Naturkatastrophe

12 Juli 2017

Riesiger Eisberg abgebrochen fast siebenmal so groß wie Berlin 

Bereits Anfang Juni hatten die Forscher vor einer Ablösung des Eisbergs gewarnt. Dadurch allein sei kein Anstieg des Meeresanstiegs zu befürchten, erklärten die Wissenschaftler damals. Die Ablösung der Eismassen könne aber Larsen C destabilisieren und zum Einsturz bringen. Dadurch würden riesige Wassermassen freigesetzt. Wenn alle von Larsen C aufgefangenen Gletscher ins Meer flössen, würde der weltweite Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter steigen, warnten die Forscher.

 

Größte Eisschelf der Antarktis verkleinert

Durch das Abbrechen des Eisberges, der voraussichtlich den Namen A68 erhalten soll, verringerte sich die Fläche von Larsen C den Forschern zufolge um ein Zehntel. Larsen C ist das nördlichste und größte Eisschelf der Antarktis. Zwei keinere Eisschelfe an der östlichen Seite der Antarktis sind bereits kollabiert: 1995 ging Larsen A verloren, sieben Jahre später Larsen B.

 

Die Antarktis ist besonders stark vom Klimawandel betroffen: Sie zählt zu den sich am schnellsten erwärmenden Gebieten unseres Planeten.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch. 

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Versenkt und Vergessen - Atommüll vor Europas Küsten

 

Zwischen 1946 und 1992 verklappten sie auch Teile ihres Atommülls im Meer. Es waren Abfälle aus Industrie und Wissenschaft, vor allem aber aus Atomkraftwerken und der Atomwaffenproduktion. Jetzt beleuchtet ein Film von Arte die Folgen.

 

Rund 53 Prozent des versenkten Atommülls landeten im Atlantik, 45 Prozent in arktischen Gewässern. Weltweit waren 70 bis 80 Gebiete betroffen. 1993 wurde die Verklappung auf hoher See endlich durch ein internationales Abkommen verboten. Allerdings durften die Wiederaufarbeitungsanlagen inLa Hague (Frankreich) undSellafield (England) ihre radioaktiven Abwässer weiterhin ins Meer pumpen.

 

Seit Ende der 70er Jahre setzt sich Greenpeace gegen die Verklappung von Atom- und Industriemüll auf hoher See ein. Doch Politik und Industrie scherten sich nicht darum. Fässer mit radioaktiven Abfällen wurden weiter über Bord geworfen. Doch als die Öffentlichkeit erfuhr, was da auf See geschah, war das Ende der Atommüllverklappung in Sicht.

 

Heute sollen mehr als 100.000 Tonnen radioaktiver Abfälle auf dem Meeresgrund vor Europa liegen und niemand weiß genau, was in den Fässern an radioaktivem Material versenkt wurde. Früher wurden die Versenkungsgebiete regelmäßig untersucht und Meeresboden, Wasser und Fische auf Radioaktivität kontrolliert. Forscher fanden dabei Radionuklide, die darauf hindeuten, dass Fässer leckgeschlagen sind. Das hat sich bis heute noch eher verstärkt.

 

Die Filmemacher Thomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff, Spezialausrüstung und Unterwasserkameras auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht. Heraus kam der Film "Versenkt und Vergessen: Atommüll vor Europas Küsten", den Arte heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellt. Der Film zeigt, welche Schäden die radioaktiven Altlasten mittlerweile bei Menschen und in der Umwelt angerichtet haben.

 

Harald Zindler, einer der Greenpeace-Aktivisten, die damals im Schlauchboot gegen die Verklappungen kämpften, begleitete die Filmemacher. Nahe der Kanalinsel Alderney befindet sich die Atommüllkippe Hurd Deep. Auf über 40 Quadratkilometern sind zehntausende Atommüllfässer auf dem Meeresgrund und das Team machte sich auf, den versunkenen Atommüll im Ärmelkanal zu finden.

 

Auch heute landet Atommüll weiterhin im Meer. Wiederaufarbeitungsanlagen pumpen flüssigen Atommüll in die Irische See und in den Ärmelkanal. Die Langzeitfolgen der atomaren Meeresverschmutzung sind weitgehend unbekannt. Dass es darüber kaum Informationen gibt, ist kein Zufall: Die wahre Faktenlage wird geleugnet, heruntergespielt und verheimlicht.


 

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12 Juni 2017

Wieviel Dummheit verträgt ein Ozean?

