12 September 2021 Massentötung von Weißseitendelphinen auf den Färöer-Inseln

 

Die Jagd auf Wale und Delfine wird auf den zum dänischen Königreich zählenden Inseln seit Jahrhunderten betrieben. Sie wird als „Grindadrap“ bezeichnet.

 

Hunderte Delfine sind Medienberichten und Angaben von Umweltschützern zufolge auf den Färöer-Inseln in einen Fjord getrieben und getötet worden. Nach Angaben des färöischen Rundfunksenders KVF wurden 1428 der Tiere am Sonntagabend im Skálafjord erlegt.

 

Wie der dänische Rundfunk am Dienstag berichtete, hat die Aktion die lokale Debatte über die traditionsreiche Waljagd erneut in Gang gebracht. Diese Jagd wird als „Grindadrap“ bezeichnet und seit Jahrhunderten auf den zum dänischen Königreich zählenden, aber weitgehend autonomen Inseln im Nordatlantik betrieben.

 

Selbst der ehemalige Vorsitzende der färöischen Vereinigung für den Grindwalfang sagte demnach zu KVF, die Tötung einer solch großen Anzahl an Delfinen sei überzogen. Der heutige Leiter der Vereinigung fürchtete um den Ruf der Färöer-Inseln.

 

Eine Delfinschule sei etwas Schönes, das man bewundern und nicht auf einen blutgetränkten Strand ziehen sollte, schrieb ein Nutzer dazu. „Die Jagd ist sinnlos und verursachte gemäß Augenzeugenberichten großes Tierleid.

 

Der Walfang geht auf den Färöer-Inseln bis zu den Wikingerzeiten zurück. Die Tiere werden von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben, dort geschlachtet und das Fleisch im Anschluss an die Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von 1428 getöteten Delfinen ist also außergewöhnlich hoch.

Kampfansage von Save the Ocean an die weltweit verorteten Delfinarien und Delfinarienbesitzer

 

Bei der letzten Tour zur Aufklärung über das Leiden der Delfine in Gefangenschaft, was den beteiligten Aktivisten am vergangenen Wochenende insgesamt 10 Stunden Polizeigewahrsam einbrachte (einmal rund 3 Stunden im niederländischen Harderwijk nach einer erfolgreichen Protestaktion in einer Delfinshow, einmal 7 Stunden „auf Verdacht“ im belgischen Brügge, obwohl hier einzig von einer einzelnen Person beabsichtigt war, per Fotoaufnahmen die Situation der Delfine in dem dortigen Delfinarium zu dokumentieren), wurde deutlich, dass verschiedene Delfinarien eng und gut vernetzt mit der Polizei, also einem Exekutiv-Organ, zusammenarbeiten.

 

Der Verdacht liegt nahe, dass hierbei Gelder fließen könnten, denn die Ausbeutung der Delfine für die Unterhaltung gut zahlender Zuschauer ist ein Millionengeschäft.

 

Jörn Kriebel hierzu: „Hiermit sage ich im Namen von Save the Ocean den weltweit verorteten Delfinarien den Kampf an. Rechnet jederzeit damit, dass wir bei Euch sein werden und Aufklärung leisten. Es wird gehandelt und niemand kann uns aufhalten! Solange Delfine ihrer Freiheit beraubt und für Showzwecke zu Gegenständen degradiert werden, so lange sie gnadenlos ausgebeutet und missbraucht werden, so lange werden wir weiter kämpfen und keine Haftandrohungen – egal in welchem Land - werden uns davon abhalten! Wir lassen uns nicht einschüchtern oder mundtot machen! Wir von Save the Ocean werden die Delfinausbeuter „jagen“ bis auch das letzte Delfin-Gefängnis seine Pforten endlich geschlossen hat! Wir werden auch weiterhin in Delfin-Shows auf friedliche Weise Protest ausdrücken und Widerstand gegen dieses tierquälerische System leisten! Und ich rufe alle Tierschützer auf, es uns gleich zu tun! Lasst uns ihre Stimme sein und sie alle gemeinsam auf diese Weise aus ihren Gefängnissen befreien. Delfine wollen frei sein. Und es ist ihr Recht!“.

