in San Diego in Kalifornien entdeckt.

Orcas können die "Sprache" der Delfine lernen. Das haben Forscher um Ann Bowles vom Hubbs-SeaWorld Research Institute in San Diego in Kalifornien entdeckt. Sie hatten die akustischen Signale von insgesamt zehn in Gefangenschaft gehaltenen Schwertwalen aufgezeichnet. Drei der Tiere lebten schon seit mehreren Jahren in maritimen Freizeitparks mit Tümmler-Delfinen zusammen. Die restlichen sieben Orcas hatten nur zu ihresgleichen Kontakt.

 

Am Ende verglichen die Wissenschaftler die Geräusche der Orcas mit denen der Delfine. Das überraschende Ergebnis: Die Schwertwale, die untereinander geblieben waren, gaben fast ausschließlich die tiefen, pulsierenden Rufe von sich, die typisch sind für die soziale Kommunikation ihrer Art. Die anderen drei jedoch setzten weitaus häufiger Pfeif- und Klicklaute ein. Die gehören zwar auch zum Repertoire von Schwertwalen, sind aber unter Tümmler-Delfinen viel verbreiteter. Einer der Orcas hatte sogar gelernt, einen Zwitscherlaut zu reproduzieren, den ein Trainer den Delfinen beigebracht hatte – bevor sie zum ersten Mal auf die Schwertwale getroffen waren.

 

Jede Schwertwalgruppe hat eine eigene Sprechweise:
Die Fähigkeit, Laute zu erzeugen, die nicht im genetischen Repertoire der eigenen Art angelegt sind, ist relativ selten. Weltweit beherrschen vor allem drei Vogel- und drei Säugetiergruppen ein solches "stimmliches Lernen": Neben den Menschen und Walen auch Fledermäuse, Singvögel, Kolibris und Papageien. Und von Orcas war immerhin bekannt, dass sie die Laute von Seelöwen imitieren, um diese als Beute anzulocken.

Mit dem "Delfinisch" zeigen sie nun eine weitere Variante, die offenbar ohne spezielle Not oder Fressnutzen erlernt und angewendet wird. Möglicherweise fällt den Orcas das "Fremdsprachenlernen" auch deshalb leicht, weil sie es von Natur her schon gewohnt sind, sich auf unterschiedliche "Dialekte" ihrer eigenen Spezies einzulassen: Jede Schwertwalgruppe kommuniziert in jeweils eigener Sprechweise.

 

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Meeressäugern in Gefangenschaft & die Abschlachtungen von Meeressäugern

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