IInseln saufen ab, Korallen sterben, Meere verdrecken - und dennoch endet die erste UN-Ozeankonferenz mit bestenfalls guten Absichten und einer weichgespülten Erklärung. Ticken wir eigentlich noch ganz richtig?
Ein Kommentar von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Wieviel Dummheit verträgt diese Welt eigentlich? Oder gern auch umgekehrt: Wie viele brillante, nüchterne, intelligente, vernunftbegabte und sachlich argumentierende Menschen braucht es, um die Dummheit zu besiegen? Offenbar mehr als 5000 Teilnehmer einer Ozeankonferenz. Offenbar mehr als Dutzende Präsidenten und Staatschefs von Inselstaaten, die buchstäblich im Ozean absaufen werden. Offenbar mehr als 22 freiwillige Maßnahmen, zusammengeschrieben auf - sicher gut gemeintem - Recyclingpapier.

Toll, dass es diese Ozeankonferenz überhaupt gab. Man freut sich ja schon über Kleinigkeiten. Großartig, dass 150 Nationen über 1000 freiwillige Zusagen hinterlegt haben, wie sie konkret die Meere schützen wollen, die uns Leben schenken, Nahrung, Schönheit, Luft und den Namen: der blaue Planet.

 

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Massensterben gestrandete Wale gelangen zurück ins Wasser 12.02.2017

Ein Großteil der am Wochenende an der Küste Neuseelands gestrandeten Grindwale ist vorerst gerettet: Mehr als 200 Wale gelangten wieder ins Meer. Das teilte die Naturschutzbehörde mit. Entlang der Landzunge Farewell Spit waren in den vergangenen Tagen bereits hunderte Tiere gestrandet und schließlich verendet.

 

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World Economic Forum Annual Meeting 2017

8 Mio. Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich vom Land ins Meer, in 35 Jahren mehr Plastik im Überfluss als Fische im Wasser


Jede Minute gelangt ein Müllwagen voller Plastik in die Ozeane. Forscher haben ausgerechnet, dass sich die Menge in den kommenden Jahren vervierfachen könnte.

Im Jahr 2050 könnte in den Meeren die Menge an Plastik die Menge der Fische übersteigen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Ellen MacArthur Foundation in einer Studie, die das Weltwirtschaftsforum beauftragt hatte. Derzeit gelangten jährlich acht Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Das entspricht etwa einem Müllwagen pro Minute, der in die Meere entleert wird. Die Zahl könnte sich bis 2030 verdoppeln und bis 2050 vervierfachen.

Derzeit schwimmen in den Meeren nach Berechnung der Forscher etwa 150 Millionen Tonnen Plastik. Das entspreche etwa einem Fünftel des Gewichts aller Fische. "Schon für das Jahr 2025 erwarten wir ein Verhältnis von Fisch zu Plastik, das eins zu drei beträgt", heißt es. Das entspräche 250 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen.

Selbst wenn es eine abgestimmte Müllvermeidung gebe, werde sich der Zufluss von Plastik in die Meere stabilisieren und nicht abnehmen, prognostizieren die Forscher. Dafür sei auch ein steigender Verbrauch von Plastikmaterialien verantwortlich. In den vergangenen 50 Jahren habe sich dieser verzwanzigfacht, in den kommenden 20 Jahren werde er sich noch einmal verdoppeln.

 

Von diesen Verpackungen würden nach Berechnung der Forscher nur 32 Prozent in Sammelsystemen aufgefangen. Viele gelangen stattdessen in den Wasserkreislauf. Dies erzeuge hohe Kosten. Die Vereinten Nationen berechneten den so entstehenden Schaden in der Studie Valuing Plastic. Sie kamen auf eine Summe von 13 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

 

Zu diesen Kosten kämen noch die direkten Schäden, die in den Ozeanen verursacht werden, heißt es in dem Bericht. Zudem müssten weitere Aspekte berechnet werden, wie der Einfluss auf die menschliche Gesundheit und die Nahrungskette. Auch beeinflussten die Abbaustoffe von Plastik weitere Ökosysteme wie Wälder und Wasserläufe. Rechnete man all diese indirekten Folgen von Plastikmüll zusammen, käme man auf einen jährlichen Schaden von 40 Milliarden US-Dollar. Das übertreffe den Gewinn der Plastikindustrie.

