Färöer-Inseln

Auf den Färöer-Inseln, einer Inselgruppe nördlich von Europa, zu Dänemark gehörend aber mit unabhängigen Gesetzen gibt es eine blutige "Tradition": jedes Jahr werden Tausende von Grindwalen (Pilotwale) und Schnabelwalen, sowie Delfinen abgeschlachtet. Mit modernen Motorbooten werden die Wale in die Buchten getrieben.

Den gestrandeten Meeressäugern werden Metallhaken in die Blaslöcher gerammt. Dann wird ihnen das Rückgrat durchgeschnitten. Die Tiere verbluteten langsam. Ganze Familienverbände werden abgeschlachtet. Manche Wale schwimmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen und versuchen diese zu retten, panisch vor Angst, da sie ahnen was auch mit ihnen passieren wird.

Die Färöer-Inseln gehören zu Dänemark, ein Staat der den Walfang inzwischen eingestellt hat.

Auf den Färöer-Inseln gelten andere Gesetze, dennoch ist es ein Teil von Dänemark. Ein Verbot des Walmassakers ist jedoch nicht erkennbar und dies obwohl es Mitgliedern der Europäischen Union verboten ist, Wale zu töten und Dänemark dem Walfang abgeschworen hat.

Pressemeldungen zum Anlandungsstopp von Kreuzfahrtunternehmen auf den Färöer-Inseln

TUI Cruises streicht Färöer-Inseln von der Route

 

Seit 2014 interveniert das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegenüber dem Kreuzfahrtunternehmen TUI Cruises, seine Anlandungen auf den Färöer-Inseln aufgrund der dort alljährlich stattfindenden Walmassaker aufzugeben.

 

Nach persönlichen Kontakten des WDSF zu Udo Lindenberg, der sich den Protesten angeschlossen hatte, nachdem er selbst auf Mein Schiff seine Rockliner-Show veranstaltete, lenkte das Unternehmen jetzt ein und schrieb dem WDSF, dass sie die Färöer-Inseln im Jahr 2019 nicht mehr anlaufen.

 

In Stellungnahmen von TUI Cruises gegenüber dem WDSF heißt es: „Von dem Walfang auf den Färöer-Inseln distanzieren wir uns. Ein Boykott der Färöer-Insen wird nicht dazu beitragen, dass dort mit der blutigen, jahrhundertealten Tradition des Walfangs gebrochen wird. Finden sich in unseren Fahrtgebieten artenschutzbedenkliche Praktiken, führen wir mit unseren Partnern vor Ort einen direkten Dialog. Das gilt auch für die Färöer-Inseln. Wir verurteilen die Ausübung der dortigen Waljagd aufs Schärfste.“

 

„TUI Cruises ist eine harte Nuss“

Weiter schreibt TUI Cruises dem WDSF: „Wir kommen den Wünschen unserer Gäste nach mehr Vielfalt nach und haben nun, nachdem das Unternehmen mit keinem seiner Schiffe die Färöer-Inseln im Sommer 2019 anlaufen wird, alternativ entweder einen Seetag eingebaut oder laufen einen anderen attraktiven Hafen in Stavanger in Norwegen oder Invergordon in Schottland an.“ Nach Aussage der Pressesprecherin von TUI Cruises, Godja Sönnichsen, gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller würde sich der Anlandungsstopp allerdings nur auf das Jahr 2019 beziehen.

 

Ortmüller: „TUI Cruises ist eine harte Nuss. Wir hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass die Sichtung eines des vielen blutigen und grausamen Walmassaker durch Kreuzfahrtgäste mit ihren Kindern in unmittelbarer Nähe der Anlandungshäfen mit den Schlachtbuchten zu einem lebenslänglichen Trauma führen kann. Die Entscheidung von TUI Cruises ist richtig, die Begründung und die Beschränkung der Anlandung nur für 2019 aber halbherzig, denn ein Boykott der Inselgruppe kann durchaus zu einem Umdenken bei den brutalen Treibjagden führen. Es waren nicht nur Wünsche von Gästen nach mehr Vielfalt, wie TUI Cruises schreibt, zumal ein alternativer Seetag wohl kaum dazu beiträgt, sondern in erster Linie die vielen Proteste auf Facebook von Tierfreunden gegenüber dem Unternehmen. Dass Tierschützer mit ihren Protesten Udo Lindenberg aktiviert haben, bezeichnet die Pressesprecherin Sönnichsen als unfair."

