Die Walfangflotte

Japan jagt nicht nur Delfine auch Zwergwale

 

Mit Stock und Widerhaken: Japan jagt wieder Wale und Delfine In Japan hat die kontroverse Jagd auf Wale und Delfine begonnen. In Taiji begann bereits am Wochenende die Delfinjagd "ohne größere Proteste von Tierrechtsgruppen". Nun wurde auch die Jagd auf Zwergwale eröffnet.

 

Es ist Delfinjagd-Saison im japanischen Küstenstädtchen Taiji. Auf internationale Medienberichterstattung kann man deshalb gerade gut verzichten im Ort. Denn vor allem in der westlichen Welt kommt das blutige Geschäft, von dem man hier gut lebt, schlecht an; die Tiere werden in eine nicht einsehbare Bucht getrieben, die Schönsten für den Verkauf an Meeresparks und Delfinarien aussortiert, die anderen zum Verzehr geschlachtet. Der oscarprämierte Dokumentarfilm "The Cove" zeigte dieses Vorgehen 2009. Tierschützer sind jedes Jahr aufs Neue entsetzt.

 

Schlagzeilen vermeiden zu wollen, ist also eine Art Urinteresse in Taiji, aber dieser Tage klappt das wieder nicht. Grund: An Heiligabend hat sich ein Zwergwal in die festen Netze verirrt, welche die örtliche Fischerei-Kooperative einige Hundert Meter vor der Küste etwas abseits des Hafens wie eine Landschaft aus Unterwasserkäfigen ausgelegt hat. Die Netze sind das ganze Jahr über da, sie sind für den Fischfang gedacht. Ab und zu geraten auch Delfine und Wale hinein. Erst vor wenigen Wochen befreiten die Fischer einen Buckelwal. Aber dieses Mal tun sie nichts.

Japan verschweigt Walfang-Details

 

Die japanische Walfangflotte ist am Dienstag zu ihrer alljährlichen Jagd in See gestochen. Die Fischereibehörde hält dieses Mal wichtige Informationen über die Flotte zurück - aus Angst vor Protestaktionen durch Aktivisten.

 

Tokio - Ungeachtet internationaler Proteste sind Japans Walfänger wieder Richtung Antarktis in See gestochen. Die Flotte legte am Dienstag vom Hafen der traditionellen Walfangstadt Shimonoseki ab. Das berichteten zwar japanische Medien am Dienstag - doch die Fischereibehörde verweigert bisher die Bestätigung: Aus Sicherheitsgründen und Angst vor Übergriffen durch Tierschützer wurden weder Umfang der Flotte noch Zeitplan der Walfänger bekanntgegeben.

 

Einem der Internationalen Walfangkommission (IWC) vorgelegten Plan zufolge sollen in dieser Saison 900 Zwerg- und andere Wale erlegt werden. Die Kommission hatte 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Walfang in Kraft gesetzt. Japan nutzt allerdings ein Schlupfloch des Abkommens, indem es Wale offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken jagt. Kritiker sehen darin indes nur einen Vorwand, zumal Forscher anderer Länder zu ähnlichen Ergebnissen kommen - ohne die Tiere zu töten.

 

In der vergangenen Fangsaison hatten die Japaner ihre Jagd auf die Wale angesichts verstärkter Störaktionen der streitbaren Tierschutzorganisation Sea Shepherd abbrechen müssen. Nun begleitet die japanische Küstenwache die Walfänger. Die Sicherheitsmaßnahmen seien verstärkt worden, hieß es.

 

Trotz der wiederholten Störaktionen durch die Tierschützer und internationaler Kritik an der Jagd hält Tokio an seinem Kurs fest. Auch die horrenden Kosten für den Wiederaufbau der Erdbeben- und Tsunamigebiete hält Japan nicht davon ab, zwecks zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen die Mittel für den Walfang sogar deutlich aufzustocken.

 

Japan macht kein Geheimnis daraus, dass das Fleisch der erlegten Tiere in Geschäften und Restaurants verkauft wird. Denn der Verkauf nach einer offiziellen Untersuchung der Tiere stellt keinen Verstoß gegen das geltende Moratorium dar. Die japanischen Behörden vertreten zudem die Ansicht, dass der Walfang eine jahrhundertealte Tradition ist, die nicht verlorengehen darf.

 

Tokio argumentiert stets, es würden keine bedrohten Walarten gejagt. Zudem sei der Walfang mit der Wildjagd in Europa vergleichbar. Dabei essen die meisten Japaner gar kein Walfleisch.

Japan tötet 333 Wale – Die traurige Bilanz der japanischen Walfangflotte

 

Die japanischen Walfänger sind am Donnerstag wieder in den Hafen zurückgekehrt. Mit an Bord 333 getötete Wale. Bereits beim Auslaufen der Flotte im Dezember 2015 berief sich die Regierung auf wissenschaftliche Zwecke.

