Delfin und Waljagd auf den Färöer Inseln

Jedes Jahr fallen auf den Färöer Inseln im Nordatlantik mehrere hundert Tiere der Jagd zum Opfer - vor allem Grindwale, Atlantische Weißseitendelfine, Entenwale und Große Tümmler. Bei der als „Grindadráp" bezeichneten Jagd werden ganze Familienverbände von Walen mit Motorbooten in Buchten getrieben. Dort erwarten sie schon eine Vielzahl von jungen Männern, die den Tieren stumpfe Metallhaken in die Blaslöcher treiben und sie auf den Strand ziehen. Mit scharfen Messern werden die Wirbelsäule und die Hauptarterien durchtrennt, so dass die Tiere verbluten.

 

Grausame Jagdmethoden

Aus Tierschutzsicht ist diese Jagdmethode als besonders grausam anzusehen, da die Delfine und Wale von Beginn des Treibens bis zur Tötung auf dem Strand enormem Stress ausgesetzt sind und keinesfalls tierschutzgerecht getötet werden. Zudem unterliegen die Treibjagden keinen internationalen Kontrollen, denn Dänemark erkennt keine Zuständigkeit internationaler oder regionaler Abkommen gegenüber den Kleinwaljagden an und auch die Internationale Walfangkommission fühlt sich für derartige Jagden nicht verantwortlich.

 

Die Jagd auf Delfine und Kleinwale hat auf den Färöer Inseln eine besonders lange Tradition, die bis innigreichs Dänemark, gelten aber als autonome Nation und gehören nicht zur EU. Diente die Jagd frühs 16. Jahrhundert zurück reicht. Zwar sind die im Nordatlantik gelegenen Färöer ein Teil des Köer noch zur Selbstversorgung der Inselbewohner, werden heute eher kulturelle Gründe angeführt, auch wenn das Fleisch weiterhin verzehrt wird. Tierschutzorganisationen weisen bereits seit Jahren auf die starke Schadstoffbelastung des Walfleischs, unter anderem mit Quecksilber, hin. Selbst die Färinger Gesundheitsbehörde appellierte schon an die Bevölkerung, auf den Konsum des stark schadstoffbelasteten Grindwalfleisches zu verzichten.

 

Forderungen

Wir fordern ebenso wie andere europäische Tierschutzorganisationen ein Ende der brutalen Delfintreibjagden. Die Tötung und das Leid Tausender Tiere sind aus unserer Sicht nicht akzeptabel und zur Selbstversorgung der Färinger auch nicht mehr notwendig.

12 September 2021 Massentötung von Weißseitendelphinen auf den Färöer-Inseln

 

Die Jagd auf Wale und Delfine wird auf den zum dänischen Königreich zählenden Inseln seit Jahrhunderten betrieben. Sie wird als „Grindadrap“ bezeichnet.

 

Hunderte Delfine sind Medienberichten und Angaben von Umweltschützern zufolge auf den Färöer-Inseln in einen Fjord getrieben und getötet worden. Nach Angaben des färöischen Rundfunksenders KVF wurden 1428 der Tiere am Sonntagabend im Skálafjord erlegt.

 

Wie der dänische Rundfunk am Dienstag berichtete, hat die Aktion die lokale Debatte über die traditionsreiche Waljagd erneut in Gang gebracht. Diese Jagd wird als „Grindadrap“ bezeichnet und seit Jahrhunderten auf den zum dänischen Königreich zählenden, aber weitgehend autonomen Inseln im Nordatlantik betrieben.

 

Selbst der ehemalige Vorsitzende der färöischen Vereinigung für den Grindwalfang sagte demnach zu KVF, die Tötung einer solch großen Anzahl an Delfinen sei überzogen. Der heutige Leiter der Vereinigung fürchtete um den Ruf der Färöer-Inseln.

 

Eine Delfinschule sei etwas Schönes, das man bewundern und nicht auf einen blutgetränkten Strand ziehen sollte, schrieb ein Nutzer dazu. „Die Jagd ist sinnlos und verursachte gemäß Augenzeugenberichten großes Tierleid.

 

Der Walfang geht auf den Färöer-Inseln bis zu den Wikingerzeiten zurück. Die Tiere werden von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben, dort geschlachtet und das Fleisch im Anschluss an die Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von 1428 getöteten Delfinen ist also außergewöhnlich hoch.

Färöer Inseln 26.06.2021

 

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde auf den Färöern eine Delfinfamilie stundenlang mit Booten terrorisiert, abermals absichtlich überfahren, nach totaler Erschöpfung von einer reudigen, blutrünstigen Meute mit grösster Gewalt ermordet.

Den erschöpften Delfine wurden am Strand von Vestmannasundi von einer blutrünstigen, warscheinlich alkoholisierten Meute, die Wirbelsäule zerstochen und den Nacken mit Dolchen aufgeschlitzt.