10.08.2021

Tochter von Orca Morgan im Loro Parque verstorben

 

Ihre Geburt wurde gleichermaßen kritisiert und gefeiert: Orca-Weibchen Ula kam im Loro Parque auf Teneriffa zur Welt. Der Park feierte das als Beweis dafür, dass es den Tieren gut geht. Tierschützer hingegen kritisieren die Zucht in Gefangenschaft. Nun starb Orca-Nachwuchs Ula. Eine Autopsie soll Aufschluss über die Ursache geben.

 

Orca-Weibchen Ula ist am Dienstag auf Teneriffa verstorben. Der Wal war im Orca Ocean des Loro Parque zur Welt gekommen. Die Geburt wurde aufgrund von Morgans Gesundheitszustand besonders eng überwacht.

 

Mutter Morgan ist taub. Die Orca-Dame war im Jahr 2010 nach einer Strandung vor der niederländischen Küste aufwendig gerettet und schließlich in den Loro Parque auf Teneriffa gebracht worden. Lange Zeit war unklar, ob Morgan überhaupt Überlebenschancen haben würde. Doch das damals nur 430 Kilogramm schwere Orca-Weibchen zeigte wahre Kämpfernatur und überlebte.

 

Im Loro Parque wurde sie schließlich aufgepäppelt. Anhand von Leuchtzeichen kommunizieren die Tier-Trainer inzwischen mit Morgan.

So auch rund um die Geburt ihrer Tochter Ula. Der Orca-Nachwuchs lebte lange Zeit an der Seite seiner Mutter. Wie der Loro Parque nun schreibt, sei Ula jedoch bereits vor Monaten schwer erkrankt.

 

Orca Ula stirbt nach schwerer Krankheit im Loro Parque auf Teneriffa

 

„Dank eines großartigen Teams von Experten und deren unermüdlichem Einsatz und Engagement konnten wir ihren Zustand stabilisieren und sie erholte sich“, teilte der Loro Parque mit. „Vor ein paar Tagen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand plötzlich wieder“, heißt es weiter.

 

Anhand einer Autopsie soll nun geklärt werden, woran genau Ula starb. „Was der Verlust der kleinen Ula für die Loro-Parque-Familie und insbesondere für das Orca-Ocean-Team bedeutet, das sich jeden Tag um sie bemüht hat, lässt sich nicht in Worte fassen“, heißt es abschließend.

 

Anhaltende Kritik an Orca-Haltung im Loro Parque

Der Tierpark in Puerto de la Cruz wird immer wieder von Tierschützern für die Haltung von Orcas kritisiert. Insbesondere bezogen auf Morgan entgegnet der Loro Parque, dass diese aufgrund ihrer Taubheit nicht allein lebensfähig sei. Dem entgegnen die Tierschützer, dass mindestens eine Zucht in Gefangenschaft unterbunden werden sollte. Der Streit hält bereits seit Jahren an und führt auch immer wieder zu öffentlichen Auseinandersetzungen.

 

Bereits im Jahr 2013 war Orca-Baby Viki im Alter von nur zehn Monaten verstorben. Im März 2021 kam zudem Orca-Weibchen Skyla aufgrund eines Darmverschlusses ums Leben. Der Tod von Ula wird die Diskussion über die Zucht von Orcas in Gefangenschaft aller Voraussicht nach erneut befeuern.

