Politik

Trump hebt Wal- und Meeresschildkrötenschutz ab 

Tag des Meeres: Meeressäuger zunehmend durch Meereslärm und Schiffskollisionen bedroht

Jedes Jahr am 8. Juni bietet der Tag es Meeres die Gelegenheit, die Weltmeere und deren Biodiversität zu würdigen, zu bewahren und zu deren Schutz beizutragen.

 

Unsere Ozeane bilden den Lebensraum für geheimnisvolle und wunderbare Geschöpfe. Leider sind heutzutage zahlreiche Meerestiere mehr als je zuvor gefährdet, wobei viele Bedrohungen vom Menschen verursacht werden. Zwei der größten Gefahren stehen in Verbindung mit der Schifffahrt: Unterwasserlärm und Schiffskollisionen.

Unterwasserlärm ist eine wachsende und beunruhigende Bedrohung, vor allem, da er sich schleichend und unsichtbar ausbreitet. Wale, Delfine und zahlreiche andere Meereslebewesen sind in erster Linie auf ihr Gehör angewiesen, um zu überleben; sie nutzen Töne zur Kommunikation, für die Paarung, zur Orientierung, zur Nahrungssuche und um Feinden auszuweichen. Die Zunahme menschlicher Aktivitäten auf der Meeresoberfläche und unter Wasser führt nun dazu, dass natürliche Meeresgeräusche übertönt werden. Meerestiere müssen täglich den Lärm von Millionen lauter Schiffe und andere von Menschen verursachte Lärmbelastungen aushalten, und sie können nicht einfach die Lautstärke herunterdrehen.

 

Zusammenstöße mit Schiffen sind eine weitere enorme Bedrohung für marine Arten, vor allem für Wale. In den letzten Jahrzehnten stieg sowohl die Anzahl der Schiffe, als auch die Geschwindigkeit, mit der sich diese fortbewegen. Somit hat sich auch die Gefahr von Kollisionen mit Schiffen und Verletzungen für Wale stark erhöht, vor allem in Fischereigebieten mit hohem Walbestand. Kollisionen mit Schiffen führen oftmals zu schrecklichen und ernsthaften Verletzungen. Wale, die schwer verletzt und nicht sofort getötet werden, sterben einen langsamen und qualvollen Tod.

Wir setzen uns dafür ein, die Lärmbelastung der Ozeane und das Risiko von Zusammenstößen von Schiffen mit Walen zu verringern:

 

Dank erfolgreicher Aufklärungsarbeit trugen wir dazu bei, dass Unterwasserlärm in der im Mai 2008 erlassenen EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie als eine Art der Belastung anerkannt und reguliert wird. Diese Richtlinie war das erste internationale Rechtsinstrument, um Unterwasserlärm ausdrücklich als Schadstoff einzustufen, der von Mitgliedsstaaten kontrolliert werden muss, um bis 2020 einen guten Umweltzustand in EU-Gewässern zu erzielen.

Wie erörtern derzeit mit Reedereien und Häfen, wie die Belastung durch Unterwasserlärm reduziert werden kann, indem man den Bau leiserer Schiffe und den Betrieb mit besonders geringer Geschwindigkeit fördert und indem die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) aufgestellten Richtlinien für die Reduzierung von Unterwasserlärm eingeführt werden. Um die Gefahr von Kollisionen mit Schiffen einzudämmen, fordern wir Reedereien auf, ihre Routen um bestimmte Gebiete mit besonders großem Kollisionsrisiko mit Walen herum zu führen und - sollte dies nicht möglich sein - in diesen Gebieten die Geschwindigkeit zu reduzieren. Außerdem schärfen wir das Bewusstsein für dieses Thema innerhalb der Schifffahrtsindustrie.

 

Gesunde Ozeane bedeuten eine gesunde Menschheit: Nie zuvor war es so dringend notwendig, unsere Ozeane und deren Lebensräume zu schützen. Denken wir am heutigen Tag des Meeres daran, dass die Meereslebewesen auf unsere Hilfe angewiesen sind!

 

Für diesen Tag des Meeres haben die Vereinten Nationen die Ozeankonferenz einberufen, um den Meeresschutz während des nächsten Jahrzehnts voranzutreiben , so wie es in den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN bei ihrer Generalversammlung 2015 formuliert wurde.

 

Die Regierungen aller UN-Mitgliedsstaaten haben den 17 Zielen zugestimmt, um Armut zu beenden, unsere Erde zu schützen und sicherzustellen, dass die Menschen in Frieden und Wohlstand leben können.

Diese Ziele beinhalten auch die Verminderung der Meeresverschmutzung und den Schutz der Meeresökosysteme. Diese Woche setzt sich das Team des IFAW bei der Konferenz in New York mit aller Kraft dafür ein, Erfolge für den Schutz von Meereslebewesen zu erzielen. Während das Hauptaugenmerk auf wichtigen Themen wie der Verschmutzung mit Plastikmüll und nachhaltiger Fischerei liegt, wollen wir sicherstellen, dass auch andere für Meeressäuger wichtige Themen, wie die Lärmbelastung unter Wasser und Kollisionen mit Schiffen die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

 

Wir arbeiten mit gleichgesinnten Organisationen zusammen, um sicherzustellen, dass diese Themen in der Erklärung berücksichtigt werden, die zum Abschluss der Konferenz von den Regierungen verfasst wird. Die Konferenz ist außerdem eine Gelegenheit für NGOs, internationale Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Industrie, ihre eigenen Verpflichtungen zum Schutz der Ozeane festzulegen. Als Teil dieses Prozesses haben wir uns zu einigen Initiativen verpflichtet, einschließlich der Zusammenarbeit mit Partner-NGOs und Industrie, um die Belastung durch Unterwasserlärm einzuschränken und außerdem die Entwicklung der IFAW Whale Alert App, die dazu beiträgt, Kollisionen mit Schiffen zu verhindern.

 

Die Industrie spielt beim Schutz von Walen und anderen Meereslebewesen vor Bedrohungen durch die Seeschifffahrt eine unglaublich wichtige Rolle. In den USA haben wir ein Programm zur Unternehmensverantwortung eingeführt, um die gefährdeten Glattwale im Nordatlantik vor Kollisionen mit Schiffen zu schützen. Anlässlich des diesjährigen Tags des Meeres stellen wir die erfolgreichen Reedereien COSCO und MSC als großartige Beispiele für Branchenführer heraus, die diese Probleme angehen.

 

Wenn das Meer stirbt – stirbt der Mensch. 

Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfinarien. So unterstützen Sie nur das Delfinarium, aber nicht die Tiere!

Meeressäugern in Gefangenschaft & die Abschlachtungen von Meeressäugern

Links

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Save the Ocean