Diese Verbrechen, Schädlingsbekämpfung durch Tötung von Delfinen, werden von der Färöischen Regierung absichtlich mit Propaganda-Lügen gedeckt. Viele Medien sind denen auf Grund schlechter oder fehlender Recherge schon oft auf den Leim gegangen. Zieht man die Löhne der in der Schweiz arbeitenden Ausländer mit ein, lässt Milliardäre und Millionäre Ausseracht, haben die Färöer ein höheres Pro-Kopf Einkommen als die meisten in der Schweiz lebenden Menschen und alle anderen Länder der EU.

Dies ist keine Tradition mehr, sondern die Beseitigung der Delfine die in den Gewässern der Färöer schwimmen und die Fische der reichen Färöer fressen. Die Färöer wurden durch die Plünderung des Nordatlantiks reich, Fisch fressende Konkurrenten wie Delfine sind denen im Weg und werden im Blutsport auf sadistische Weise terrorisiert, gefoltert und getötet. Während den brutalen Treibjagden, in denen Delfinbabys und schwächer Delfine oft ertrinken, ist in den Gesichtern der Färöer während dem Blutsport blanker Hass zu sehen. Diese Massenmorde geschehen aus Hass, EGO und Gewaltbereitschaft, kein Mitgefühl vorhanden, was typische für Soziopathen und Psychopathen ist. Es gibt aber auch Färöer, die möchten diese Grausamkeiten nicht mehr, aber schweigen weil sie vom Massenmörder-Abschaum belästigt, gemobbt oder gar terrorisiert werden.

Färöer schneiden Delfinen den Nacken auf und zerstechen ihr Wirbelsäule, die Delfine leben trotzdem noch und leiden fürchterliche Qualen

Diese Tötungsmethode, das Zerstechen der Wirbelsäule an einem so grossen Säugetier, würde in der Schweiz, in den USA und in der EU mit hohen Geldbussen oder Gefängnisstrafe geahndet und bestraft. Und warum schweigt die Politik??? Sehen Politiker das so?: Wenn ein Färinger in den Färöern einen Delfin auf diese grausame Weise tötet, ist das für Politiker kein Verbrechen. Wenn aber ein Färinger in den USA, EU oder in der Schweiz einen Delfin oder ein anderes grosses Säugetier auf die gleiche grausame Weise töten würde, wäre dies ein Verbrechen. Politik ist kopliziert und sehr oft Profit gesteuert.

Eine Familie von 51 Pilotwalen, Pilotwale sind grosse Delfine, wurde heute im Färöer Blutsport mit grösster Gewaltanwendung misshandelt, auf grausamste Weise getötet und aus dem Nordatlantik entfernt. Teilweise wird das hochgiftige Delfinfleisch trotz grösster gesundheitlichen Bedenken gegessen und auch kommerziell gehandelt. Aber das meiste Fleisch wird auf dafür extra konstruirten Rutschen im Meer entsorgt, oftmals ganze Delfinleiber Erwachsener und Babys.

Man sollte nicht schweigen über diese grausamen Verbrechen an Delfinen in den Färöer Inseln und Japan. In beiden Ländern werden Delfine aus selbigen Grund eliminiert, Delfine fressen ihren Fisch, behaupten deren Regierungen und ihre riesige Fischereiindustrie. Dies ist der Grund dieser Massenmorde; nicht wegen dem toxischen Fleisch.

Mancher Mensch behauptet, sie/er mag oder liebt Delfine, sollten diejenigen das wirklich tun, sollten sie aber auch für die Delfine eine Stimme sein und diese Verbrechen verurteilen; alles andere ist Heuchelei.

Färöer Insel einer der größten Schandflecken in Europa Färöer Insel

 

29.04.2021 Der Pilotwalkopf klebte heute bewusst auf der riesigen Angelhakenskulptur in Klaksvik, Färöer. Der erste Grindadráp (Waljagd) von 2021, bei dem 10 Tiere gnadenlos geschlachtet wurden, fand gestern statt.

 

Treibjagd ist eröffnet Färöer Insel 28 April 2021

 

Heute wurden eine Schule/Familie von Grindwalen (Pilotwhales) brutalst und völlig grundlos abgeschlachtet. Es handelte sich um ca. 10-12 Geschöpfe der Meere, die in Hvannasundi von blutrünstigen Barbaren ihr friedvolles, einziges Leben, oft noch trächtige Wale dabei, verloren.

 

Da die Einwohner auf Massen dieses Fleisches nicht angewiesen sind, handelt es sich um pure, krankhafte Lust, Freude am Töten, unhaltbarer angeblicher Tradition.

 

Blutbad am Rande Europas!  Fast 100 Wale in nur 12 Minuten grausam abgeschlachte

 

Es sind schreckliche Bilder. Das Meer und der Strand färbte sich rot vom Blut. Die 100 Wale, darunter vier Kälber und mindestens fünf schwangere Wale hatten keine Chance. Sie wurden brutal abgeschlachtet. Schreckliche Aufnahmen zeigen, wie die Grindwale mit klaffenden Wunden am Hinterkopf grausam verendet sind. Nicht mal kleine oder schwangere Wale wurden verschont. Mit Haken und Messern durchtrennten sie das Rückenmark der schönen, zutraulichen Grindwale. Die Färöer-Inseln, 200 Meilen nördlich von Schottland und zu Dänemark gehörend, töten trotz weltweitem Protest, weiterhin Wale.