Jörn Kriebel hierzu: „Hiermit sage ich im Namen von Save the Ocean den weltweit verorteten Delfinarien den Kampf an. Rechnet jederzeit damit, dass wir bei Euch sein werden und Aufklärung leisten. Es wird gehandelt und niemand kann uns aufhalten! Solange Delfine ihrer Freiheit beraubt und für Showzwecke zu Gegenständen degradiert werden, so lange sie gnadenlos ausgebeutet und missbraucht werden, so lange werden wir weiter kämpfen und keine Haftandrohungen – egal in welchem Land - werden uns davon abhalten! Wir lassen uns nicht einschüchtern oder mundtot machen! Wir von Save the Ocean werden die Delfinausbeuter „jagen“ bis auch das letzte Delfin-Gefängnis seine Pforten endlich geschlossen hat! Wir werden auch weiterhin in Delfin-Shows auf friedliche Weise Protest ausdrücken und Widerstand gegen dieses tierquälerische System leisten! Und ich rufe alle Tierschützer auf, es uns gleich zu tun! Lasst uns ihre Stimme sein und sie alle gemeinsam auf diese Weise aus ihren Gefängnissen befreien. Delfine wollen frei sein. Und es ist ihr Recht!“.

Lolita - Miami Seaquarium - On August 8th 1970 - 50 years of captivity

 

Von der Familie getrennt, aus dem natürlichen Lebensraum verbannt, im Seaquarium eingesperrt: Orca Lolita lebt seit über vier Jahrzehnten in Gefangenschaft. Jetzt gibt es ein klein bisschen Hoffnung auf Freiheit.

 

Seit 1970 ist Lolita in Gefangenschaft und die Attraktion im US-Seaquarium in Miami. Nun wird der Schwertwal, der auch als Tokitea bekannt ist, unter den gleichen Schutz gestellt wie seine wild lebenden Artgenossen. Wie US-Behörden mitteilten, gelten Tiere in Gefangenschaft ebenfalls als vom Aussterben bedroht und müssten geschützt werden. Damit wurde der bestehende Schutzstatus der US-Regierung, der seit 2005 lediglich für wild lebende sogenannte südlich beheimatete Schwertwale gilt, ausgeweitet.

 

"Dass Schwertwal Lolita in Gefangenschaft lebt, darf kein Hindernis dafür sein, sie in die Liste der gefährdeten Arten aufzunehmen", teilte die Nationale Ozean- und Atmosphärenverwaltung (NOAA) mit, deren neue Schutzregelungen in 90 Tagen in Kraft treten werden. Tierschützer wollen nun Lolitas Freilassung vorantreiben.

 

Das Miami Seaquarium im Bundesstaat Florida teilte allerdings mit, es habe keine Pläne, Lolita in Freiheit zu entlassen. "Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass das 51-jährige Tier im offenen Meer des Pazifischen Ozeans überleben würde und die Freilassung soll kein Experiment sein", sagte der Geschäftsführer des Seaquariums, Andrew Hertz.

 

Seit 50 Jahren in Gefangenschaft

Als Jungtier war Lolita 1970 im Pazifik westlich des US-Bundesstaates Washington zusammen mit sechs anderen Kälbern gefangen worden. Die Tiere wurden auf verschiedene Aquarien in den USA verteilt. Die 3200 Kilogramm schwere Lolita ist die einzige Überlebende dieser Gruppe und der älteste in Gefangenschaft lebende Schwertwal der USA.

 

Will Stelle, NOAA-Regionalleiter an der Westküste, sagte, es gebe insgesamt nur noch 78 Schwertwale, die im Pazifischen Ozean an der Nordwest-Küste der USA und Kanada lebten. 2005 waren in der Wildnis lebende Orcas unter Artenschutz gestellt worden. In Gefangenschaft lebende Tiere waren allerdings von der Regelung ausgenommen. Tierschützer hatten daraufhin die NOAA aufgefordert, den Schutz auf alle Tiere auszuweiten.

Jetzt bist du frei Tilikum !!! Now you are free Tilikum !!!

 

Er muss traumatisiert gewesen sein“

Er erlangte traurige Berühmtheit: Orca Tilikum nach 30 Jahren Gefangenschaft in 'SeaWorld' gestorben.

 

Tilikum wurde im Alter von etwa zwei Jahren in der Nähe von Island gefangen. Sein ganzes Leben verbrachte er in verschiedenen Freizeitparks in Gefangenschaft. Er galt als einer der größten Orcas, die je gefangen wurden.