 

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Plastik: Der Fluch der Meere HD Doku

Schätzungen zufolge gelangen jedes Jahr sechs Millionen Tonnen Plastik in die Meere der Welt - mit steigender Tendenz. Nach Jahrzehnten leichtfertigen Umgangs mit dem vielseitigen Werkstoff sind die Ozeane zugemüllt mit den Relikten der Wegwerfgesellschaft. Die Folgen für das längst nicht vollständig erforschte Ökosystem sind nicht abzusehen. Wissenschaftler weltweit warnen vor den Konsequenzen des unbedachten Handelns. Die Dokumentation bietet einen Überblick über den Stand der Forschung und zeigt, dass jeder Einzelne Verantwortung trägt, damit es nicht zur Katastrophe kommt.

 

Vor einigen Jahren entdeckte man weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Inzwischen vermuten Strömungsforscher einen Müllstrudel auch südlich des Äquators.

 

Die Dokumentation begleitet ein Expeditionsteam um den Umweltaktivisten Marcus Eriksen. Er will den Südpazifik durchqueren, um den bisher nicht eindeutig nachgewiesenen Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden. Irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland soll er sich befinden. Aber wie muss man sich so eine riesige Ansammlung von Abfällen vorstellen? Und was würde es bedeuten, wenn Eriksen fündig würde?

 

Parallel zu Eriksens Suche versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Dabei geht es nicht nur um strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und tödlich verletzte Schildkröten. Chemiker und Meeresbiologen haben festgestellt, dass die eigentliche Gefahr in der toxischen Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora liegt. Sie scheint wesentlich höher zu sein als bisher vermutet.

 

Die Dokumentation ist eine Spurensuche nach den wahren Auswirkungen der Plastikflut. Wie ein Puzzle setzen sich einzelne Erkenntnisse nach und nach zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass sich - in weitaus größerem Rahmen als bisher angenommen - in der arktischen Tiefsee große Mengen Müll am Meeresboden befinden. So ist der Plastikmüll längst zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung der Anstrengungen aller bedarf.

 

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Atommüll im Atlantik die strahlende Zeitbombe

Jahrzehntelang wurden im Nordatlantik Fässer mit Atommüll entsorgt. Jetzt stellt sich heraus: Sie sind wohl gefährlicher als angenommen.

 

Es sind Hunderttausende Fässer mit Atommüll. Sie liegen seit Jahrzehnten auf dem Grund des Nordatlantiks. Bisher war man davon ausgegangen, dass sich die Fässer aufgelöst und die Stoffe ins Meer verteilt hätten. Was ein Kamerateam des SWR nun entdeckt hat, zeigt: Einige der Fässer sind noch intakt und strahlen radioaktiv.
Bis weit hinein in die 1980er Jahre war es eine gängige Praxis: Anfallender Atommüll wurde mit Hilfe von Schiffen im Meer versenkt – eine vergleichsweise billige und bequeme Methode für die Atomindustrie, um sich strahlender Stoffe aus Atomkraftwerken, Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern zu entledigen. Mit einem nachhaltigen Umwelt- und Entsorgungskonzept schien man es damals nicht so genau genommen zu haben: Für die Fässer wurde qualitativ minderwertiges Material verwendet, um eine schnelle Verrostung zu gewährleisten. Auf diese Weise sollten sich austretende radioaktive Stoffe bis zur Unschädlichkeit im Meer verdünnen. Erst 1993 wurde dieser Praxis ein Ende gemacht. Nicht zuletzt auf Grund des Drucks von Naturschützern und Umweltorganisationen.


Wie das ARD-Magazin Report Mainz bereits 2011 berichtete, sollen es 222 732 Fässer mit 114 726 Tonnen Atommüll sein, die im Nordostatlantik, an 15 Stellen legal oder illegal verklappt worden sind. Laut einem Papier der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), das der Badische Zeitung vorliegt, nutzten vor allem Großbritannien aber auch die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Belgien, Frankreich, die Niederlande, Italien, Schweden und auch Deutschland das Meer als atomare Müllkippe. Ein Teil der deutschen Fässer soll laut Recherche von Greenpeace aus dem Forschungsreaktor im badischen Karlsruhe stammen.


Mit Hilfe von robotergesteuerten Kamera-U-Booten und Geigerzählern haben nun zwei Filmemacher des SWR gezeigt, dass an einer der Abwurfstellen im Ärmelkanal einige der Fässer relativ unversehrt – und strahlend – auf dem Meeresgrund liegen. Einige befänden sich nur wenige hundert Kilometer von der französischen Küste entfernt, in einer Tiefe von 124 Meter. Die gemeinsame Recherche mit Greenpeace wurde am Donnerstag in Berlin vorgestellt.