 

Das passiert zurzeit in Europa – es ist Dänemark – nicht Japan! Insgesamt 94 langflossige Grindwale , darunter vier Kälber und mindestens fünf schwangere Grindwale wurden an Land gezogen und am Strand der Stadt Vestmanna getötet.

 

„Das Töten dauerte ungefähr 12 Minuten, wobei die gestressten und erschöpften Pilotwale jeden Alters wahllos vor den Augen ihrer Familienmitglieder getötet wurden, bis alle im blutroten Sand von Vestmanna tot waren“, gab Sea Shepherd bekannt.

 

Fotos, die die Wohltätigkeitsorganisation auf ihrer Instagram-Seite veröffentlicht hat, zeigen ungeborene Babywale, die sich noch in ihren Fruchtbläschen befinden, und andere Fotos zeigen die Kadaver geschlachteter Wale, die von großen Baggern ins Meer zurück geworfen wurden.

 

Sea Shepherd appelliert an Kreuzfahrtunternehmen, sich öffentlich gegen die Tötung von rund 850 Grindwalen und Delfinen durch die Färöer auszusprechen.

 

Die Schlachtung in Vestmanna ist die elfte Jagd auf den Färöern in diesem Jahr – mit mehr als 600 Pilotwalen, die 2019 geschlachtet wurden.

 

Kapitän Paul Watson, Gründer von Sea Shepherd, und Rob Read, Chief Operating Officer, sagten, dass die Jagden „jederzeit in einer der 26 ausgewiesenen Tötungsbuchten auf den Färöern stattfinden können…. Ohne Saison, ohne Quote, ohne wirksame Regulierung und trotz stark kontaminiertem Walfleisch.

 

Jedes Jahr werden auch Hunderte von Walen auf den Inseln getötet, die zu Dänemark gehören, aber ein autonomes Land sind und daher nicht an die Gesetze Dänemarks oder der Europäischen Union gebunden. Nach Regierungsangaben leben dort rund 50.000 Menschen.

 

Gemäß den färöischen Vorschriften müssen die Wale so schnell wie möglich getötet werden und Leid soll ihnen erspart bleiben. Doch wie soll das funktionieren?

 

Grindadráp ist die unerträgliche „Tradition“ der Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln. Jahr für Jahr wiederholt sich ein blutiges Schauspiel am nördlichen Rande Europas.

 

Nähert sich eine Schule von Grindwalen, ein Familienverband von teilweise über hundert Tieren, der Küste und wird von den färingischen Fischern entdeckt, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Die Fischer fahren mit ihren Booten aufs Meer, kreisen die Wale ein und treiben sie in Richtung einer ausgewählten Bucht. Was nun folgt, ist ein schreckliches Abschlachten der Wale und dieses schreckliche Schauspiel ist erlaubt! Obwohl international immer wieder scharf gegen das jährliche Blutbad protestiert wird, konnte das Töten bisher nicht verhindert werden.

 

„Das Fleisch und die Walwurst von Grindwalen waren und sind ein wichtiger Teil der nationalen Ernährung auf den Färöern“, heißt es in der Erklärung. “ In einer Stellungnahme beschrieb die färöische Regierung den Walfang als „natürlichen Teil des färöischen Lebens“ und wies Vorwürfe zurück, dass die Morde rituell oder leichtfertig seien.

 

Jedes Jahr werden laut Sea Shepherd direkt vor unserer europäischen Haustür alljährlich durchschnittlich etwa 1000 Meeressäuger auf den Färöer-Inseln, die nördlich von Großbritannien im Nordatlantik zwischen Norwegen und Island direkt am Golfstrom liegen, an Strandabschnitten getötet.

 

Nicht nur die rapide ansteigende Verschmutzung der Weltmeere, die zunehmende Schifffahrt, die Lärmemission (Tiefseesonare, Bohrungen oder die Suche nach Gas- und Ölvorkommen mittels Druckluftkanonen, die Schallwellen auslösen, welche die empfindlichen Sinnesorgane der Tiere irritieren und ihnen die Orientierung nehmen) rotten diese Meeressäugetiere aus, auch die brutalen Fangmethoden treiben Wale qualvoll in den Tod.

29 Juni 2017

Schreckliches Massaker an Walen und Delfinen färbt Meer rot und ruft weltweit Empörung hervor

 

Jedes Jahr in den Sommermonaten werden auf einer Gruppe von Inseln zwischen Norwegen und Island ungefähr 1.000 Wale und Delfine bei einer Tradition geschlachtet, durch die sich das Meer rot färbt. Nun finden Fotos von Einheimischen, die die Tat begehen, ihren Weg zu den sozialen Medien, wodurch die Empörung über die Praxis Auftrieb erhält.