 

2010 zog er seine Trainerin Dawn Brancheau nach einer Vorstellung unter Wasser und tötete sie - und das vor den Augen Duzender Zuschauer und laufender Kameras. Im Ermittlungsbericht wurde später vermerkt, der Zopf der Dompteurin habe Tilikum aggressiv gemacht.

 

Schon davor war Tilikum an zwei tödlichen Unfällen beteiligt. Eine kanadische Dompteurin wurde von ihm und zwei anderen Walen unter Wasser gedrückt. Ein Besucher, der nach der Schließung des Parks unerlaubt im 'SeaWorld' geblieben war, wurde tot in Tilikums Becken gefunden.

 

Kritik an 'SeaWorld'

Tierschützer kritisieren seit Jahren Freizeitparks für die schlechten Lebensbedigungen der tonnenschweren Wale, die wegen ihrer oft brutal anmutenden Jagdmethoden auch Killerwale genannt werden.

 

Derzeit leben weltweit immer noch mehr als 50 Orcas in Freizeitparks. 'SeaWorld' betreibt vier Parks. Sie hatten bereits im vergangenen Jahr angekündigt, keine Shows mit den Schwertwalen mehr zu veranstalten. "Wir werden mehr Wert legen auf eine natürliche Umgebung für die Wale und die Zuschauer sollen mehr über ihren Schutz lernen", so Joel Manby, Geschäftsführer von 'Sea World'. Eine Auswilderung der Tiere sei jedoch keine Option.

So bleiben die Tiere wie Tilikum bis zu ihrem Lebensende in Gefangenschaft. Der wohl berühmteste Orca der Welt starb im geschätzten Alter von 36 Jahren an einer bakteriellen Infektion.

 

RIP Flussdelfin „Baby“ 14 Jahre in Einzelhaft

 

Fast 46 Jahre lebte der Flussdelfin „Baby“ im Zoo Duisburg. Jetzt musste der Tierpark ihn einschläfern lassen.

 

Baby“ wurde 1974 in Südamerika geboren und wurde 1975 zusammen mit seiner Mutter, drei weiteren Männchen und einem Albinoweibchen der Natur entrissen. „Baby“ lebte seit 1975 in Gefangenschaft im Duisburger Zoo. Die Mutter und zwei weitere Delfine starben bereits wenige Monate, bzw. 1 – 3 Jahre nach ihrer Gefangenschaftsnahme.

 

Seit 2006 lebte „Baby“ als letzter seiner Art außerhalb Südamerikas ganz alleine in einem kleinen Becken im Duisburger Zoo. Die zuständigen Behörden untersagten dem Duisburger Zoo bereits vor Jahren eine Fortsetzung der Haltung von Amazonas-Flussdelfinen nach dem Ableben von „Baby“.

 

Aktuell befinden sich neben zwei Wilfängen noch sieben weitere Große Tümmler im Duisburger Zoo, die für Shows kommerziell ausgebeutet werden.

Coronavirus: Halbe Million Haie sollen für Impfstoff getötet werden

 

Tierschützer sind alarmiert: Rund eine halbe Million Haie könnten auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus getötet werden.

 

Das Wichtigste in Kürze

-Haie werden oft für Squalen getötet, ein Öl, das in ihrer Leber produziert wird.

-Der Stoff wird verwendet, um die Effektivität von Impfungen zu verbessern.

-Nun schlagen Tierschützer Alarm: Hunderttausende Haie könnten wegen Corona sterben.

 

Das Coronavirus könnte auch unerwartete Opfer fordern: Hunderttausende Haie könnten für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenkrankheit getötet werden. Die Tiere sind nämlich Lieferant eines wichtigen Inhaltsstoffs.

Haie produzieren in ihrer Leber das sogenannte Squalen, ein natürliches Öl. Der Zusatzstoff wird oft bei Impfungen hinzugefügt, um sie effektiver zu machen – er löst eine stärkere Immunreaktion aus.

 

Der Stoff wird auch für einige Corona-Impfkandidaten verwendet. Nun schlagen Experten Alarm: Sie fürchten, dass rund eine halbe Million Haie für die Impfung sterben könnten, schreibt die Daily Mail.