 

Dieses Jahr wurden über 1600 Wale und Delfine abgeschlachtet

Aida, HapagLloyd, Costa Crociere und TransOcean hatten dem WDSF nach heftigen Interventionen und Protesten bereits in den Vorjahren zugesagt, die Inselgruppe zum Schutz ihrer Gäste und aus Tierschutzgründen dauerhaft nicht mehr anzulaufen. Das WDSF hofft, dass nachdem künftig mehr als 20.000 Gäste und Crewmitglieder von allen deutschen Kreuzfahrtunternehmen ausbleiben, die Färöer-Inseln ihre alte Tradition überdenken und stoppen. Im Jahr 2017 wurden auf den Färöer-Inseln etwa 1.600 Grindwale und andere Delfinarten bei 23 Treibjagden öffentlich in den Inselbuchten abgeschlachtet.

Udos Herz schlägt für Wale und Delfine

 

Panikrocker Udo Lindenberg macht sich für Wale und Delfine stark. Das gab er jetzt auf seiner Facebook-Seite bekannt. Der Grund: Auf den Färöer-Inseln werden die Tiere jedes Jahr bei Treibjagden getötet. Die Inselgruppe ist ein beliebtes Ziel bei Kreuzfahrten, unter anderem auch von TUI Cruises, mit denen der Sänger und sein Panikorchester vom 1. September an wieder auf der „Mein Schiff“ in See stechen werden. Die fünftägige Tour geht von Kiel aus in Richtung Aarhus, Göteborg und Kopenhagen. Anlässlich einer Demo vom Wal- und Delfinschutz-Forum in HaMBURG teilte Lindenberg auf seiner Facebook-Seite mit, dass er mit der TUI-Reederei sprechen werde, um der Sache auf den Grund zu gehen und dass es so nicht weitergehen könne. Er schrieb: „werde im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui, so schnell wie möglich, die färöer nicht mehr anfährt.“ Er habe in ein paar Tagen ein Treffen mit den TUI-Verantwortlichen und wolle sich dann mit einem Ergebnis melden. Bezüglich der Proteste heißt es von ihm: „Ja, ich unterschreibe das.

 

https://www.mopo.de

Boykottaufruf gegenüber Tui Cruises wegen Anlandungen auf den Färöer-Inseln nach Walmassakern

 

Alljährlich finden überwiegend in den Sommermonaten auf den Färöer-Inseln nördlich von Großbritannien grausame Walmassaker statt. Alleine in den letzten zwei Monaten wurden bisher über 700 Grindwale und andere Delfinarten bei Treibjagden auch in unmittelbarer Nähe des Anlandungshafen von Kreuzfahrtschiffen in der Inselhauptstadt Tórshavn blutig abgeschlachtet. Seit Sonntag hat eine Aktion auf Facebook dazu geführt, dass mehrere Hundert Tierschützer auf der Tui Cruises-Seite eine erhebliche Abwertung des Unternehmens herbeigeführt haben, weil Tui Cruises im Gegensatz zu anderen deutschen Kreuzfahrtunternehmen die Inselgruppe weiterhin anläuft. Etliche kritische aber sachliche Beiträge wurden von Tui Cruises gelöscht und Teilnehmer blockiert.

 

Nach jahrelangen Interventionen des Wal und Delfinschutz-Forum (WDSF) und vielen Protesten von Tierfreunden hatten die Kreuzfahrtunternehmen Aida, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean „aus der Verantwortung gegenüber der Crew und Gästen und aus Gründen des Tierschutzes“ entschieden, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen.

 

Tui Cruises hatte dem WDSF mehrfach mitgeteilt, dass das Unternehmen den Walfang zwar verurteile und seine Gäste entsprechend informieren würde, aber weiterhin an seinen Anlandungen festhalten wolle. Das WDSF hat nach eigenen Angaben recherchiert, dass von insgesamt 19 angebotenen Landausflügen bei der Anlandung von „Mein Schiff 4“ vier offizielle Walfangorte auf dem Programm der Inselgruppe stehen (Tórshavn, Vestmanna, Sandavágur und Midvágur). Dort sollen alleine in den letzten fünf Jahren 1346 Meeressäuger brutal an den Strandabschnitten abgeschlachtet worden seien. Seit 2010 beliefe sich die Anzahl der getöteten Wale und Delfine auf fast 6000 Tiere auf der zu Dänemark gehörenden teilautonomen Inselgruppe, so das WDSF.