 

Anfang dieser Woche machte The Independent detaillierte Angaben darüber, wie das auf das Jahr 1584 zurückgehende und bei den Einheimischen auf den Färöer-Inseln als „Grindadráp“ bekannte Ritual durchgeführt wird: Während lang- und kurzflossige Grindwale während der Wanderungsbewegung nahe an der Küste vorbeischwimmen, umzingeln Fischer die Säugetiere in Booten und Beibooten, während sie sie zum Strand treiben.

 

Die ganze Walherde strandet, wird an Land gezogen und auf dem Sand oder im seichten Gewässer abgeschlachtet.

 

So grässlich das auch klingt, es is nicht annähernd so schlimm wie die Beschreibung von People for the Ethical Treatment of Animals (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren/PETA). Indem sie eine Petition zum Stopp der Praxis startete, beschrieb die Organisation selbst die näheren Einzelheiten:

 

Es werden Metallhaken in die Atemlöcher der gestrandeten Säugetiere getrieben, bevor ihre Rücken aufgeschnitten werden. Die Tiere verbluten langsam. Ganze Familien werden abgeschlachtet und manche Wale schiwmmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen.

Desweiteren schreibt PETA, dass diese Säugetiere „hochintelligente Geschöpfe“ sind, die „genauso Schmerz und Angst empfinden, wie wir es tun“.

 

Kommerzieller Walfang ist in den meisten Teilen der Welt verboten, aber regionale Gesetze erlauben die Praxis, weil das Fleisch innerhalb der Gemeinschaft verteilt wird. In einer Erklärung, die die Tradition seines Volkes verteidigt, sagte der Sprecher der Färöer-Inseln, Pall Nolsoe, letztes Jahr, dass das Grindadráp keine große Sache ist: Walfang ist ein natürlicher Teil des Lebens auf den Färöer-Inseln und das Fleisch und der Speck der Grindwale sind bei Haushalten auf den ganzen Inseln geschätzte Ergänzungen. Der Walfang wird auf den Färöer-Inseln in Übereinstimmung mit internationalen Gesetzen und weltweit anerkannten Prinzipien nachhaltiger Entwicklung durchgeführt.

06 Juli 2017

Heute früh wurden wieder Erneute Grindwaljagd auf den Färöer Inseln, 30 Grindwal geschlachtet auf den Färöer Inseln kaltblütig abgeschlachtet.

 

Innerhalb von 43 Tagen wurden 650-660 Grindwal und 35 weißen Delfine ermordet, die von den Dänisch-Färöer krank ermordet wurden!

 

GESUNDHEITSRISIKO: QUECKSILBER BELASTETES WAL- UND DELFINFLEISCH

 

Seit Langem ist bekannt, dass der Verzehr von Wal- und Delfinfleisch mit unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken verbunden ist. Dennoch wird in Japan oder auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln immer noch Fleisch der Meeressäuger verzehrt. In Kanada und Grönland gehört Fleisch und Speck von Beluga- und Narwalen zum Speiseplan der Inuit, obwohl kanadische Gesundheitsbehörden bereits 2011 nach umfassenden Untersuchungen an Grundschulkindern warnten, dass Quecksilberbelastungen während der Schwangerschaft "schwache intellektuelle Leistungen" zur Folge hätten.

 

Wissenschaftler der Universität Hokkaido fanden in Walfleisch, das in japanischen Delikatessengeschäften verkauft wurde, Quecksilbermengen, die um das bis zu 1.600-Fache über dem offiziellen Grenzwert lagen. In Delfinfleisch wurden Werte von bis zu 2 mg/g Quecksilber festgestellt, was den japanischen Grenzwert um das 5.000-Fache übersteigt. Außerdem fanden sie große Mengen von Dimethyl-Quecksilber und Kadmium, Auslöser der Minamata- und der Itai-Itai-Krankheiten. "Ich habe noch nie zuvor von so stark mit giftigen Chemikalien belasteten Lebensmitteln gehört", sagte Dr. Tetsuya Endo, Leiter eines der Untersuchungsteams.

 

Grenzwerte werden regelmäßig überschritten
Untersucht wurden 15 gekochte Fertiggerichte aus Wal-Lebern und -Nieren. Während die Leberprodukte durchschnittlich 275 ppm (Teile pro Millionen) Quecksilber und 11 ppm Dimethyl-Quecksilber enthielten, fanden sich in den Nieren 35 ppm Quecksilber und 3,15 ppm Dimethyl-Quecksilber. Das japanische Gesundheitsministerium schreibt hier Grenzwerte von 0,4 ppm und 0,3 ppm für die beiden Chemikalien vor. Eine der untersuchten Lebern war sogar mit 645 ppm Quecksilber belastet, fast 1.600-mal mehr als der Grenzwert. Auch bei Kadmium wurde der offizielle Grenzwert mit durchschnittlichen Belastungen von bis zu 11,8 ppm weit überschritten.