 

Hai-Öl niemals nachhaltig

Stefanie Brendl von der Non-Profit-Organisation «Shark Allies» mahnt: Es wird niemals nachhaltig sein, etwas von einem Wildtier zu gewinnen. Vor allem, wenn es sich um ein Spitzenraubtier handelt, das sich nicht in grosser Zahl vermehrt.

 

Es sei wenig darüber bekannt, welches Ausmass die Coronavirus-Pandemie noch annehmen könnte und wie lange sie noch andauern werde. So könnte die Anzahl Haie, die für Impfungen sterben müssen, Jahr für Jahr sehr hoch bleiben.

 

Deshalb sei es entscheidend, dass wir uns nicht auf eine Wildtier-Ressource verlassen, so Brendl. Um das Hai-Massensterben zu verhindern, hat ihre Organisation eine Petition lanciert, die verlangt, dass nachhaltigere Alternativen gesucht werden. Sie wurde bereits von über 9500 Personen unterzeichnet.

Tierschutzaktivisten Save the Ocean  beenden Delfin-Show im Asterix Park

 

Am Samstag, 07. Juli 2018, kam es im Asterix Park zu einem Zwischenfall. Tierschützer aus Deutschland und Frankreich protestierten mit Plakaten lautstark im Delfinarium des Freizeitparks gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft.

 

Jörn Kriebel, Gründer der Privat-Initiative "Save the Ocean", aus Deutschland: "Wir wollten mit dieser Aktion die Besucher auf das Leid der Delfine hinweisen, welches diese jeden Tag erleben müssen. Die Besucher können nach der Show nach Hause gehen - die Delfine nicht!

 

Der Asterix Park bietet keine geeignete Umgebung, in denen diese intelligenten und freiheitsliebenden Tiere artgemäß untergebracht werden können. Es ist nicht verwunderlich, dass dort bereits mindestens 12 Delfine, darunter auch fünf Wildfänge, gestorben sind. Alle Delfine erreichten kein hohes Alter.

 

Wir fordern den Betreiber auf, das Delfinarium aufzugeben und sich an der Errichtung einer von Menschen betreuten Meeresbucht für ehemalige Show-Delfine zu beteiligen. Ein Sanctuary für ehemalige Show-Belugawale entsteht gerade in Island und wird in 2019 eröffnet. Für die Delfine aus dem Asterix Park, welche auch in Mexiko, Kuba und den USA dem Meer entrissen wurden, wäre eine solche betreute Meeresbucht in der Karibik vorstellbar. Nach jahrelanger kommerziellen Ausbeutung und den vielen Todesfällten ist das der Betreiber den acht verbliebenen Delfine schließlich auch schuldig!

 

Delfinarien sind nicht mehr zeitgemäß und haben auch keine große Akzeptanz mehr. In West-Europa wurden von 90 Delfinarien bereits 60 wieder geschlossen."

 

Die Protestaktion führte dazu, dass die Show abgesagt wurde und alle Besucher das Delfinarium verlassen mussten. Die Delfine wurden zu keiner Zeit gefährdet. Die Tierrechtsaktivisten erhielten ein Hausverbot und feierten diese Aktion als Erfolg und als einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zur Schließung dieses Delfinariums. In Frankreich existieren neben dem Asterix Park noch Delfinarien in Nantes, Antibes und im Überseegebiet Französisch-Polynesien.

 

21 August 2017

Drohnen Aufnahmen über Färöer Inseln Skálafjørður

 

Färöer-Inseln - In der Nähe des Ortes Skálafjørður wurde am 21.08.2017 eine Schule von Weißseitendelfinen im Meeresbereich gesichtet und es wurde der Mordalarm ausgerufen! Die Färinger trieben die Delfine mit Schnellbooten und Jet-Skis zum Abschlachten an den Strandbereich. 48 Weißseitendelfine fielen dem Massaker blutig und grausam zum Opfer. Vom 21. Mai bis 22. August 2017 wurden insgesamt 1.302 Meeressäuger (1.033 Grindwale und 269 Weißseitendelfine) bei 19 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet.