 

Die Landausflüge werden von TUI Cruises als „Familienausflüge“ deklariert. Die Gäste wären nach Angaben des WDSF allerdings nicht nur dem Risiko ausgesetzt, mit ihren Kindern Augenzeugen einer blutigen und grausamen Waljagd zu werden, sondern durch das in vielen Restaurants angebotene und nicht als solches deklarierte Walfleisch gesundheitlich gefährdet, weil es stark mit PCB und Quecksilber kontaminiert sei. TUI Cruises bezeichnet die Ausflüge auf den Färöer-Inseln als „totale Entspannung“ und verweist auf die „köstliche Landesküche“. Am kommenden Freitag ist erneut eine Anlandung auf den Färöer-Inseln vorgesehen.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Wir hoffen nach wie vor, dass bei der Unternehmensleitung von Tui Cruises mit der Geschäftsführerin Wybcke Meier die Einsicht siegt, dass ein eigener Boykott der Färöer-Inseln aus Tierschutz- und Wirtschaftsgründen mehr zur Einsicht der Waljäger beitragen kann, als sämtliche bisher ungehört geblieben Appelle aus aller Welt, die unzeitgemäßen Walmassaker zu stoppen. Bis dahin haben wir zum Boykott von Tui Cruises aufgerufen.“

 

Ein Beitrag von Save the Ocean aus Juli 2017 zeigt, wie die gefangenen Grindwale nach dem Abstechen bis zu ihrem Tod leiden müssen und welch grausamen Spaß die Grindwaljäger an der brutalen Treibagd und den Tötungen haben.

 

www.mynewsdesk.com

1 Juli 2016

Kreuzfahrer boykottieren Färöer-Inseln wegen Walfangs

 

Immer wieder finden auf den Färöer-Inseln blutige Massaker an Walen statt. Aida und Hapag-Lloyd haben die Touren dorthin gestrichen.

 

Hamburg/Hagen. Die Kreuzfahrtunternehmen Aida und Hapag-Lloyd bestätigten jetzt dem Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), dass weder in diesem noch im nächsten Jahr Anlandungen auf den Färöer-Inseln wegen des Walfangs und der Gefahren für die Crew und die Gäste geplant sind. Für die autonome, zur dänischen Krone, aber nicht zur EU gehörende Inselgruppe ist die Entscheidung ein herber finanzieller Verlust durch Tausende fehlender Gäste.

 

Aida Cruises habe dem WDSF mitgeteilt, dass sich das Unternehmen "ausdrücklich vom Walfang distanziert", heißt es in einer Mitteilung des Hagener Wal- und Definschutz-Forums. Die Beteuerungen des Premierministers der Färöer-Inseln gegenüber dem Unternehmen, sich für den Walschutz einzusetzen, hätten keine Fortschritte ergeben. Die Jagd auf Grindwale hat auf Färöer eine lange Tradition.

 

Das WDSF interveniert seit Jahren bei den deutschen Kreuzfahrtunternehmen wegen der blutigen Walfangmassaker, die weltweit in der Kritik stehen, und fordert, die Inselgruppe zu boykottieren. Alleine in den vergangenen sechs Jahren seien dort 4202 Grindwale an den Stränden und in den Buchten öffentlich abgeschlachtet worden. Um den Gästen mit ihren Kindern den Anblick und den Geruch der getöteten Grindwale zu ersparen, sollte jedes Unternehmen auf das Färöer-Angebot in seinem Reiseplan verzichten, fordert das WDSF.

 

Der WDSF sorgt sich auch um die Kreuzfahrt-Gäste, die an Land einheimische Restaurants aufsuchen. Das in vielen Restaurants auf den Färöer-Inseln angebotene Walfleisch sei stark mit den krebserregenden Chlorverbindungen PCB oder dem Insektengift DDT belastet.

 

Tui Cruises will die Färöer-Inseln einmal anfahren

Tui Cruises wird "nach Berücksichtigung aller uns vorliegenden Fakten in diesem Jahr wie geplant einmal die Färöer-Inseln mit der Mein Schiff 4 anfahren", sagte Sprecherin Godja Sönnichsen auf Abendblatt-Nachfrage. "Als Unternehmen setzen wir uns für den Meeresschutz ein und distanzieren uns ausdrücklich vom Walfang. Finden sich in den Destinationen artenschutzbedenklichen Praktiken, führen wir mit unseren Partnern vor Ort den direkten Dialog". Das gelte auch für die Färöer-Inseln. "Wir verurteilen die Ausübung der dortigen Waljagd aufs Schärfste, machen unsere Gäste auf der Reise aktiv über die Situation vor Ort aufmerksam und möchten so ein Bewusstsein für die Vorkommnisse in der Region schaffen".

Gründer der Privat-Initiative „Save the Ocean“

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