 

Schleichende und langsame Vergiftung
Bisher ist nur wenig über die Gesundheitsgefahren durch niedrige Langzeitbelastungen mit Quecksilber bekannt. Immerhin stellten Wissenschaftler der Universität Odense bei siebenjährigen Kindern auf den Färöer-Inseln typische Symptome einer schleichenden Quecksilbervergiftung wie Sprach-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen fest. Auslöser der durch eine niedrige Langzeitbelastung entstandenen Schäden war die Muttermilch. Die Vergiftungssymptome waren umso ausgeprägter, je stärker die Mütter während der Schwangerschaft mit dem Umweltgift belastet waren. 2008 empfahl die Gesundheitsbehörde der Färöer-Inseln, auf den Konsum von Grindwalfleisch komplett zu verzichten – leider vergeblich.

 

Minamata: Eine fast vergessene Umweltkatastrophe
Mitte der 1950er-Jahre häuften sich in der Umgebung der Stadt Minamata und entlang des Yatsushiro-Sees bei Menschen und Tieren Symptome einer zunächst rätselhaften Krankheit: Lähmungen, Psychosen, in schweren Fällen Koma. Es kam zu schweren Schädigungen des Nervensystems, Kinder kamen mit Missbildungen zur Welt. Nicht selten endete die Krankheit tödlich. Schließlich musste der Chemiekonzern Chisso zugeben, dass die Verklappung von organischem Methylquecksilberiodid ins Meerwasser zu einer dramatischen Anreicherung von Quecksilberverbindungen in Meeresalgen und in der Folge in Fischen geführt hatte, dem Hauptlebensmittel der Einwohner des Küstenortes.

 

Man schätzt, dass etwa 17.000 Menschen geschädigt wurden, 3.000 sind an der Vergiftung gestorben. Minamata gilt heute als eine der schwersten Umweltkatastrophen durch Quecksilber. Die Nahrung aus dem Meer wurde den Menschen zum Verhängnis.

19 Juni 2017

158 Grindwale und Delfine brutal auf den Färöer-Inseln abgeschlachtet

 

Am vergangenen Freitag wurden auf den Färöer-Inseln 150 Grindwale am Strand der Inselhauptstadt Torshavn und acht Weißseitendelfine in dem Küstenort Skálafjørður an Strandabschnitten grausam abgeschlachtet. Hunderte von Einwohnern beteiligten sich an dem blutigen Fang und Töten der Meeressäuger.
Bilder der Walmassaker veröffentlichte das Färinger Online-Portal Knassar. Seit Jahren stehen die Färöer-Inseln aufgrund ihrer fortlaufenden und unzeitgemäßen Walfangpraktiken weltweit in der Kritik. Die Färinger berufen sich auf ihre Jahrhunderte alte Walfangtraditionen. Wesentlich ist offenbar auch, dass das Walfleisch kostenlos an die Einwohner verteilt wird. Die jährliche Wertschöpfung liege bei etwa 3 Millionen Euro, so das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF).

 

Obwohl das zum Verzehr verwendete Fleisch und der Speck der Meeressäuger gesundheitsgefährdend mit Umweltgiften belastet ist, verzichten überwiegend nur Frauen, die schwanger werden wollen, auf den Konsum. Wissenschaftler raten jedoch gänzlich vom Verzehr des belasteten Walfleischs ab.

 

Die Färöer-Inseln gehören zum dänischen Reichsverband, sind jedoch bis auf die Bereiche der Justiz und Verteidigung unabhängig von ihrem Mutterland Dänemark. Demnach gelten für die Färöer-Inseln nicht die internationalen Walfangbeschränkungen in der EU. Dänemark hat nach Angaben des WDSF mehrfach im Rahmen des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS-Übereinkommen/Bonner Konvention) interveniert, um die Färöer-Inseln vom Walfangverbot auszuklammern.

 

Jürgen Ortmüller, WDSF-Geschäftsführer, sieht Dänemark und andere EU-Staaten jedoch zumindest in der moralischen Verantwortung, um Einfluss auf die Regierung der Inselgruppe zu nehmen: "Dass die Färöer-Inseln einer unzeitgemäßen Tradition des Walfangs frönen, ist offenbar nur durch wirtschaftliche Boykottmaßnahmen zu stoppen. Selbst die Gesundheitsgefährdung der Einwohner und von Touristen durch den Walfleischverzehr spielt dort keine Rolle. Die EU sollte Maßnahmen ergreifen, dass keine Fischprodukte mehr von dort importiert werden, zumal über 90 Prozent des Wirtschaftssystems der Färöer-Inseln vom Fischfang getragen wird. Hier steht auch die deutsche Regierung in der Verantwortung, um die Walmassaker zu beenden."

 

Das WDSF hatte in den vergangen Jahren intensiv und erfolgreich gegenüber Kreuzfahrtunternehmen interveniert, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen. Aida, Costa Grociere, HapagLloyd und Trans Ocean haben ihre Anlandungen aufgrund des Walfangs inzwischen gestoppt und sind auf Alternativziele ausgewichen. TUI Cruises läuft trotz der WDSF-Proteste auch weiterhin den färöischen Walfangort Torshavn an.