 

Wie Tiere für Touristen leiden

 

Flipper die Flosse schütteln, einen Löwen herzen und einem Nashorn tief in die Augen schauen - exotische Tiere machen Reisen unvergesslich. Doch wo muss das Vergnügen der Touristen enden?

 

Delfinen vergeht das Lächeln nie, es ist ihnen im Gesicht festgewachsen. Sie lächeln in den kleinsten Betonbecken, durch die sie zu Discomusik auf ihren Schwänzen tanzen, für ein kleines Stückchen Fisch. Sie lächeln auch, wenn sie von ihren Familien getrennt werden. Wenn sie hungern und so auf die unterhaltsamen Kunststücke gedrillt werden. Was für die Tiere ein Trauma bedeutet, ist für viele Menschen ein Traum. Und schuld ist Flipper.

 

Nach zwei erfolgreichen Filmen wurde der "Lassie der Meere" von 1964 an mit einer TV-Serie bekannt, auch in Deutschland. Die Abenteuer des schlauen Delfins, der seine Kinderfreunde rettet, prägte das Bild der Meeressäuger: Offenbar gibt es für diese nichts Schöneres, als sich mit menschlichen Spielkameraden zu umgeben. Das Zusammensein mit anderen Delfinen spielte in der Serie keine Rolle.

 

Das englische Titellied bringt es auf den Punkt: "Tricks he will do / when children appear / And how they laugh / when he's near!" Der Tümmler führt freiwillig Tricks vor, um Kinder glücklich zu machen. Geradezu zynisch mutet eine andere Stelle an: "And we know Flipper/ lives in a world full of wonder/Flying there-under/under the sea!" Die Delfinweibchen, die Flipper darstellten, lebten nicht in einer Welt der Wunder, und ihren vermeintlichen Flug unter Wasser stoppte nach wenigen Metern die Beckenwand. Der frühzeitige Tod der zwei Weibchen, von denen eines in seinen Armen starb, machte aus ihrem Trainer Richard O'Barry einen Delfinschützer.

 

Einige verkaufen, die anderen abschlachten

So prangert er in der Dokumentation "Die Bucht" (2009) die Treibjagd im japanischen Taiji an: Hier werden die schönsten Delfine für den Verkauf an Tiershows separiert, den Rest der Familie schlachten die Fischer ab.

O'Barry kämpft auch gegen sein schlechtes Gewissen: Vor "Flipper" gab es kaum Delfinarien, heute sind es mehr als 300 weltweit. Der ehemalige Trainer ist überzeugt, dass niemand mehr eine Show besuchen würde, wenn er wüsste, wie die Tiere dafür leiden müssen.

 

Aber überschätzt er den Homo touristicus? Dieser genießt die schönste Zeit des Jahres, die Kinder sind begeistert, die Eltern eigentlich auch. Die Delfine und Orcas sehen doch ganz zufrieden aus? Und die Trainer wirken kompetent? Muss man sich wirklich mit Gedanken über Missstände die Ferienstimmung vermiesen?

Leider ja. Das - moralisch sowieso nicht einzufordernde - Recht auf Vergnügen endet, sobald es auf Kosten von Lebewesen geht, die sich nicht wehren können. Ein "Tanzbär" etwa ist nur possierlich, solange man nicht weiß, wie er abgerichtet wurde: Er musste zu Musik auf heißen Platten stehen und hebt nun in Erinnerung an den Schmerz die Tatzen im Takt.

 

Tierschützer werfen Delfintrainern in Taiji vor, dass alle eingefangenen Kleinwale erst einmal ausgehungert werden, um sie dressieren zu können. Selbst wenn sie in Delfinarien weltweit dann Tricks als Spiel verstehen sollen und von den Betreibern versichert wird, dass auch Tiere ihr Futter erhalten, die mal keine Lust auf Salto haben - die Wildfänge haben es anders gelernt. Und die in Zoos geborenen?

 

Gründer der Privat-Initiative „Save the Ocean“

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