 

Eine traurige Bilanz getöteter Wale

Die Walfangflotte Japans ist Donnerstag in den Hafen von Shimonoseki zurückgekehrt. In antarktischen Gewässern wurden, trotz hefiger Proteste verschiedener Tierschutzorganisationen, 333 Lebewesen unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Studien getötet. Schon seit langem nutzt die japanische Regierung dieses Schlupfloch, um die kommerziellen Flotten auszuschicken. Die meisten Lebewesen landen jedoch nicht in Labors, sondern in Restaurants und Supermärkten. Ein (noch) lukratives Geschäft, denn bereits kleine Tiere bringen rund $ 100.000.

 

Ein bitterer Rekord für Japan

Immer wieder heißt es, dass in Japan der Konsum von Walfleisch schon seit Jahrzehnten rückläufig ist. Expertenmeinungen lassen jedoch verlauten, dass der starke Einfluss politischer Größen der Hauptgrund für die gestiegene Zahl der getöteten Wale ist. Waren es in der Saison 2013/14 noch 251 Mink-Wale, so ist die Zahl im aktuellen Jahr um 33% auf 333 gestiegen.

Japans Walfangflotte tötet 115 Meeressäuger

 

hr Durchhaltevermögen hat sich für Walfanggegner in Japan gelohnt: Mit ihren Störaktionen hat die streitbare Umweltschutzgruppe Sea Shepherd Japan dazu gebracht, die Jagd auf die Meerestiere erst einmal auszusetzen.

 

Nachdem die Walfangflotte immer wieder gestört worden sei, habe das Fabrikschiff 'Nisshin Maru' seine Arbeit am eingestellt, gab Regierungssprecher Yukio Edano bekannt. Die japanischen Walfänger hatten in den Gewässern vor Chile operiert.

Jagdsaison in der Antarktis

Das Fischereiministerium prüfe derzeit, wann die Jagd auf die Wale wieder aufgenommen werden könne, sagte der Regierungssprecher. Japan nutzt eine Ausnahme des bestehenden Walfangmoratoriums, das die Jagd auf Wale zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Diese Deklarierung werten die Walschutznationen allerdings als vorgeschoben.

 

Sea Shepherd hatte sich im vergangenen Herbst zeitgleich mit der japanischen Walfangflotte mit eigenen Schiffen auf den Weg ins südpolare Walschutzgebiet gemacht, um die Japaner an der Jagd zu hindern. In jüngster Vergangenheit war es zu gewaltsamen Zusammenstößen auf hoher See mit den japanischen Walfängern gekommen.

 

Die Walfangflotte war mit ungewöhnlicher Verspätung und deutlich verkleinert zur diesjährigen Jagdsaison in die Antarktis aufgebrochen. Grund für das späte Auslaufen war der Umweltorganisation Greenpeace zufolge der Mangel an Nachfrage nach Walfleisch. Es lagerten fast 6.000 Tonnen Walfleisch ungenutzt in japanischen Kühlhäusern. Traditionell läuft die japanische Flotte im November aus und kehrt im April zurück.

Auf der Spur der japanischen Walfangflotte

 

An Bord des Greenpeace-Schiffs Esperanza machen sich 37 Menschen auf eine gefährliche Reise in die Antarktis, auf der Spur der japanischen Walfangflotte. Die Crew will das Töten der Wale verhindern …

 

Japan will über Tausend der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer töten - unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Auf der Fangliste stehen neben Zwerg- und Finnwalen erstmals auch Buckelwale. Das Fleisch landet in japanischen Restaurants.

 

Waghalsiger Rettungsversuch

Die Crew der Esperanza will das verhindern. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus über 20 Nationen, die eines verbindet: ihre Liebe zu Walen. Um die Tiere zu retten, sind die Aktivisten bereit, ihr Leben zu riskieren. Sie wollen sich in ihren Schlauchbooten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen. Doch zuvor muss die Mannschaft das stürmische Südpolarmeer überqueren und die Walfangflotte am endlosen Eisrand aufspüren. Dafür braucht es nicht nur Kalkül, sondern vor allem viel Glück. Japan setzt alles daran, eine Konfrontation mit Greenpeace zu umgehen.

 

Hilfe für die Wale?

In der einsamen Schönheit der Antarktis beginnt für die Esperanza ein Wettlauf mit der Zeit. Eine einzigartige Begegnung mit Buckelwalen macht der Mannschaft Mut. Doch im unerwarteten Verlauf der Ereignisse scheint eine Frage immer bohrender zu werden: Was wird der Einsatz der Esperanza den Walen am Ende wirklich nützen?

 

Gründer der Privat-Initiative „Save the Ocean“

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