11 November 2016

Walfang auf den Färöer-Inseln: Wieder mussten 41 Tiere qualvoll sterben

 

Der 7. November war erneut ein blutiger Tag auf den Färöer-Inseln.Beim Grindadráp, dem Zusammentreiben und Töten von Grindwalen (Globicephala melas) wurde eine vorbeiziehende Walfamilie mit Motorbooten an die Bucht Leynar getrieben und dort im blutgetränkten Meer getötet. 41 Wale wurden abgeschlachtet. Seht hier das Video.

 

Obgleich die Färöer-Inseln zu Dänemark gehören und der Walfang in der EU veboten ist, gelten für die Färöer Inseln eigene Gesetze und ein Walfangverbot ist nicht in Sicht. Bereits im Juli und im August wurden bei mehreren Fangaktionen Grindwale getötet. Laut Statistik wurden dieses Jahr bereits knapp 300 Meeressäuger umgebracht.

 

So grausam werden die Wale getötet

Den in die Bucht getriebenen Grindwalen werden Metallhaken in die Blaslöcher gerammt, dann wird ihnen das Rückgrat durchtrennt. Viele Tiere verbluten langsam, andere schwimmen panisch vor Angst im Blut ihrer Familienangehörigen. Alles im Namen der „Tradition“.

 

Nicht tolerierbar: Dänemark und die EU sehen stillschweigend zu

Weder die Regierung von Dänemark noch die verantwortlichen Politiker der EU greifen ein und versuchen die Jagd auf die intelligenten, sozialen und friedlichen Meeressäuger zu unterbinden.


 

3 September 2016

Central sagt Metal-Band-Auftritt nach Protesten ab

 

Der Name Týr steht für den Gott des Kampfes und Sieges. Laut Wikipedia zumindest „in den altisländischen Schriften der Edda“. Für die Färöer Metal-Band „Týr“stehen die Zeichen aktuell aber nicht auf Sieg, im Gegenteil. Der Kopf und Sänger der Band Heri Joensen muss zurzeit nicht nicht nur einen gewaltigen „Shitstorm“ abwettern, sondern steht derart unter Beschuss, dass die Band zahlreiche Auftritte im Rahmen ihrer Europatour abgesagt hat.

 

Einer dieser Auftritte sollte im November in Weinheim im Café Central stattfinden. Das Central hat allerdings nicht gewartet, bis die Band selber Abstand von ihrem Gig nimmt, die Verantwortlichen haben „Týr“ direkt wieder ausgeladen.

 

Auf der Facebookseite des Café Central ist am 19. August zu lesen: „Vor kurzem erst wurden wir darüber informiert, dass der Kopf der Band ein aktiver Teil der Grindelwaljagd auf den Färöer Inseln ist. Das hat mit unserem Selbstverständnis nichts zu tun und kann auch nicht mit „Tradition“ begründet werden. Wir leben im Jahr 2016 und Traditionen sind ja bekanntlich dazu da, auch mal gebrochen zu werden. Think about it! Unsere Bühne steht für diese Menschen jedenfalls nicht zur Verfügung.“


Die Resonanz auf diese Ansage war gewaltig. Über 700 Mal klicken Menschen auf „gefällt mir“, zig Mal wird der Post geteilt, in zahlreichen Kommentaren zollen den Organisatoren Respekt für diese Entscheidung.

Was steckt dahinter?

 

Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte nach Bekanntgabe der Europatour der Färöer-Metal-Band auf seiner Facebook-Seite aufgerufen, die entsprechenden Musikclubs zu bitten, den Auftritt der Band abzusagen, weil Frontmann Joensen, aktiv an den Tötungen von Grindwalen teilnehmen und „die Abschlachtungen in den Songs der Band verherrlichen würde“. Die Organisatoren im Café Central haben so auch prompt über Kommentare auf ihrer eigenen Facebookseite von der zweifelhaften Leidenschaft der Band erfahren.

 

In der Stellungsnahme des Café Central heißt es weiter: „Leider wurden wir nicht durch direkte Nachrichten an uns, sondern durch Posts auf der Seite, oder Bewertungen des CC über die Aktivitäten der Band „informiert“. Wir würden uns wünschen, wenn wir in Zukunft bei ähnlichen Umständen erst einmal direkt gefragt würden, was Sache ist. So haben wir auch die Möglichkeit, Sachverhalte zu klären und adäquat zu reagieren.“

Walfang ist auf den Färöern Inseln tief in der Kultur verwurzelt. Internationale Tierschützer kritisieren diese Jagd als „grausam und unnötig“. Die Bilder, die im Internet kursieren sind in der Tat selbst für hartgesottene Menschen schwer erträglich. Blutrot färbt sich das Wasser der Bucht. Dutzende Wale liegen halb geköpft am Ufer. Innereien quellen heraus. Auf der Internetseite Sea Shepherd finden sich zahlreiche dieser Bilder. Sea Shepherd, gegründet 1977, ist eine internationale, gemeinnützige Organisation zum Schutz der marinen Tierwelt und seit Jahren bemüht, das Walschlachten auf den Inseln zu verhindern.