Welche Ausmaße das Problem inzwischen angenommen hat, lässt sich nur schwer einschätzen. Eine Sprecherin von Greenpeace sagte der Badischen Zeitung, dass es keinerlei Aufstellungen darüber gebe, was für Stoffe in den Fässern gelagert und wie viele von ihnen versenkt wurden. Zwar sei von schwach- und mittelradioaktiven Stoffen die Rede, genaues wisse man allerdings nicht. Greenpeace fordert daher eine lückenlose Kartierung und Dokumentation des versenkten Atommülls. "Wenn sich Fässer als intakt herausstellen, müssen diese geborgen werden", sagte die Sprecherin. Die Umweltorganisation befürchtet, dass sich radioaktive Stoffe durch Meeresströmungen und über die Nahrungskette bis auf den Teller der Verbraucher unkontrolliert weiterverbreiten könnten.


Allerdings könnte sich die Bergung der radioaktiven Fässer als schwierig erweisen. Wie aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung vom August 2012 hervorgeht, gibt es keine Analysen, die sich mit der Machbarkeit einer Bergung von Atommüll vom Meeresgrund auseinandersetzen. Auch entsprechende Gutachten liegen nicht vor. Zwar überwache das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Radioaktivität in der Nordsee. Die Daten eines Forschungsschiffs, das im August 2009 die Nordsee bis zum Ärmelkanal untersucht hat, hätten aber keine Hinweise auf Emissionen in den Gebieten enthalten, in denen Atommüll versenkt wurde.


Zudem scheint die Atomlobby inzwischen dazu gelernt zu haben: Von den Aufbereitungsanlagen im britischen Sellafield und dem französischen La Hague wurden kilometerlange Pipelines gelegt. Auf diese Weise wird, vollkommen legal, Atommüll ins Meer geleitet. Greenpeace spricht von einer Größenordnung, die rund 2,5 Millionen 200-Liter-Fässern entspreche. Die Strände rund um Sellafield und La Hague seien massiv kontaminiert. Dies hätte erhöhte Krebsraten bei den örtlichen Küstenbewohnern zur Folge. Radioaktive Stoffe aus den Wiederaufbereitungsanlagen seien bis an die Küsten Kanadas, Norwegens und der deutschen Bucht nachweisbar.

 

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Lärm in den Ozeanen

Im Lebensraum Meer ist die Akustik von zentraler Bedeutung. Doch unter Wasser wird es immer lauter. Der Lärm stört die Meereslebewesen massiv. In bestimmten Meeresgebieten hat sich der Schallpegel innerhalb der letzten sechzig Jahre alle zehn Jahre verdoppelt. Der zunehmende Schiffsverkehr erzeugt einen immer dichteren akustischen Nebel, der die Wahrnehmung der Meeresbewohner verzerrt. Diese sind aber für Orientierung, Kommunikation und Beutefang auf das Gehör angewiesen.

 

Besonders gefährlich sind militärische Sonare zur Ortung von U-Booten, deren Schallwellen unter Wasser im Umkreis von 3'000 Kilometern zu hören sind. Aber auch der Schiffsverkehr, Ölbohrplattformen und Luftdruckkanonen zur Erdölsondierung erzeugen einen ohrenbetäubenden Lärm.


Die wohl auffälligste Folge von Unterwasserlärm sind Strandungen von Walen und anderen Meeressäugern. Insbesondere nach Militärmanövern, bei denen Unterwassersonare zum Einsatz kamen, wurden Massenstrandungen beobachtet. Diese Sonare erreichen die Lautstärke startender Weltraumraketen (bis zu 240 Dezibel). Extreme Schallereignisse wie diese haben Gefässschäden in Hirn, Lungen und anderen Organen zur Folge. Ausserdem kann es passieren, dass die Tiere in Panik geraten und viel zu schnell auftauchen.

Dadurch bilden sich Stickstoffbläschen im Blut - die sogenannte Taucherkrankheit. Die nachfolgende Embolie kann tödlich sein. Der Kadaver sinkt zum Meeresgrund oder wird an der Küste angespült.