 

Für die Bewohner der Färöer-Inseln gehört der Grindwalfang aber zu ihrer Geschichte. Der Fang unterliegt strengen Regeln und Traditionen, letztere gehen zurück bis in die Wikingerzeit. Das karge, felsige Land bietet kaum Möglichkeiten zur landwirtschaftlichen Nutzung. „Während der Wintermonate ernährten sich die Einwohner der Färöer-Inseln vorwiegend von eingesalzenen oder getrockneten Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Grindwalfleisch, Seevögel und Fisch“, schreibt Wikipedia.

 

Umweltschützer lassen dieses Argument nicht gelten. Sie sagen, dass die Menschen auf den Färöer Inseln längst nicht mehr auf dieses Fleisch angewiesen sind, sondern ihre Nahrung problemlos im Supermarkt kaufen können. Wie immer, wenn es um Essen und Überzeugung geht, ist die Debatte vor allem eins: Hoch emotional. Aber in dieser Sache ist sich die Mehrheit der Netzgemeinde in den Sozialen Medien im Tenor einig: Walfang geht gar nicht, boykottiert Týr.

 

Also fast einig. Ein paar wenige Stimmen gegen den Boykott gibt es doch. Volker E. schreibt beispielsweise auf Facebook: „David Bowie wäre kein schlechterer Musiker gewesen, wenn er Wale gejagt hätte. PUR macht keine bessere Musik, wenn sie sich für Flüchtlinge engagieren. Blöde Verquickung.“

 

Die Band „Týr“ muss sich übrigens nicht zum ersten Mal der Kritik stellen. Bereits 2014 löste ein Post des Sängers Heri Joensen auf seiner privaten Facebookseite großen Protest aus. Wie aus einer Veröffentlichung der Webseite www.metal-hammer.de hervorgeht, hatte Joensen ein Foto von seinem Essen gepostet: Walfleisch.

 

Letztendlich hat das der Band damals aber alles nicht geschadet. Sie hat auf Facebook über 250 000 Fans. Vielleicht ist der Name „Týr“ doch Programm. Wer die Verlierer sind, steht jedenfalls fest. Es sind die Tiere. Wie so oft!

 

15 August 2016

Central sagt Metal-Band-Auftritt nach Protesten ab

 

Nach bereits zwei Schlachtungen mit insgesamt 178 getöteten Tieren in diesem Jahr (06.07. u. 25.07.2016 in Hvannasund), tauchten gestern erneut gleich mehrere Meeressäuger vor dem Ort Hvannasund auf. Der zuständige Leiter für die Treibjagden erteilte jedoch aus bisher nicht bekannten Gründen keine Freigabe für eine erneute Jagd und Abschlachtung der Delfine.

 

Anm. WDSF: Am 01.08.2016 wurde ein weiterer Grindwal in Eiði áBreiðasandi im äußersten Norden der Inselgruppe getötet. Vermutlich wurde die erneute Treibjagd in Hvannasund nicht freigegeben, weil das kurzfristige Kontigent der Bejagung dort bereits erschöpft war. Ebenso stand die Treibjagd am 25.07.2016 in Hvannasund unter intensiver Kritik, weil nicht sämtliche Grindwale kurzfristig getötet wurden.

 

10 Juli 2016

Färöer-Nationalspieler schlachten Wale

 

Zwei Nationalspieler der Färöer Inseln haben in ihrer Heimat an einer Massenschlachtung von Grindwalen am Strand von Hvannasund teilgenommen. Die NGO "Sea Shepherd" hat am Samstag entsprechendes Bildmaterial zu dem kontrovers diskutierten Ereignis veröffentlicht.

Mehrere Dutzend Grindwale sind am 6. Juli an der Küste der Färöer Inseln bei Hvannasund von Einwohnern getötet worden. Färinger Medien zufolge sollen beim ersten "Grindadráp" des Jahres zwischen 30 und 50 Tiere ihr blutiges Ende gefunden haben.

 

Bei diesem umstrittenen Jagdereignis mit dabei waren auch zwei Nationalspieler der Färöer. Páll Klettskarð und Sørmundur Kalsø wurden von der NGO "Sea Shepherd" anhand des online kursierenden Bildmaterials als Teilnehmer am "Grindadráp" identifiziert. Beide spielen aktuell für Tabellenführer KÍ Klaksvík. Während es sich beim 24-Jährigen Kalsø eigentlich um einen ehemaligen Nachwuchs-Teamkicker handelt, absolvierte Klettskarð bereits elf Einsätze im A-Team seiner Heimat. Der Torschützenkönig der Effodeildin 2012 war unter anderem auch bei den beiden 0:3-Pleiten daheim gegen Deutschland und Österreich in der WM-Qualifikation für Brasilien 2014 mit dabei.