Wie bei Menschen kann auch bei Meerestieren extreme Lautstärke zu Hörschäden führen. Viele Meereslebewesen sind jedoch für Kommunikation, Gefahrenerkennung, Partnersuche und Beutesuche auf ihr Gehör dringend angewiesen. Aber das sind nicht die einzigen körperlichen Folgen: Bei Fischen wird zusätzlich die Schwarmstruktur durcheinander gebracht, bei Crevetten wurden Wachstumsstörungen und bei Hummern Zellveränderungen diagnostiziert.


Unterwasserlärm führt dazu, dass Meerestiere aus wertvollen Lebensräumen flüchten und in diese nicht mehr zurückkehren. Das betrifft manche Arten direkt, andere werden durch die Abwanderung ihrer Beutefische dazu gezwungen. Auch bei der Paarung, Beutejagd und beim Säugen der Jungtiere wirkt Unterwasserlärm störend - mit zum Teil schlimmen Folgen, wenn die Art aufgrund anderer Umwelteinflüsse sowieso schon geschwächt ist.
Auf mindestens 55 Arten von Meerestieren wirkt sich der Lärm negativ aus. Doch im Meer fehlen noch immer verbindliche Regeln und Grenzwerte für lärmerzeugende Technologien.

 

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Toter Wal in Dänemark gestrandet 

Eine traurige Serie von toten Walen setzt sich fort: In der Jammerbucht bei Blokhus liegt ein 15 Meter langes Tier leblos am Strand.

 

 Im hohen Norden Jütlands ist am Dienstagmittag ein toter Wal gefunden worden. Bei dem bei Blokhus Strand an der dänischen Nordseeküste angetriebenen Tier handelt es sich wahrscheinlich um einen Finnwal. Das jedenfalls ist die Einschätzung des Biologen und Chef des Seefahrts- und Fischereimuseums in Esbjerg, Lasse Fast. „Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass es ein Finnwal ist, aber das, woran man einen Finnwal eigentlich erkennt, ist, ob es Unterschiede zwischen der linken und der rechten Farbzeichnung am Kopf gibt, und das konnten wir noch nicht feststellen. Aber alles deutet auf einen Finnwal hin“.

 

An Europas Küsten wurden in diesem Winter auffällig viele tote Wale angespült. Ein Zusammenhang zwischen dem Ableben der toten Pottwale, die in den letzten Wochen unter anderem im Wattenmeer an Land gingen, ist in diesem Fall allerdings unwahrscheinlich.


Er selbst hat den Wal zwar noch nicht beäugt, berichtet jedoch, dass er über 15 Meter lang sein soll. Weshalb er gestorben und an den Strand getrieben ist, das soll eine Obduktion zeigen. „Wir sind voll im Gange, eine Obduktion des Wales vorzubereiten. Wir müssen herausfinden, ob etwas nicht stimmte oder was Schuld daran war, dass er an den Strand gespült wurde“, sagt Fast. Dänische Medien berichten derweil von der Theorie, der Wal sei möglicherweise mit einem Schiff zusammenprallt.

 

Finnwale halten sich gewöhnlich im Nordatlantik auf, kommen aber hin und wieder aber zu Besuch in Nord- und Ostsee. Nicht selten werden sie erst als als Totfunde registriert. Im Oktober 2003 und Juli 2007 wurde je ein toter Finnwal aus dem Hamburger Hafen geborgen.


Erst in der vergangenen Woche gab es eine Vorhersage vom nördlichen Kleinen Belt, dass sich ein Finnwal auf den Weg in Richtung Süden gemacht habe und womöglich die Buchten von Kolding, Apenrade, Flensburg und eventuell Eckernförde abschwimmen werde. Zuletzt war im Norden Jütland 1945 ein Finnwal angetrieben worden. Im Vejle Fjord an der Ostsee sorgte 2010 ein angetriebener Finnwal für Aufsehen. Mit 130 bis 140 Jahren Alter stellte er sich als der älteste jemals obduzierte Wal weltweit heraus. Das Tier litt aufgrund seines hohen Alters an Arthrose. Im vergangenen Sommer schwamm ein Finnwal auch in der Flensburger Förde.


Noch ist nicht gesichert, wo der Wal von Blokhus obduziert wird. Lasse Fast geht jedoch davon aus, dass dies direkt am Strand passieren wird, da der Wal zu groß für einen Transport sei.

Finnwale sind die nächsten Verwandten des Blauwals. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Krill, der durch die Barten gesiebt wird. Als Furchenwale gehören sie zu einer anderen Familie als die Pottwale (Zahnwale).