 

Beim "Grindadráp" handelt es sich um eine Jahrhunderte alte Tradition auf den Färöer. Dabei werden gesichtete Walschulen mit Booten an den Strand getrieben, wo den Tieren von im Wasser watenden Färingern die Halsader durchschnitten wird. Schockierende Bilder vom blutrot gefärbten Wasser in den Buchten rufen freilich immer wieder Umweltschützer auf den Plan.

 

Kontrovers diskutiert wird mitunter, ob der "Grindadráp" überhaupt noch zeitgemäß sei. Unwirtliche Wetterbedingungen erschweren die Landwirtschaft auf den Färöer. Walfleisch war daher über Jahrhunderte eine wichtige Nahrungsquelle auf dem geographisch abgelegenen Archipel. Heutzutage mache die durch moderne Transportwege veränderte Versorgungslage den Walfang jedoch nicht mehr überlebenswichtig sondern zur Folklore, meinen Kritiker. Zudem verringere der Einsatz von motorisierten Booten die Chance der Tiere zu entkommen.

 

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der "Grindadráp" zurückgegangen und gesetzlich reglementiert worden. Ein generelles Verbot wurdevon Umwelt-Aktivisten bisher aber vergeblich gefordert.

21 Juni 2016

Meeresgiganten sterben umsonst Grundloses Wal-Gemetzel 

 

Schon seit Jahrhunderten machen Menschen Jagd auf Wale. Während sie früher noch nachvollziehbare Gründe dafür hatten, hat der Walfang heute nicht einmal mehr kommerziellen Nutzen. Warum werden Wale dann immer noch abgeschlachtet?

 

Einst wurden Wale gejagt, um Rohstoffe zu gewinnen: Das Fett, auch Tran genannt, diente als Lampenöl und später zur Herstellung von Kosmetikprodukten und Margarine. Nach der industriellen Revolution wurde es als Schmierstoff genutzt. Im Ersten Weltkrieg wurde Nitroglycerin aus Tran hergestellt. Das Fleisch wurde als Hunde- und Viehfutter verwertet und teilweise auch von Menschen gegessen. Walknochen wurden zermahlen und zu Leim und Gelatine verarbeitet. Jahrhundertelang wurden Wale deswegen bis an den Rand der Ausrottung gejagt.

 

1982 verbot die internationale Walfangkommission den kommerziellen Walfang. Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken sowie aus kulturellen Gründen war weiterhin erlaubt. So können indigene Völker wie die Inuit aus Grönland weiter ihre Traditionen pflegen.

 

Doch nicht alle Länder halten sich an das Moratorium: Norwegen stimmte ihm gar nicht erst zu und betreibt weiterhin Walfang. Die Fangquoten bestimmt das Land selbst. Vor Kurzem kritisierten mehrere Tierschutzorganisationen, dass Norwegen weiterhin den Walfang systematisch fördere, um eine sterbende Industrie am Leben zu erhalten. In den vergangenen beiden Jahren habe Norwegen mehr Wale getötet als Japan und Island zusammen. Das sei nicht mehr zeitgemäß.

 

Japan tötete in den letzten 20 Jahren rund 20.000 Großwale - obwohl der Inselstaat das Fangverbot zunächst befolgt hatte. Die Wiederaufnahme des Walfangs rechtfertigte Japan damit, es handele sich um Walfang zu "Forschungszwecken." Die dritte große Walfängernation ist Island, das genau wie Japan nach Inkrafttreten des Verbots der Walfangkommission ein Programm für "wissenschaftlichen Walfang" entwarf und so weiterhin aus vorgeblichen Forschungszwecken Walfang betreibt.

 

Günstige Alternativen

Dabei lohnt es sich gar nicht mehr, aus kommerziellen Gründen Wale zu fangen, weil es viel billigere Alternativen gibt. Margarine und Kosmetikprodukte werden heutzutage einfach aus pflanzlichen Fetten statt aus Waltran hergestellt. Auch das im Pottwaldarm enthaltene Amber, das früher zur Herstellung von Parfüm genutzt wurde und teurer als Gold war, lässt sich heute künstlich herstellen. Warum werden Wale dann immer noch gejagt?

 

Japan und Norwegen behaupten zwar, die Wale seien für den Rückgang der Fischbestände mitverantwortlich. Das ist allerdings wissenschaftlich widerlegt: Schuld daran sind die Überfischung und die Umweltverschmutzung. Das wird von Norwegen jedoch nicht erwähnt.

 

Bei den Verbrauchern ist die Nachfrage für Walfleisch stark gesunken und viele Walfänger finden keine Abnehmer mehr. Infolgedessen werden jedes Jahr gigantische Mengen an Walfleisch tiefgefroren und in Lagerhallen verstaut. Nur in Japan gilt Walfleisch noch als Delikatesse und landet dort in Restaurants und Schulkantinen. Allerdings geht die Nachfrage zurück. Das Fazit: Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund für das Abschlachten von Walen im 21. Jahrhundert.

 

Gründer der Privat-Initiative „Save the Ocean“

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