 

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Plastikmüll 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr

Täglich produzieren wir gewaltige Mengen an Müll, ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen. Das ist nicht folgenlos für unsere Ozeane und seine Bewohner.

 

Die Ozeane werden als Müllkippe missbraucht. Die Meeresschutzorganisation Oceananimmt an, dass weltweit stündlich 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen werden, wovon die Hälfte aus Plastik besteht. Aber nicht nur die direkte Verwendung der Ozeane als Müllabladeplatz ist ein Problem. Jeglicher Plastikmüll kann auf seinem langen Lebensweg irgendwann im Meer enden.

 

Plastik, vor allem in Form von Tüten, Kanistern und PET-Flaschen, macht einer Studie des UNEP (United Nations Environmental Programme) zufolge bis zu 80 % der gesamten Abfälle in den Ozeanen aus. Schon jetzt schwimmt in den Meeren sechsmal mehr Plastik als Plankton.

 

Aus den Plastikmassen bilden sich durch die Meeresströmungen Inseln, die Plastic Islands, die aus großen Plastikteilen bis hin zu kleinsten Plastikpartikeln bestehen und riesige Flächen der Ozeane einnehmen. Sie sind das Ergebnis einer jahrzehntelangen unbedarften Produktion von Plastik und ein sehr deutliches Zeichen unserer Wegwerfkultur.

 

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12,7  Millionen Tonnen Müll 

Das ist die alarmierende Menge, die jedes Jahr unsere Weltmeere verschmutzt. 
Ein Großteil davon ist Plastikmüll, der aber nicht einfach verrottet sondern in mikrosopisch kleine Teile zerfällt, die wiederum von Meerestieren gefressen werden. Wir vergiften mit diesem Mikroplastik also jedes Lebewesen, was sich vom Meer ernährt, auch uns selbst.

 

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Erneut acht tote Pottwale 

Erneut acht tote Pottwale im Wattenmeer Nordseeküste entdeckt!
Es handelt sich um junge Bullen von neun bis zwölf Metern Länge. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) hatte gestern eine erste Meldung erhalten. Die Tide und die anbrechenden Dunkelheit ermöglichten es den Mitarbeitern des LKN und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning erst heute früh mit einem Raupenfahrzeug zu den Tieren zu gelangen. Eines der Tiere lag zu diesem Zeitpunkt im Sterben, die anderen waren tot. 
Alle Tiere liegen dicht beieinander in der nicht zugänglichen Zone 1 des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, etwa fünf Kilometer südlich des Hafens Friedrichskoog und zwei Kilometer vor dem Deich. Trotz absehbar erhöhter Wasserstände und stürmischer Winde soll morgen mit der Bergung der toten Tiere von Land aus begonnen werden.


Erst vor drei Wochen waren insgesamt zwölf Pottwale im Wattenmeer tot aufgefunden worden, drei davon in Schleswig-Holstein. Seit den 1990er Jahren strandeten damit 82 Pottwale an der Wattenmeerküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande.


Die gelegentlich in der Nordsee vorkommenden Pottwale werden dem Azorenbestand zugerechnet. Die Männchen dieser Population verbringen den Winter im Nordatlantik. Auf ihrer Wanderungen gelangen einzelne Tiere irrtümlich in die für sie zu flache und nahrungsarme Nordsee. Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sie sich dort schlecht orientieren. Wenn die schweren Tiere ins Flachwasser geraten und auf dem Grund liegen, kann das Gewicht ihres Körpers ihre Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass die Tiere an akutem Herz-Kreislauf-Versagen sterben.

 

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Die Strandung 160 Delphine 

Die Strandung 160 Delphine lässt befürchten das auftreten eines neuen Erdbeben in Japan.
Etwa 160 Delphine Electra verlorene sich am vergangenen Freitag auf der Pazifikküste von Hokato, Japan. Die genaue Ursache dieses seltsame Erscheinung, hat in der heutigen Zeit, noch immer nicht formal gekennzeichnet werden konnten von den Wissenschaftlern.

 

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Gestrandeter Pottwal in Gießen angekommen 

Skelett ist für die Hermann-Hoffmann-Akademie der JLU 

Pottwale. Einer der beiden Pottwal-Kadaver im Hafen auf Nordstrand ist für Gießen bestimmt.

Riesiger Neuzugang an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU): Die Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher in der Senckenbergstraße sind jetzt im Besitz eines eigenen Pottwal-Skeletts.

 

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Meeressäugern in Gefangenschaft & die Abschlachtungen von Meeressäugern

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